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Randazzo

Die Stadt wurde in byzantinischer Zeit in einem Gebiet gegründet, das schon von den Sikulern bewohnt war. Sie erlangte bemerkenswerte Bedeutung im 13. und 14. Jh. Sie war die Basisfestung des Peter von Aragon während der sizilianischen Vesper. 1305 wurde sie von Friedrich II. von Aragon als Sommerresidenz auserwählt. Nach und nach bevölkerte sie sich mit griechischen, latinischen und lombardischen Emigranten, die bis ins 16. Jh. drei verschiedenen Dialekte sprachen (und bis 1916 drei verschiedene Kathedralen in drei unterschiedlichen Stadteilen hatten).
Eben am Ende des 16. Jhs., als die Adeligen Randazzo verließen, um in die fruchtbaren Ländereien der Ebene umzuziehen, begann der Zerfall der Stadt. Die Gründung der nahen Stadt Bronte tat ein Übriges. Deren Entstehung 1537, Werk Karls V., verlangsamte das Wachstum Randazzos und verursachte eine zeitweilige Depression, die einen Rückschritt und die Expansion des Ortes bis außerhalb der Mauern bewirkte.


Sehenswürdigkeiten
Ist es ratsam die Besichtigung einer Stadt mit deren Museum zu beginnen? Wahrscheinlich schon, wenn man zuerst ihre Ursprünge kennenlernen will, mittels der Fundstücke aus ihrem Territorium; und sicher dann, wenn das Museum vor dem historischen Ortseingang liegt. Das Museum Vagliasindi auf der Piazza Rabata erfüllt vollständig diese Funktion mit seinen vorgeschichtlichen, griechischen und byzantinischen Zeugnissen (vor allem Keramiken und Münzen).
Ist man an der Porta Aragonese des 13. Jhs., die die Wappen der Dynastie Aragon trägt und von der sie den Namen hat, vorbei, erreicht man die Piazza Basilica und die Kirche Santa Maria. Die Kathedrale wurde zu Beginn des 13. Jhs. erbaut und mehrmalig erneuert. Sie hat ein strenges Aussehen, das durch eine Krone von Hängebögen verfeinert wird. Die Fassade und der Glockenturm sind stilgetreue Erneuerungen des 19. Jhs. Seitlich links das wendige Portal ist wahrscheinlich aus dem 16. Jh.; rechts das prächtige gotisch-katalanische Portal mit Rundbögen stammt aus dem 15. Jh., auf seiner Lünette sieht man eine kleine marmorne Madonna aus der Schule Pisas.
Betrachten wir das Innere: drei Schiffe, die durch Säulen aus Lavastein unterteilt sind, die auf den originalen Plan zurückgehen; Querschiff und Kuppel sind Ergänzungen des 18. Jhs. vom Architekten Venanzio Marvuglia.
Die Bilder sind von verschiedenen Künstlern: vom Palermitaner Giuseppe Velasquez (die Heilige Familie, Himmelfahrt, Krönung der Jungfrau, Martyrium des Hlg. Andreas, Verkündigung - alle aus den ersten Jahren des 19. Jhs.); von dem Flamen Van Houbraken (Beweinung Christi, 17. Jh.); von Daniele Leone (Martyrium des Hlg. Sebastian, 1614); von Girolamo Alibrandi im rechten Schiff (Die Rettung Randazzos vor dem Vulkan nach Eingreifen der Jungfrau, 16. Jh.), das uns im Übrigen einen Eindruck der Stadt in jener Epoche vermittelt. Hinter dem Hauptaltar, der mit buntem Marmor und Einlegearbeiten geschmückt ist, finden wir ein byzantinisches Fresko, die Madonna auf dem Thron mit dem Kind, das nach der Restaurierung wieder in alter Pracht erstrahlt. Endlich besitzt auch der Kirchenschatz bemerkenswerte Silber- Gold und und Emailleobjekte.
