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Procida

Procida liegt in Kampanien in Süditalien. Sie ist die kleinste Insel im Golf von Neapel, von dem sie 13 Km entfernt ist und bildet zusammen mit Vivara und Ischia die flegräischen Inseln.

Die Landschaft
Procida liegt an der Mündung des Golfs zwischen Miseno und Ischia und hat eine Größe von 4 Quadratkilometern. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und weist Spuren alter Krater auf, die noch an den halbmondförmigen Golfen erkennbar sind. Obwohl die Insel flach und felsig ist (sie besteht aus grauem Tuffstein), hat sie eine reiche Vegetation.

Eine Szene aus Giovanni Boccaccios “Il Decamerone” ist hier angesiedelt und erzählt von der Liebe zwischen Gian aus Procida und der jungen Restituta. Ebenso berühmt ist auch das Buch“L’isola di Arturo”, das die Schriftstellerin Elsa Morante im Jahr 1957 schrieb und dessen Titel dem Literaturpreis von Procida, der hier jedes Jahr ausgeschrieben wird, seinen Namen verlieh. Alfhonse de Lamartine schrieb hier seinen Roman “Graziella”. Außerdem wurden auf der Insel Teile der Filme “Il Postino” mit Massimo Troisi und Philippe Noiret (Regie von Michael Radford)und “Der talentierte Mr. Ripley”(von Anthony Minghella) mit Matt Damon und Gwyneth Paltrow gedreht.

Sehenswertes
“Aneinanderliegende, hohe Häuser, in allen Farbskalen, eng und hoch aufgeschlossen mit engen Bögen in der Mitte, als würden sie mit den Augen winken.Und an einem kräftigen und intensiven, fast wilden Grün, so stark sind die Ranken: Es sind die Reben und Zitronen Dies ist der erste Eindruck, den man von Procida erhält und der die ganze Insel umfasst, denn sie ist klein, aber stark verzweigt, genau wie die Kraken, die sich im Meer rund um die Insel tümmeln”.
Die Worte des Kunsthistorikers Cesare Brandi resümieren in wenigen Worten die Seele der Insel, die ihrer “großen Schwester” Ischia in nichts nachsteht.
Als erstes fallen einem wohl die grellen Farben der Fischerhäuser ins Auge, die es den Seeleuten ermöglichte, ihr Haus schon von weitem von den anderen zu unterscheiden. Procida wurde im Mittelalter des öfteren von sarazenischen Piraten überfallen, was die Wachtürme (von denen der Turm aus dem 16. Jh. in der Lokalität Rotonda am besten erhalten ist) erklärt und warum die Bevölkerung auf das besser zu verteidigende Kap von Terra Murata “umgezogen” ist. Hier wurden ein Teil der Häuser und Gräben in den Tuffstein gegraben. Marina Grande ist der Handelshafen der Insel. Jeden Nachmittag kann man hier frisch gefangenen Fisch direkt vom Fischer kaufen.
Charakterisch ist der Palazzo Montefusco aus dem 12. Jhd. mit seinen Zinnen. