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Siracusa

Zu der in einer herrlichen Lage an der Ostküste gelegenen Stadt Syrakus gehört auch die Ortygia- Insel, auf der die meisten Zeugnisse ihrer glorreichen Vergangenheit zu sehen sind. Ortygia ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, auf dem sich die moderne Stadt befindet.
Nach dem Historiker Thukydides (5. Jh. v. Chr.) wurde Syrakus 734-733 v. Chr. von einer Gruppe korinthischer Kolonisten unter der Führung des Archiaston Irakleidon gegründet und erhielt den Namen durch das in der Nähe gelegene Sumpfgebiet Syraka.
Bald wurde Syrakus eine der mächtigsten Städte Siziliens. Ihre zwischen dem 7. und 6. Jh. eingeleitete Expansionspolitik führte zu der Gründung der Kolonien Akrai 663 v. Chr., Kasmenai 643 v. Chr. und Kamarina 598 v. Chr. (siehe Stichworte), die alle bei der Verteidung des griechischen Herrschaftsgebiets eine außerordentlich wichtige Rolle spielen sollten.
Am Anfang lag alle Macht in den Händen der Gamoren (aristokratische Grundbesitzer), doch ging sie am Anfang des 5. Jhs. v. Chr. an demokratische Organe über.
Während des 5. Jhs. Vor Christi kamen die Aristokraten wieder an die Macht, der Beginn der Tyrannis der Deinomeniden von Gela leitete die starke Expansion der Stadt ein, die sich so an die Spitze der Griechen Großgriechenlands stellt und zusammen mit ihren Verbündeten, vor allem Akragas, die im Kampf gegen die Karthager die entscheidende Rolle spielte, so daß diese bei der berühmten Schlacht von Himera im Jahre 480 v .Chr. besiegt werden konnten.
In der zweiten Phase des Peleponnesischen Krieges bereitete Athen, das schon lange die wirtschaftliche und militärische Machtausdehnung Syrakus' mit Argwohn betrachtete, eine große Kriegsexpedition mit einer gut ausgestatteten Flotte gegen den Feind vor, was zu den von 415 bis 413 v. Chr. dauernden, schweren Kämpfen führte, bei denen die Athener unter Führung von Nikias Lamachos und Alkibiades schließlich geschlagen werden konnten.
Die entscheidende Schlacht, bei der Syrakus den Sieg über Athen erlangte fand an den Ufern des in der Nähe von Elorus gelegenen Asinaro statt. Eine entscheidende Rolle spielte hierbei die demokratische Gruppe, die sich auch an die Spitze der Stadt stellte. Doch die Karthager griffen erneut an, zerstörten Selinunt und zwangen Syrakus zur Aufgabe.
Als Dionysios I. an die Macht kam, starteten die Karthager wieder einen Angriff, der jedoch wegen des Ausbruchs der Pest nicht durchgeführt werden konnte.
In den folgenden Jahren flammten die Kampfhandlungen ständig wieder auf, bis 392 ein Friedensvertrag abgeschlossen wurde: Dionysios erhielt die Alleinherrschaft über die sikulischen Städte, die vormals unabhängig waren; Karthago hatte die Vormachtsstellung in Ostsizilien. Dies war die Zeit, in der Syrakus zu einer der bedeutendsten Städte des Abendlandes wurde und seinen Einflußbereich bis nach Süd- und Mittelitalien ausdehnte.
Als Dionysios starb. folgte ihm sein Sohn Dionysios II. auf den Thron. Innere Auseinandersetzungen flammten erneut auf, und die Syrakusaner baten das Mutterland Korinth um militärische Unterstützung im Kampf gegen den Tyrannen. das 344 v. Chr.
Streitkräfte unter der Führung von Timoleon nach Sizilien schickte, dem es gelang, das Heer Dionysios' zu besiegen und Frieden zu schließen. 339 v. Chr. schaffte es Timoleon, einen weiteren karthagischen Angriff abzuwehren. die Karthager wurden beim Fluß Crimiso vernichtend geschlagen.
Nun konnte Timoleon endlich Ordnung im innerlich zerrissenen Sizilien schaffen. das Land wieder bewirtschaften und die Macht der Griechen konsolidieren, wobei er eine gemäßigte Politik verfolgte.
