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Enna

Enna ist auf herrliche Weise von seiner Umgebung abgetrennt: es ist die höchste Provinzhauptstadt Italiens, die sich in einer schönen und einzigartigen Lage befindet.
Archäologische Funde beweisen, daß die Gegend bereits in prähistorischer Zeit bewohnt war.
Anschließend lebte hier die sizilianische Urbevölkerung, zuerst die Sikaner und dann die Sikuler.
Vom 7. Jh. v. Chr. an begann die griechische Kultur hier Fuß zu fassen.
Dies geschah durch die Vermittlung von Gela, so daß im 5. Jh. v. Chr. Enna beretts vollständig hellenisiert war. Im 4.Jh. v.Chr. wurde die Stadt von Dionysios und anschließend von Agathokles, beides Tyrannen von Syrakus, erobert.
Während des ersten Punischen Krieges wurde Enna zuerst von den Karthagern und dann von den Römern (258 v. Chr.) besetzt, die es zum libero municipio erklärten.
Im Jahre 139 v. Chr. fand in Enna der erste Sklavenaufstand unter römischer Herrschaft statt, er wurde vom Sklaven Euno angeführt.
Am Ende der römischen Epoche fiel Enna in die Hände der Byzantiner, und diese machten die Stadt zum stärksten Punkt ihres Verteidigungssystems, da ihre strategische Lage, einmalig günstig war.
Aus diesem Grunde gelang es den Arabern erst im Jahre 859, durch die Mithilfe eines Verräters, die Stadt zu erobern.
In dieser Zeit wurde ihr ursprünglicher Name in Castrogiovanni umgeändert, diese Bezeichnung behielt sie bis 1927 bei. Die Zeit der muselmanischen Herrschaft war besonders positiv für die Stadt.
Auch unter der folgenden Normannenherrschaft (1087) konnte Enna den hohen Lebensstandard beibehalten. Graf Roger stationierte hier eine Garnison und baute die Befestigungen weiter aus.
Zur Zeit der Herrschaft des Hauses Aragon wurden Enna besondere Privilegien zugestanden. Hier erhielt Friedrich II. von Aragon den Titel König von Trinacria (1314), und hier berief er 1324 das erste Parlament ein.
Zeugnisse aus dieser Zeit sind das Lombardia-Kastell und der sogenannte Friedrich-Turm.
In der Neuzeit war Castrogiovanni in alle sizilianischen Geschehnisse verwickelt und 1926 wurde es Provinzhauptstadt.

