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Trapani

Der erste Stadtkern entwickelte sich um die Siedlung der Sikuler, später von den Griechen Drèpanon (Sichel) genannt, herum, wahrscheinlich so genannt wegen der sichelartigen Form der Landzunge. Seit dem 8. Th. v. Chr. war die Stadt Landeplatz der Phönizier und strategischer Stützpunkt der Karthager und im ersten Punischen Krieg Flottenstützpunkt der Karthager.
Nach dem Sieg des Lutatius Catulus auf den Ägadischen Inseln wurde Trapani civitas Romana und unter der römischen Herrschaft gedieh der Handel und Hafenverkehr, ohne jedoch besondere Wichtigkeit zu erlangen.
Nach der Zeit des byzantinischen Niedergangs wurde Trapani von den Muselmanen erobert, die aus ihr eine der reichsten und blühendsten Städte Siziliens machten, indem sie den Hafen sowie das Korallen- und das Goldschmiedehand- werk förderten.
Der islamische Einfluß war derart stark, daß man auch heute noch in der Ortskunde und in gewissen Sitten und Gebräuchen Spuren davon finden kann.
Auch unter den Normannen, die sie 1077 eroberten, bewahrte die Stadt ihre Blütezeit und wurde zur città regia (Königsstadt) erhoben. 1282 nahm es an der Invasion gegen die Anjou (Sizilianische Vesper) teil und wurde in den Krieg zwischen den Häusern Anjou und Aragon verwickelt. Zwischen dem 13. und 15. Jh. wurde die urbanistische Struktur mit dem Bau neuer Viertel, neuer Straßen und Plätze erweitert.
In der folgenden Zeit begann Karl V. mit der Umstrukturierung der Stadtmauer, indem er sie mit gewaltigen Bollwerken befestigte. In dieser Zeit entwickelte sich außer anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten auch die Gewinnung des Salzes. Es wurden viele neue Salinen geschaffen, von denen einige auch bis zum heutigen Tag noch in Funktion sind.
Trotzdem muß gesagt werden, daß das 17. Th. eine Zeit des Stillstands und des Niedergangs war.
1817 wurde Trapani zur Provinzhauptstadt ernannt (eine Rolle, die sie bis zum heutigen Tag inne hat) und zog daraus die Kraft, an allen Bewegungen des 19. Jhs. gegen die Bourbonen teilzunehmen, die sie 1860, bevor die Garibaldiner einmarschierten, verjagte.
Im Zweiten Weltkrieg war Trapani das Ziel wiederholter Bombardierungen. Heute ist die Stadt größtenteils neu.

Sehenswürdigkeiten
Erreicht man Trapani von der Autobahn her, so ist es angebracht, den Besuch mit der Besichtigung des Heiligtums dell'Annunziata und des Museums Pepoli in der Via Conte Agostino Pepoli zu beginnen. Wenn man mit dem Zug die Stadt erreicht, lohnt es sich, zuerst die große Piazza Vittorio Ernanuele, neues Zentrum der Stadt, wo sich der Brunnen des Titons, Werk des trapanesischen Bildhauers Domenico Li Muli von 1951, befindet, aufzusuchen.
Dem Brunnen gegenüber steht das Denkmal des Königs Vittorio Emanuele II. (1882 von Giovanni Dupré geschaffen). Jetzt folgen wir der Viale Regina Margherita, an der der gleichnamige Park liegt (angelegt im 19. Jh. mit wunderschönen Pflanzen, unter denen mächtige Gummibäume besonders hervorstechen), um dann die Piazza Vittorio Veneto zu erreichen, wo sich das Kriegsgefallenendenkmal erhebt; rechts davon befindet sich der Palazzo D'Alì, errichtet zu Beginn des 20. Jhs. und Sitz der Stadtverwaltung. Gegenüber steht das Postgebäude (Palazzo delle Poste) 1924 im Jugendstil vom Architekten La Grassa erbaut.