Nach Timoleons Tod kam der Führer der radikalen demokratischen Partei Agathokles an die Macht, dem es nach und nach gelang, die Oligarchen auszuschalten und eine neue Tyrannis zu errichten, so daß er sich 307 während einer kriegerischen Auseinandersetzung mit den Karthagern zum König krönen ließ. Ein Jahr später machte er sich zum Herrscher der ganzen Insel, nachdem er den Krieg gegen die Karthager gewonnen hatte.
Nach seinem durch den Giftbecher hervorgerufenen Tod, gelang es Hieron II. nochmals eine fast fünfzig Jahre andauernde Tyrannenherrschaft zu errichten (von 269 bis 215 v. Chr.).
In dieser Zeit stiegen die Römer zur Großmacht auf und versuchten, das unabhängige Syrakus ihrem Herrschaftsbereich anzuschließen, so daß Hieron, der sich der Überlegenheit der Gegner durchaus bewußt war, sich mit ihnen verbündete und Syrakus aus den Wirren des Ersten Punischen Krieges heraushalten konnte.
Sein Sohn und Nachfolger Hieronymos dagegen verbündete sich mit den Karthagern und leitete dadurch die entscheidenden Schritte ein, Syrakus dem Römischen Imperium einzugliedern. Nachdem die Römer 213 v. Chr. Syrakus geplündert hatten, wurde die Stadt der Provinz Sizilien angegliedert, wenn die Römer ihr auch weiterhin die Rolle der Hauptstadt zuerkannten.
Nach dem Niedergang Roms teilte Syrakus das Schicksal des restlichen Sizilien und wurde von den Vandalen, den Goten und den Byzantinern besetzt, bis es schließlich 878 in die Hände der Muselmanen fiel.
Zur Zeit der Normannen und der Staufer mußte Syrakus zwar an Palermo die Rolle der Hauptstadt abtreten, doch es war weiterhin von großer Bedeutung und kam durch verschiedene städtebauliche Maßnahmen wieder zu früherer Pracht und Blüte.
Das Maniace-Kastell ist ein glänzendes Beispiel für die Architektur zur Zeit der Herrschaft Friedrichs und außerdem das Symbol für die militärische Macht Friedrichs II. und für die zentrale Rolle, die dieser Herrscher dem Staat zugewiesen hatte.
Unter der Herrschaft des Hauses Aragon wurde Syrakus die Hauptstadt eines großen Gebietes, zu dem neun Gemeinden gehörten. In dieser Zeit entstanden elegante Fürstenpaläste, Kirchen und Klöster, unter anderen auch das Santa Lucia-, San Benedetto- und Annunziatakloster.
Zur Zeit der spanischen Herrschart begründeten die nach Syrakus gekommenen geistlichen Orden, vor allem Jesuiten und Karmeliter, erneut tiefgreifende Veränderungen des Stadtbildes, das nun nach den Prinzipien des Barock gestaltet wurde, der jedoch in Syrakus besondere Eigenheiten aufweist. Hauptsächlich wegen der ständig bestehenden Bedrohung durch die Türken wurden die mächtigen, die Stadt umgebenden Bastionen errichtet.
Nach dem Erdbeben von 1693 wurde Syrakus teilweise wiederaufgebaut, die Arbeiten dauerten das ganze 18. Jh. fort.
Zwischen dem 18. und 19. Jh. fanden wieder tiefgreifende architektonische und kulturelle Veränderungen statt; zahlreiche Bauten der geistlichen Orden wurden beschlagnahmt und für öffentliche Zwecke benutzt.
Diese Tendenz verstärkte sich nach dem Anschluß Siziliens an Italien, als beschlossen wurde, die alte Stadtmauer niederzureißen und Syrakus sich so ins Land hinein ausweiten konnte. So entstanden die neuen Stadtviertel, die den Schnitt zwischen der antiken und der modernen Stadt ganz deutlich erkennen lassen.
Heute versucht man, diese Fehler durch eine schrittweise Restaurierung der alten Bauten wieder gutzumachen, so daß die wichtigsten Zeugnisse für die Geschichte dieser Stadt auch der Nachwelt erhalten bleiben können.