Sehenswürdigkeiten
Die Altstadt breitet sich entlang der Achse Via Roma - Via Lombardia aus, wo sich das Lombardia-Kastell befindet, ein guterhaltenes Beispiel für Militärarchitektur: es handelt sich um eine mächtige Festung, die seit dem Mittelalter eine wichtige Rolle als zentraler Verteidigungspunkt der Insel innehatte. Der Name leitet sich vermutlich von einer Gruppe Lombarden her, die hier in normannischer Zeit stationiert waren.
Das Kastell wurde von dem Staufer Friedrich II. erbaut und unter Friedrich II. von Aragon umgebaut, der hier den Königstitel erhielt und hier auch das erste sizilianische Parlament einberief.
Es hat einen unregelmäßigen, den Gegebenheiten des Bodens angepaßten Grundriß und war ursprünglich rundherum mit 20 Türmen bewehrt, von denen noch sechs erhalten sind.
Das Innere besteht aus drei aneinandergrenzenden und miteinander verbundenen Höfen (San Nicola, Maddalena und San Martino genannt), in deren drittem sich der Treppenaufgang zum "Pisanischen Turm" befindet. Er ist der höchste und auch massivste des Kastells und bezieht seinen Namen wahrscheinlich von einigen im Gefolge der Normannen hergekommenen Pisanern.
Geht man nun auf die Via Roma zurück, so gelangt man gleich zur Kirche San Francesco di Paola aus dem 16. Jh. und zur Piazza, wo das Gefallenendenkmal aus dem Jahre 1928 von Ernesto Basile steht.
Weiter die Via Roma entlang gehend, erreicht man den Dom, erbaut im Jahre 1307 von der Königin Eleonora, der Gattin Friedrichs von Aragon. Die prächtige, typisch barocke Fassade aus gelblichem Tuffstein wurde nach einem Brand (1446) wiederaufgebaut und wird von dem mächtigen Glockenturm mit seinen plastischen Ornamenten beherrscht.
Auf der rechten Seite befindet sich ein Portal aus dem 16.Jh., auf dessen Giebelfeld ein marmornes Basrelief den heiligen Martin und den Armen zeigt.
In der Außenseite des rechten Flügels des Querschiffes ist noch ein Portal (14.Jh.) eingelassen, das noch zu dem ursprünglichen Bau gehörte; sein Innenbogen weist die typische Rauten-Verzierung auf. Die Apsiden bewahren noch ihr ursprüngliches Aussehen.
Das weitläufige Innere des Domes hat drei auf massiven Säulen ruhende Schiffe. Die üppigen Stuckornamente stammen aus der Zeit zwischen Cinquecento und Seicento.
Die ersten beiden Säulenkapitelle aus dem Jahre 1560 sind ein Werk Gian Domenico Gaginis, die hölzerne Kassettendecke aus dem 16.Jh. stammt von Scipione di Guido.
Zwischen den letzten beiden Säulen der Mittelapsis stehen sich zwei schöne hölzerne Kantorien aus dem 16. Jh. gegenüber; neben dem rechten befindet sich eine sehr fein gearbeitete Marmorkanzel aus dem Settecento, ein Werk von Giovanni Gallina aus Nicosia.
Unter den Gemälden befinden sich eine Kreuzigung auf Holz aus dem 13. Jh. sowie eine Leinwand von Wilhelm Borremans, die dem Konstantin erscheinenden Heiligen Petrus und Paulus darstellt.
Bemerkenswert sind auch die Gemälde im Presbyterium von Filippo Paladini aus dem Jahre 1613: eine Darstellung Jesu, die Unbefleckte Empfängnis, Darstellung Mariens, und die Heimsuchung Mariä.
Der Apsisbereich ist mit Stuckarbeiten und Malereien ausgestaltet, und in der Apsiskuppel befindet sich eine plastische Stuckdekoration: die Krönung der Jungfrau.
Die Kapelle der rechten Seitenapsis heißt auch "die Kapelle der Heimsuchung Mariä", da sich über ihrem Altar ein Bild dieses Themas von Paladini befindet.
Hinter dem Dom steht das Alessi-Museum, das den Domschatz beherbergt: er enthält sehr wertvolle Devotionalien, Monstran-zen und Gegenstände aus Email und Edelsteinen, darunter die herrliche Goldkrone der Jungfrau.
Im nahen Palazzo Varisano aus dem 15. Jh. befindet sich das kürzlich eingerichtete Archäologische Regionalmuseum, wo in fünf Sälen Materialien aus der Umgegend nach modernsten museumstechnischen Gesichtspunkten ausgestellt sind (Karten, Schautafeln, Erläuterungen).
Im 1. Saal sind Funde aus der Umgebung von der Kupferzeit bis zum 6.Jh.
Im 2. Saal die zu Enna gehörenden Funde aus prähistorischer Zeit, der Klassik und dem Mittelalter.
Im 3. Saal wird die historisch-archäologische Lage des Pergusa-Sees erläutert und die in seiner Gegend gemachten Funde ausgestellt.
Im 4. Saal sind die im Stadtgebiet gemachten Funde und der Grabschmuck der Nekropolen zu sehen.
Im 5. Saal ist ebenfalls aus den Nekropolen stammender Grabschmuck zu sehen.
Geht man die Via Roma weiter hinunter, so gelangt man zum Palazzo Pollicarini auf der Piazza Colajanni, vor dem das von Ettore Ximenez geschaffene Denkmal für Nicola Colajanni steht daher auch der Name des Platzes. Hier befindet sich auch die Santa-Clara-Kirche aus dem 17.Jh. mit ihrer ausladenden Fassade, deren zwei Ordnungen durch ein vorspringendes Sims unterbrochen und von flachen Lisenen durchzogen sind.
Ein wenig weiter, auf der Piazza Coppola, erhebt sich die Kirche San Giuseppe; sie ist schmal und massiv wie ein Festungsturm. An der Ecke Via Candrilli sieht man noch den Glockenturm der zerstörten Kirche San Giovanni aus dem 15.Jh.
Auf der Piazza Umberto I. sodann steht das klassizistische Rathaus mit seinem Säulengang.
Hier befindet sich auch das Garibaldi-Theater. Wenn man weitergeht, kommt man zur Piazza Crispi, wo sich der Brunnen der geraubten Proserpina befindet, und dann zur Piazza Vittorio Emanuele, wo die Kirche des HI. Franz von Assisi steht.
Sie stammt aus dem 14. Jh., weist aber viele Umbauten in barockem Stil auf; ihr quadratischer Glockenturm aus dem 13. Jh. Ist aus massivem Stein.
Das einschiffige Innere enthält ein wertvolles bemaltes Kreuz aus dem 15. Jh. sowie ein Gemälde der HI. Drei Könige, auch aus dem 15. Jh.
Die Fresken im Presbyterium stammen von G. B. Bruno, aus dem 17. Jh.
Ganz in der Nähe liegt die Piazzetta di San Cataldo mit der gleichnamigen Kirche, die im 18. Jh. auf den Überresten einer älteren Kultstätte erbaut wurde und ein bemaltes Kreuz aus dem Quattrocento enthält, sowie zwei Marmorfiguren, die Domenico Gagini zugeschrieben werden: die Ikone und das Taufbecken.
Auf die Via Roma blicken auch die Kirche Anime Sante aus dem 17. Jh. und die San Tommaso-Kirche, die noch einen massiven Glockenturm aus dem 13. Jh. mit drei Ordnungen hat.
Die in der Nähe auf der gleichnamigen Piazza gelegene Carmine-Kirche weist einen schönen Glockenturm aus dem 15. Jh. auf.
Die Via Roma endet am Stadtpark, in dem sich der Friedrichsturm erhebt; er wird von manchen Friedrich II. von Hohenstaufen zugeschrieben, von anderen Friedrich von Aragon.
Sein Aussehen - achteckiger Grundriß und massiv befestigte Form - verweist jedoch eher auf die Stauferzeit. Im Innern sind noch zwei Säle mit Schirmgewölbe-Decken erhalten.
Wenn man Enna in Richtung Süden verläßt, gelangt man zum Pergusa-See, wo sich auch ein kleines Dorf aus dem Jahre 1936 befindet. Der vielleicht durch Absinken entstandene See ist unter naturkundlichem Gesichtpunkt wegen seiner Flora und Fauna außerordentlich interessant. Seit einiger Zeit leidet er unter der Umweltverschmutzung und dem allgemeinen Wassermangel. Heute ist er ein Naturschutzgebiet. Die Sage berichtet, daß hier Persephone von dem verliebten Pluto entfuhrt wurde, wäherend sie mit ihren Gefährtinnen spazieren ging.
Bei kürzlich durchgeführten Ausgrabungen im nahen Cozzo Matrice hat man Überreste einer aus der Bronzezeit stammenden Siedlung und eines aus dem 8.-6. Jh. v. Chr. stammenden, hellenisierten Dorfes von Urbewohnern der Insel gefunden.

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