Die Via Garibaldi führt uns in die Altstadt (Ruga Nova aus dem 13. Th.), wo sich einige Bauten aus dem 18. Jh. von bemerkenswerter Würde befinden: Palazzo Fardella-Fontana, Palazzo Riccio di Morana mit wertvollen Statuen an der Fassade und im Innern, einem Salon mit eleganter Stuckdecke und einem Fußboden mit örtlich hergestellten Fliesen. In der Nähe befindet sich die Kirche Santa Maria dell'Itria mit einer schönen barocken Fassade und weitergehend gelangt man zur Kirche Santa Maria dei Soccorso, die an das Kloster der Badia Nuova, erbaut im 15. Jh. und fast gänzlich neuerbaut im 19. Jh., angefügt ist.
Im Innern befinden sich barocke Chöre und ein Fußboden aus dem 18. Jh. Ein bißchen weiter, in der Via Sieri Pepoli, befindet sich die Kirche San Nicolò Mirense.
In einer seitlichen, ansteigenden Straße liegt die Kirche San Domenico, deren urtümlicher Grundriß auf das 14. Jh. zurückgeht. Die schöne Fensterrose in der Fassade ist noch vom Ursprungsbau übriggeblieben.
Im Innern findet man eine Freskenmalerei der Muttergottes mit dem Kind, 15. Jh., und das Grab von Manfredi, Sohn Friedrichs III. von Aragon. Sehr interessant sind auch die Kapelle Pepoli, zu Totenfeiern bestimmt, und eine Barockkapelle aus buntem Marmor, Werk des Trapanesen Giovanni Biagio Amico, mit einem Holzkreuz am Altar aus dem 14. Jh. In der Kirche werden die hölzernen Mysteriengruppen aus dem 18. Jh. aufbewahrt, die am Karfreitag in Prozessionen durch die Stadt getragen werden.
Wieder zurück in der Via Garibaldi kreuzt man die Via Torrearsa: links liegt die Piazza Mercato del Pesce (Fischmarkt) mit Brunnen und Standbild der Venus Aradiomene, links kommt man zur Kreuzung mit dem Corso Vittorio Emanuele und erreicht den Palazzo Cavarretta (18. Jh.) mit dem Standbild der Muttergottes; San Giovanni und Sant'Alberto, dem Patron von Trapani, sowie zwei Uhren, die in der Mitte des 19. Jhs. hinzugefügt wurden. Links von der Tür liegen die "Porta Oscura" und der Uhrturm. Auf der linken Seite des Corsos (im Lauf der Zeit auch Ruga dell'Amalfitana, Ruga della Loggia, Ruga dei Catalani genannt), befindet sich der Palazzo Riccio-San Gioacchino aus dem 15. Jh. Er wurde im Lauf der Zeit mehrere Male umgestaltet.
Rechts erhebt sich die Kirche del Collegio dei Gesuiti, 18. Jh., mit einer wunderschönen Barockfassade, die in zwei Reihen angelegt ist, die plastisch stark hervorgehoben sind aufgrund des Überflusses der Schmuckelemente.
Das Innere, dreischiffig, ist mit einigen bemerkenswerten Altären aus buntem Marmor aus dem 18. Jh. umgestaltet. Den Hauptaltar schmückt ein Basrelief von Marabitti, das die Unbefleckte Madonna darstellt. Die Schränke in der Sakristei sind wunderschöne Holzschnitzwerke von Pietro Orlando.
Weiter vorne rechts, immer noch auf dem Corso Vittorio Emanuele, liegt das Gebäude der Kathedrale, San Lorenzo geweiht, erbaut im 17. Jh. auf einer bereits bestehenden Kirche aus dem 14. Jh. Das Innere besteht aus drei Schiffen, die durch Säulen getrennt werden; mit Grabmälern und einem Kruzifix, das einige dem Giacomo Lo Verde zuschreiben und andere Van Dyck. In der zweiten Kapelle links sieht man das Wappen der Stadt Genua, was bedeutet, daß dies die Kapelle der Genuesen war, die sich vorher in der Kirche San Francesco befand.