Sehenswürdigkeiten
Es empfiehlt sich, mit dem Besuch Syrakus' bei der Insel Ortygia, dem Kern der antiken Stadt, zu beginnen.
Wenn man über die Brücke kommt, die Ortygia mit dem Festland verbindet, sieht man zuerst den Apollon geweihten Tempel, was durch eine auf einer Treppenstufe angebrachte Inschrift bewiesen wird.
Von dem 1930 bis 1940 ausgegrabenen Tempel sind zwei auf der Südseite befindliche Säulen mit einem Teil des Epistyls (Hauptbalken) und Stücke der östlichen Säulen erhalten; ursprünglich hatte er wie auch die anderen archaischen Tempel sechs Säulen auf der kurzen und siebzehn auf der langen Seite, die Cella war durch Säulen in Schiffe unterteilt, es gab kein Opisthodomos (Raum hinter der Cella), und die Wände waren mit polychromen Mosaikverzierungen überzogen, von denen einige Bruckstücke im archäologischen Museum zu sehen sind. In der byzantinischen Zeit war der Apollon- Tempel eine christliche Kirche, unter der Herrschaft der Araber eine Moschee.
Wenn man weiter in Richtung Süden geht, kommt man an der San Paolo-Kirche aus dem 18. Jh. vorbei und stößt auf den heutigen Corso Matteotti.
Wenn man diesen entlanggeht, läuft man an dem Cireco-Palast, dem Sitz des Nationalen Instituts für das Antike Drama und der aus dem 14. Th. stammenden, im 18. Th. wieder aufgebauten San Cristororo-Kirche vorbei, bis der Corso Matteotti in den im 19.Jh. angelegten Archimedes-Platz mündet, an dem die zwei Hauptstraßen der Stadt (Via Maestranza und Via Roma) zusanunentreffen und der das Zentrum von Ortygia ist. An dem Platz, in dessen Mitte sich der Artemis- Brunnen befindet, stehen künstlerisch wertvolle Gebäude, wie der Uhrenpalast, der Sitz der Banca d'ltalia, der aus dem 16. Jh. stammende Lanza Buccheri-Palast und der 1928 erbaute, an der Nordseite des Platzes befindliche Bau der Banco di Sicilia.
Von dem Platz erreicht man über die Via Montalto den Mergulese-Montalto-Palast, dessen schöne und breite Fassade mit einem Spitzbogenportal und einer Ädikula, an der sich eine lateinische Inschrift mit dem Baujahr, 1397, befindet, vollständig erhalten ist.
Wenn man weiter durch die Via Roma geht, kommt man zur Concezione-Kirche, die im 17. Jh. auf einem vorher bestehenden Bauwerk aus dem 14. Jh. errichtet wurde. Im Inneren der Kirche sollte man sich den Holzchor aus dem 18.Jh., die Fresken des Gewölbes, die die Herrlichkeit Marias darstellen und drei interessante Gemälde von Onofrio Gabrielli, die Gottesmutter des Briefes, das Blutbad der Unschuldigen und das Martyrium der Heiligen Luzia, unbedingt angesehen haben. Zu der Kirche gehört das im 14. Jh. errichtete Benediktinerkloster, das seit Ende des letzten Jahrhunderts Sitz der Präfektur ist. Anschließend kommt man zu der Piazza Duomo. Hier sind zu Anfang des Jahrhunderts und 1963 durchgeführten
Ausgrabungsarbeiten Funde aus vorgriechischer und frühgriechischer Zeit gemacht worden, außerdem hat man die Überreste eines großen antiken ionischen Tempels vom 6. Th. v. Chr. gefunden.
Im 5.Jh. v. Chr. wurde der große Athene-Tempel errichtet. Es handelt sich hierbei um ein dorisches Gebäude, an dessen kurzer Seite 6 und an dessen langer Seite 14 Säulen stehen; er ruht auf einer hohen Basis mit drei Stufen. Vor der Cella befand sich ein Pronaos, hinter ihr ein Opisthodomos, beide in antis.