Und nun, die Via degli Archi und die Via Umberto I. hinter uns lassend, befinden wir uns bei der Kirche San Nicola, die im 14. Jh. erbaut wurde und die größte Kirche Randazzos darstellt. In aragonischer Zeit war sie Sitz der Generalstände, unter den Lombarden schon Kathedrale. Ihre schöne Fassade stammt aus dem 17. Jh., ihr Glockenturm aus dem Folgenden. Von der Originalstruktur ist der hintere Teil geblieben, mit vieleckiger Apsis, die von rundumlaufenden Hängebögen und Zinnen geschmückt ist. Im Innern, das mächtige quadratische Säulen von 1605 aufweist, sind das spätgotische Taufbecken und eine vielfarbige Skulptur San Nicola in Cattedra, ein . Meisterwerk des Antonello Gagini, signiert und datiert 1523, mit Geschichten des Heiligen auf dem Sockel, zu sehen. In der Kirche gibt es noch andere Skulpturen der Gagini, Antonello und Giacomo, aus dem 16. Jh. Desweiteren bewahrt sie eine Jugendwerk, das Gemälde San Gregorio, des Lahmen von Gangi aus dem 17. Jh. Das Taufbecken von 1447 aus rotem Marmor ist ein robustes Werk des Angelo Riccio, eines Bildhauers aus Messina.
Der Kirchenschatz zeigt Werke von großem Wert: ein wunderbares Prozessionskreuz von 1498 von Michele Gambino und einen glänzenden Hostienkelch des 17. Jhs.
Die Statue vor der Kirche symbolisiert das alte Randazzo. Vor der Kirche San Nicola steht die Statue des Kyklopen Pyracomes (oder eines anderen Riesen oder Helden der Sikuler). Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs beschädigt und symbolisiert mit den drei sie umgebenden Tieren die drei ethnischen Gruppen von Randazzo und deren jeweilige Zivilisation: der Adler steht für die Latiner, die Schlange für die Griechen, der Löwe für die Lombarden und Piemontesen (im lokalen Dialekt hört man noch Töne der verschiedenen Originalsprachen).
Durchläuft man die Via Duca degli Abruzzi, gelangt man zur Kirche San Martino, die zwischen dem 13. und 14. Jh. erbaut wurde. In der Folge wurde sie weitläufig umgestaltet. Ihr Fassade ist typisch für das 17. Jh., der Fries zeigt Marmorkacheln mit Heiligenfiguren des 12. Jhs. Der Glockenturm ist aus dem 14. Jh., sehr elegant wegen der einbogigen Fenster, der zweifarbigen Ausschmückung mit Lava- und Kalksteinen sowie der Drillingsfenster im dritten Geschoß des Turms.
Das Innere, im typischen Renaissancestil, besteht aus drei Schiffen, die durch Säulen toskanischer Ordnung unterteilt sind. Man findet Werke der Gagini, z.B. die Gnadenreiche Madonna, von Vincenzo Gagini.
Unter den Gemälden ist ein Polyptychon, das Antonello De Saliba zugeschrieben wird.
In den bis jetzt durchlaufenen Straßen sowie in den Seitenstraßen befinden sich bemerkenswerte Palazzi hinsichtlich Geschichte oder Schönheit: der Palazzo Lanza hinter der Kirche Santa Maria am Eingang zur Via Umberto I., der Palazzo Scala (von dem das Portal und zwei Zwillingsfenster übriggeblieben sind), der von allen Herren Siziliens bewohnt war, von den Normannen bis zu Karl V. Der Palazzo Finocchiaro von 1509 in der Via Duca degli Abruzzi steht vor der Kirche San Nicola.
Das Städtische Naturwissenschaftliche Museum wurde 1983 in der Via Baccaria 2 eröffnet. Es ist mit zwei attraktiven Sammlungen ausgestattet: der ornithologischen Priolo und der naturwissenschaftlichen Lino.

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