Ein Stückchen weiter vorne, durch die Via Giglio, erreicht man die Kirche del Purgatorio von 1683, die während des letzten Krieges beschädigt und anschließend restauriert wurde.
Die Fassade, ein Werk von Giovanni Biagio Amico von 1712, wird von Statuen geschmückt.
Ganz in der Nähe befindet sich die Kirche San Francesco di Assisi, wiederaufgebaut im 18. Jh., mit einem einzigen Schiff. Der Ursprungsbau stammt aus dem 13. Jh. Hier hatte die Nazione genovese ihren Sitz (Kapellen und Gräber).
Es ist interessant, auf der linken Seite des Querschiffs ein Grab der Armenier, die in Trapani wohnten, zu betrachten. Die Inschrift dieses Grabes wurde zweisprachig verfaßt: in armenisch und lateinisch. Unter den verschiedenen Gemälden aus dem 18. Jh. sieht man: Die Hlg. Clara mit Gespielinnen von Domenico La Bruna, einem Maler aus Trapani.
Die Via Corallai, Via Carolina und dem Largo delle Ninfe folgend, erreicht man den Turm von Ligny, ein mächtiges Quader-Bauwerk, errichtet 1671 vom Prinzen von Ligny.
Hier ist das Museum der Vor- und Frühgeschichte untergebracht, in dem interessantes Material aus ganz Sizilien untergebracht ist. (Bereichert mit einem erläuternden Paneel von Fotografien und Graphiken).
Von hier aus gelangt man zur Strandpromenade, Viale Regina Elena, und er- reicht den Hafen, wo sich auf zwei Inselchen das Lazaretto und der Colombaia- Turm, eine Befestigung, die im 14. Jh. erbaut und in den folgenden Jahrhunderten erweitert wurde, befinden.
Dann, hinter der Piazza Garibaldi und dem Heldendenkmal, erreicht man den Saturnbrunnen am gleichnamigen Platz.
Hier befindet sich die Kirche Sant'Agostino, heute Konzert- und Vortragssaal. Sie wurde im 14. Jh. erbaut und die im Laufe der Zeit durchgeführten Umbauarbeiten haben den Ursprungsbau, von dem nur noch die wunderschöne Fassade, charakterisiert durch ein Portal mit Spitzbogen und einer wunderschönen Rosette, übrig geblieben sind, sehr verändert.
In der Nähe, in der Kirche San Giacomo, 17. Jh., befindet sich die Bibliothek Fardelliana, gegründet 1830 von G. B. Fardella: sie ist mit wertvollen Volumen, Inkunabeln und Handschriften aus dem 14. und 15. Jh. reich bestückt.
Wenn man jetzt der Via San Pietro folgt, erreicht man die Kirche Santa Maria di Gesù, die im 16. Jh. zusammen mit dem dazugehörigen Kloster im Übergangsstil von der Gotik zur Renaissance erbaut wurde.
Im Innern mit drei Schiffen und polygonalen Apsiden, birgt sie die Madonna degli Angeli, eine glasierte Terrakotta, gemalt von Andrea della Robbia und einen Baldachin von Antonello Gagini 1521, sowie einige Gemälde aus dem 18. Jh. von einheimischen Künstlern.
Im ehemaligen Viertel der Juden in der Via Giudecca, befindet sich der Palazzo della Giudecca aus dem 16. Jh. im typischen Stil der katalanischen Gotik erbaut, mit Rustikaquaderwerk im Diamantschnitt sowie Spitzbogenportal.
Von hier aus zurückgekehrt zur Piazza Vittorio Emanuele, erblickt man die lange Verkehrsader Via Fardella, die sich an einer gewissen Stelle gabelt und wir somit der Via Conte Agostino Pepoli folgen, in der sich das Heiligtum dell'Annunziata, ein herrliches Bauwerk, befindet. Der Ursprungsbau stammt aus dem 14. Jh. und mit ihm die Fensterrose und ein Portal. Aus dem 16. Jh. stammt die Statue der Madonna und des Engels, der Kampanile wurde 1650 hinzugefügt.