Bereits im 7. Jh. n. Chr. wurde der Athene- Tempel (seine Säulen kann man von der Via Minerva aus sehen) in eine christliche Kirche verwandelt, die dann von dem Bischof Zosimos zur Kathedrale Madonna del Pilière erhoben wurde. Zur Zeit der Normannenherrschaft wurde das Mittelschiff aufgestockt und die Apsiden mit Mosaiken verziert.
Die von dem Architekten Andrea Palma 1725 bis 1753 völlig restaurierte Fassade hat zwei übereinander angeordnete Reihen von korinthischen Säulen. Die Heiligenstatuen sind von Ignazio Marabitti. Am Eingang des dreischiffigen Inneren -die Decke des Mittelschiffes hat ein hölzernes Gebälk -sind zwei Weihwasserbecken aus dem 19. Th. und an der gegenüberliegenden Seite zwei 1926 in romanischem Stil angefertigte Ambonen (erhöhtes Lesepult).
Am Eingang und in den Schiffen sieht man noch die Säulen des Athene-Tempels.
Im rechten Seitenschiff sind drei Kapellen: in der ersten ist ein wertvolles Taufbecken aus Marmor aus dem 12./13. Jh., es ist mit bronzenen Löwen verziert; in der Santa Lucia-Kapelle aus dem 18. Jh. steht eine wertvolle Silberstatue der Heiligen aus dem 16. Jh; auf einer mit herrlichen Basreliefs verzierten Truhe.
Die dritte und letzte Kapelle, die Sakramentskapelle, ist mit Kalkstein ausgekleidet und in ihrem Gewölbe sind Fresken, auf denen Szenen aus dem Alten Testament dargestellt sind. Über dem Marmoraltar mit der Darstellung des Letzten Abendmahls ein Baldachin von Luigi Vanvitelli. Am Ende des Schiffes ist ein kleiner Raum, in dem wertvolle Gemälde von Giuseppe Crestadoro zu sehen sind. An der Stelle, wo sich einst die rechte Apsis befand, wurde im 18. Jh. die Gekreuzigten- Kapelle errichtet.
Die Ausstattung dieser Kapelle gehört heute zum Kirchenschatz. An sie schließt sich das Presbyterium an, das 1659 erheblich verändet wurde, als man den Barockaltar errichtete, weitere tiefgreifende Veränderungen wurden nach dem Erdbeben von 1693 vorgenommen, als man den Chor vervollständigte und die große Kuppel fertigstellte.
In der verbliebenen Apsis steht eine Statue der Madonna della Neve aus dem Jahre 1512 von Antonello Gagini. Entlang dieses Schiffes stehen mehrere Heiligenstatuen von den Gagini selbst und aus ihrer Schule.
Der sich an die Südseite des Domes anschließende Erzbischöfliche Palast wurde am Anfang des 17. Jhs. in graziler und großzügiger Form errichtet. Sein heutiges Aussehen haben wir jedoch den im 18. Jh. vorgenommenen Restaurierungsarbeiten und den Anbauten aus dem letzten Jahrhundert zu verdanken.
Hier ist die wichtige Alagoniana-Bibliothek untergebracht, die am Ende des 18. Jhs. gegründet wurde.
Am Anfang der Via Minerva steht der Vernlexio-Palast, in dem heute das Rathaus seinen Sitz hat.
Der Palast hat bei dem Erdbeben von 1693 keine bemerkenswerten Beschädigungen erlitten, so daß er im unteren Teil in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. Hier hat man dann auch die Uberreste eines ionischen Tempels aus dem 5. Th. v. Chr. entdeckt. Im ErdgeschoB wurde ein Saal angelegt, in dem die Geschichte des Ortes und die Phasen , und Ergebnisse der Ausgrabungsarbeiten erläutert werden.
An dem Platz stehen außerdem der Interlandi-Palast und der teilweise in der s Via Landolina befindliche Francica Nava-Palast, von dessen ursprünglicher, aus dem 16. Jh. stammender Form, einige Elemente erhalten geblieben sind.
In der Nähe erhebt sich der mächtige Beneventano del Bosco-Palast mit einem schönen mittelalterlichen Innenhof, r der leider zwischen 1779 und 1788 ziemlich verändert worden ist.
An der Südseite des Platzes steht die Santa Lucia alla Badia-Kirche, die nach , 1693 als elegante Barockkirche wieder aufgebaut worden ist.
Das einschiffige Innere ist mit Stuck, Fresken und Marmorverzierungen vollständig überzogen.
Wenn man die Piazza Duomo durch die Via Picherali verläßt, kommt man zu der kleinen Piazzetta San Rocco, deren Aussehen durch den aus dem 15. Jh. I stammenden Migliaccio-Palast mit seinen wunderschönen Lavasteinintarsien bestimmt wird.
An diesem Platz ist ein terrassenartiger Aussichtspunkt, von dem man das herrliche Panorama bewundern kann.
Hier ist auch die berühmte von Papyrusstauden umgebene Aretusa-Quelle, von der einiges berichtet wird: die Nymphe Arethusa soll von Artemis in eine Quelle verwandelt worden sein, weil sie Alpheios nicht habe heiraten wollen, doch der habe sich ebenfalls in einen Fluß verwandelt und sein Wasser mit dem ihrigen vereint.
Von der Arethusa-Quelle kommt man über die Promenade und die ansteigende Via del Collegio zu der Kirche des Collegio dei Gesuiti. Sie ist majestätisch und reich geschmückt, ganz wie es dem Geschmack der barocken Bauweise entspricht. Bemerkenswert sind die Kantorien ihres Chores und die Marmorverkleidung des Hauptaltars mit einer Frontverkleidung aus Silber.
Von hier aus überquert man die Via Cavour und sofort hinter der Via Santa Maria dei Miracoli steht die gleichnamige Kirche aus dem 13. Jh.
Hinter der am Meer entlangfuhrenden Promenade liegt der Große Hafen, der bereits in der Antike außerordentlich wichtig für den Handel der Stadt war.
An der Spitze der Ortygia-Insel steht das Maniace-Kastell, ein herrliches Beispiel für die Architektur Kaiser Friedrichs. Das Bauwerk wirkt solide und kräftig, es hat einen viereckigen Grundriß und vier runde Ecktürme. Das Eingangsportal ist wunderschön, es hat einen Spitzbogen und ist mit buntem Marmor geschmückt. Auf der Spitze des Bogens ist das spanische Wappen angebracht. Die ursprüngliche Struktur des Inneren ist teilweise erhalten geblieben.
Von hier aus geht man die Strandpromenade von Ortygia entlang bis zu der im 18. Jh. errichteten Kirche dello Spirito Santo.
Man verläßt die Promenade und geht durch die Via Capodieci bis zur San Benedetto-Kirche, die im 16. Jh. erbaut und deren Inneres nach dem Erdbeben von 1693 völlig umgestaltet wurde. Interessant ist das beim Hauptaltar befindliche Gemälde des syrakusanischen Malers Mario Minniti, auf dem der Tod des Heiligen Benedikt dargestellt ist.
Im ehemaligen Benediktinerkloster ist heute die Regionalgalerie untergebracht. Der gesamte Komplex besteht aus dem Parisio-Palast aus dem 14. Jh. und dem etwas größeren Bellomo-Palast aus dem 13. Jh., von dem die Galerie ihren Namen erhalten hat.
In den Sälen des Erdgeschosses sind die Skulpturen ausgestellt. Sehenswert sind die im Saal 3 befindliche Wandnische von Francesco Laurana, die Gottesmutter mit Kind und die Madonna del Cardillo von Domenico Gagini. In Saal 4 sind zwei Reisewagen aus dem 18. Jh. Im ersten Stock, wo verschiedene Gemälde ausgestellt sind, kann man auch die Verkündigung von Antonello da Messina und das Begräbnis der Heiligen Luzia von Caravaggio bewundem. Es gibt außerdem heilige Paramente, Silber (unter anderem ein herrliches Reliquiar der Heiligen Ursula aus dem 18. Jh.), Krippen, sizilianische und muselmanische Keramik.
Wenn man den Bellomo-Palast wieder verläßt, geht man die Via Roma bis zur Kreuzung Via Maestranza entlang: etwa auf der Hälfte steht die San Francesco-Kirche, die eine besondere konvexe Fassade hat.