Im Innern auf der linken Seite befindet sich die wunderschöne Kapelle der Seefahrer. Sie wurde im 16. Jh. erschaffen und mit Umbauarbeiten im 18. Jh. unter Leitung von Giovanni Biagio Amico neugestaltet.
Die Kapelle der Fischer, 15. Jh., beherbergt viele Votivgaben, die von Fischern, die wie durch ein Wunder der Gefahr eines Schiffbruchs entrinnen konnten, zum Zeichen des Danks gebracht wurden.
Bemerkenswert ist auch die Kapelle der Muttergottes hinter dem Hochaltar, zu der man durch zwei Marmorbogen des 16. Jhs. gelangt.
In einem großen Marmorbogen werden die Propheten und der Herrgott dargestellt, von Antonino und Giacomo Gagini in den Jahren 1531-97 geschaffen.
Auf dem Hauptaltar, verziert mit buntem Marmor unter einem Baldachin, steht die herrliche Statue der Jungfrau mit dem Kind, die die Madonna von Trapani darstellt und besonders von den Einwohnern Trapanis verehrt wird.
Es handelt sich hierbei um eine Marmorarbeit von Nino Pisano aus dem 15. Jh., die ein wahres Meisterwerk der Bildhauerei darstellt aufgrund des harmonischen Gleichgewichts der Formen und der innigen Sanftheit des Blickes.
Zu ihren Füßen liegt eine Stadtansicht von Trapani aus Silber.
Neben der Annunziata, in einem alten Klostergebäude, befindet sich heute das Regionalmuseum Pepoli.
Von der Villa Pepoli gelangt man hierhin.
Das Museum begann mit einer ersten Sammlung aus dem 19. Jh., die dann in folgender Zeit mit Schenkungen von Seite des Generals Fardella und des Grafen Sieri Pepoli erweitert wurden.
Das Museum umfaßt Exponate der Archäologie, der Bildhauerei, der Malerei und der Kleinkunst.
Das Erdgeschoß beherbergt in riesigen Räumen Werke der Bildhauerei aus der Schule Gaginis; in einem kleinen Saal werden Inschriften mit arabischen Schriftzeichen aufbewahrt.
Man gelangt über eine prächtige Treppe, geschmückt mit buntem Marmor, in den ersten Stock.
Hier befindet sich die Pinakothek, die unter anderen Werken auch ein Polyptychon Die Muttergottes mit dem Kind krönt die Hlg. Katharina zeigt; seitlich davon Heilige und in der Predella die Kreuzesabnahme, ein Werk des "Meisters des Polyptychons" von Trapani, Beginn des 15. Jhs.
Das Gemälde La Pietà ist ein Meisterwerk von Roberto di Oderisio von 1380, aufgrund der intensiven Ausdruckskraft der Gestalten und der Dramatik der Gesamtkomposition.
In den anderen Sälen sind Gemälde vom 15. bis zum 20. Jh. ausgestellt, unter denen sich besonders die der neapolitanischen und holländischen Schule hervorheben (Landschaften, Stilleben).
Von bedeutendem Wert ist auch das Gemälde von Tizian, 1530, welches den Hlg. Franziskus darstellt, der die Stigmata erhält.
Von besonderem Interesse sind die Korallenarbeiten: Schmucksachen, Kirchengeräte und die entzückenden Figuren einer Krippe in einem Glasreliquiar, die die artistische Qualität des Korallenkunsthandwerks von Trapani bezeugen.
Eine besondere Abteilung ist den Krippefiguren aus Leinen, Leim und Pappmache gewidmet, einige davon sind Kunstwerke von Matera und Tipa.
Nach Verlassen des Museums und wieder zurück in der Via Fardella, erreicht man am Ende der Straße wieder die Strandpromenade und hier verläßt man die Stadt, um das Salzmuseum zu besichtigen.
Trapani ist ja auch die Stadt der Salinen, die jetzt zum geschützten Gebiet erklärt wurden. Charakteristisch sind die altertümlichen Windmühlen.

 

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