Die Kirche stammt aus dem 14. Jh., aus dieser Zeit ist jedoch lediglich das Portal erhalten geblieben. Vom 15. bis 18. Jh. wurde sie verschiedene Male umgebaut und verändert. Die Stuckverzierung des Inneren und die Deckenfresken sind aus dem späten 18. Jh.
Wenn man die Via Maestranza entlanggeht, kommt man an mehreren bemerkenswerten Palästen vorbei: an dem Bufardeci-Palast, dem Zappata-Gargallo-Palast (ursprünglich aus dem 15. Jh., dann den Kriterien des Barock entsprechend verändert), dem Bonanno- und Impellizzeri-Palast, deren Fassaden reich verziert und geschmückt sind.
Man verläßt Ortygia, um auf die entgegengesetzte Seite der Stadt zu gelangen, wo sich die modernen Viertel, aber auch die bedeutensten Zeugnisse aus der griechischen Epoche befinden.
An dieser Stelle sollte man aber vielleicht zuerst einmal die Stadt von oben betrachten.
Wenn man die Hänge der Epipole, einem weitläufigen Plateau, von dem aus man die ganze Stadt überblicken kann, hochsteigt, kommt man zum Euryalus- Schloß, das sich an der höchsten Stelle befindet. Es wurde von Dionysios dem Älteren zwischen dem Ende des 5. und zu Anfang des 4. Jhs. v. Chr. errichtet und ist eines der interessantesten.
Beispiele für antike Verteidigungsanlagen; seine ungeschützte Westseite ist von drei tiefen Gräben umgeben; es gibt mehrere Geheimgänge und enge Stollen, durch die sich die bewaffneten Krieger schnell und heimlich bewegen und ihren Standort verändern konnten, ohne vom Feind gesehen zu werden, um ihn dann überraschend anzugreifen.
Vom Kastell aus kann man eine Weile entlang der Stadtmauern laufen, die die Stadt umgaben, und kommt dann zu der griechischen Treppe, dem sogenannten Hexpylon, dem antiken Ortseingang.
Man steigt nun durch die Via Necropoli Grotticelli von der Epipole herab und gelangt zur Viale Rizzo, die am Neapolis-Park entlang verläuft, wo sich die interessantesten Bauwerke des griechisch-romischen Syrakus' befinden.
Hier kann man nun das römische Amphitheater, ein grandioses Bauwerk aus dem 1. Jh. v. Chr. (verschiedene Experten sind der Ansicht, es stamme aus dem 3./4. Jh. n. Chr.) besichtigen. Es hat einen elliptischen Grundriß mit einem äußeren Portikus. Das Theater kann durch den Süd- und den Nordeingang betreten werden. Die Arena ist von einem hohen Podium umgeben, dahinter befindet sich ein überdachter Korridor. Von dem aus gehen die für die Zuschauer vorgesehenen Stufen ab. In der Mitte der Arena ist ein großes unterirdisches Gewölbe, das der Lagerraum des Amphitheaters war.
Anschließend kommt man zum Altar Hierons, einem 198 m langen Monumentalaltar, den Hieron II. errichten ließ, um hier die öffentlichen Tieropferungen durchzuführen. Gegenüber dem Hieron-Altar befinden sich das griechische Theater und die Latomien.
Das Theater ist eines der schönsten seiner Art, es spielte für das kulturelle Leben der Stadt eine bedeutsame Rolle. Verschiedene Quellen geben an, daß es in Syrakus seit der Mitte des 5. Jhs. ein Theater gegeben haben soll.
Die Anlage, die wir heute sehen können, stammt aus der Zeit der Herrschaft Hierons II., das heißt aus dem 3./2. Jh.v. Chr. Der Zuschauerraum ist einer der größten der griechischen Welt: 67 aus Stufen bestehende Zuschauerreihen sind durch 8 Treppen in neun Sektoren unterteilt. In der römischen Epoche wurde das Theater erheblich umgebaut und dem Idealtyp des für Spiele und Wettkämpfe vorgesehenen römischen Theaters angeglichen.
Das Theater ist auch heute noch in Betrieb: alle zwei Jahre finden hier Aufführungen klassischer Dramen statt, zu denen immer zahlreiche Zuschauer kommen, da die Umgebung und die besondere Atmosphäre nicht aus der heutigen Zeit zu sein scheinen.
In der Nähe des Theaters sind die Latomien. Es handelt sich hierbei um große Steinbrüche, aus denen die Sklaven das Baumaterial für die antiken Bauten herausbrachen. Sie gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Syrakus.
Thukydides ist der Ansicht, daß sie auch als Gefängnisse dienten. Das wird von Cicero bestätigt, der außerdem ihre Tiefe und Herrlichkeit hochpries.
Westlich des Theaters ist die größte Latomie, die Latomia del Paradiso, die an einigen Stellen 45 m tief ist.
Die bekannteste Latomie ist allerdings das Ohr des Dionysios mit einem spitzen Gewölbe.
Der Name wurde ihr von Caravaggio gegeben, der sie im Jahre 1586 besichtigte und die Legende entstehen ließ, daß der Tyrann Dionysios die hervorragende Akustik ausnutzte und die Gespräche der Gefangenen belauschte.
In der Nähe liegt die Cordari-Grotte, die Seiler-Grotte, die diesen Namen trägt, weil hier lange Zeit die Seiler ihre Seile drehten. Von hier aus kommt man zu der Salnitro-Grotte und der Intagliatella-Latomie, dann unter einem in den Felsen gehauenen Bogen hindurch zu der Venus-Latomie, die kleiner als die vorher beschriebenen, aber wegen der üppigen Vegation besonders schön ist.
Interessant ist auch ein Besuch der nahegelegenen Grotticelli-Nekropole mit griechischen, hellenistischen und römischen Gräbern. Hier ist auch das sogenannte Archimedes-Grab, das zu Unrecht für die Grabstätte des großen syrakusanischen Wissenschaftlers gehalten wurde.
Wenn man nun den Neapolis-Park verläßt, die Viale Augusto und die Viale Teocrito überquert hat, erreicht man die in der Normannenzeit errichtete San Giovanni- Kirche, die bei dem Erdbeben von 1693 zerstört und anschließend teilweise wieder aufgebaut wurde.
Über eine Treppe kommt man zu der San Marciano-Krypta.
Rechts von der Kirche sind die San Giovanni Katakomben aus dem 4. Jh. n. Chr. mit den für sie typischen verwinkelten und verschlungenen Tunneln und Stollen, in denen sich Tausende von Gräbern und gelegentlich Fresken und christliche Symbole befinden.
An der Viale Teocrito erstreckt sich auch der Park der Villa Lanolina, in der das Archäologische Museum untergebracht ist.
Es trägt den Namen Paolo Orsis, eines großen Archäologen, der lange Jahre in Syrakus tätig war. Die sternförmige Anlage erstreckt sich über 9000m2.
Die drei Sektoren A, B, und C bieten dem Besucher drei verschiedene Rundgänge, dem Leuchtkarten, Lehrmittel und Karten zur Verfügung stehen, so daß er die ausgestellten Gegenstände auch in ihrem historisch-kulturellen Zusammenhang betrachten und verstehen und somit ihren Wert erfassen kann.
Der Sektor A ist der Vor- und Frühgeschichte gewidmet. Zu den Funden aus der Bronzezeit gehören die aus der mittleren Bronzezeit, 15. bis 13. Jh. v. Chr., der Thapsos-Kultur, für die die gräulich gefärbte Keramik mit eingeritzten Verzierungen typisch ist. Zur späten Bronzezeit, 13. bis 11. Jh. v. Chr., gehören die aus Caltagirone, Cassibile und Pantalica stammenden Funde. Letztere war eine der fortgeschrittensten Kulturen in der Zeit von 1270 und 650 v. Chr ., die handwerklichen Erzeugnisse sind von erstaunlicher Machart wie zum Beispiel die rotglänzenden Keramiken und die fein gearbeiteten Metallgegenstände, Schmuck, Spiegel, Fibeln.
Der Sektor B ist der Zeit der griechischen Kolonisierung gewidmet. Hier sind die Materialien aus Megara Hyblea und Syrakus. Von den aus Megara stammenden Funden ist eine Kourotrophos, eine Göttin, die ihre Zwillinge säugt, ganz besonders sehenswert. Sie stammt aus dem 6. Jh. v. Chr. und ist aus bemaltem Kalkstein angefertigt. Schön ist auch ein Grabmal, auf dem der Name des Verstorbenen eingraviert ist (der Arzt Sambrotidas, Sohn des Mandrokles).
Im Raum, in dem die Funde aus Syrakus ausgestellt sind, kann man als erstes die Statue der Venus Andyomene, eine römische Kopie des hellenistischen Originals aus dem 2. Jh. v. Chr ., bewundem.
Hier befinden sich auch aus Ortygia stammenden Materialien prähistorischer Zeit.
Durch eine außergewöhnlich gelungene Anordnung der Gefäße, bekommt man einen klaren Überblick über die kontinuierliche Besiedelung des Ortes. Die interessanteste Statue ist die aufrechte männliche Figur, der drapierte Kouros aus dem 5. Jh.
Besonders interessant sind außerdem die beim Demeter-Tempel gefundenen Ex voto; eine große, schwarzlackierte Vase mit einer der Artemis gewidmeten Inschrift; Grabbeigaben, die aus den großen syrakusanischen Nekropolen stammen, die archaischen kugelförmigen Ariballoi (altgriechische Vasen), das berühmte stilisierte Bronzepferdchen aus dem 8. Jh. v. Chr., zahlreiche korinthische und protokorinthische Vasen.
Es folgen nun die den großen Tempeln gewidmeten Räume: der für die Architekturfragmente des Apollon- Tempels, des ionischen Tempels und des Athenaion mit einigen Keramiken, die sein Äußeres schmückten, Modelle dieses und zwei weiterer Tempel.
Die aus den außerhalb der Stadt befindlichen Heiligtümern stammenden Funde geben uns wichtige Hinweise über das Verhältnis von Syrakus zu seinem Umland.
Der Sektor C ist den Funden aus den zu Syrakus gehörenden Kolonien (Akrai, Kasmenai und Kamarina) und aus Elorus (siehe) sowie den anderen hellenisierten Orten Ostsiziliens gewidmet.
Der letzte Teil des Sektors umfaßt die Materialien aus Gela und Agrigent. Aus Kasmenai stammt unter anderem ein aus Kalkstein angefertigtes Hochrelief, auf dem eine Kore mit einer Taube dargestellt ist (570 bis 560 v. Chr.).
Aus Kamarina kommt ein großes tönernes Tempel-Akroterion (Zierglied, 5. Th. v. Chr.).
Aus Gela stammen bemerkenswerte Terrakotten, die zur Verkleidung der Tempel dienten, zahlreiche Keramiken und eine interessante, von Polignoto gezeichnete Pelike (Vorratsgefäß) aus den Jahren 440 bis 430 v. Chr.
Die Ausstellung endet mit interessanten Gegenständen aus Agrigent, die Keramiken und kleinere Terrakottafiguren umfassen.
In der Viale Teocrito, neben dem Archäologischen Museum, befindet sich das Papyrus-Museum, 1989 eröffnet. In den drei Sälen ist, mit wissenschaftlicher Akribie angelegt, eine Dokumentation der Papyruspflanze zu sehen: ihre Verarbeitung und wie sie? benutzt wurde, seit den Zeiten des alten Ägypten bis zum antiken Syrakus.
Wenn man das Museum verläßt und in die Via Von Platen geht, kommt man an der Katakombe Vigna Cassia und Santa Maria di Gesù vorbei, die nicht für Besucher geöffnet ist.
Wenn man dann die Bassa Acradina hinuntergeht, stößt man auf die Kapuzinerkirche aus dem 17. Jh., wo sich ein dem neapolitanischen Maler Mattia Preti zugeschriebenes, die Gottesmutter mit der Heiligen Agathe und der Heiligen Luzia darstellendes Gemälde befindet.
Hier ist auch die Latomie der Kapuziner, mit ihrer reichen und schönen Pflanzenpracht.
Wenn man nun fast bis ans Ende der Via Teocrito geht, dann rechts in die Via Monte Grappa einbiegt, erreicht man die Piazza Santa Lucia, wo sich die Santa Lucia-Kirche, die Begräbniskapelle und die Katakomben befinden.

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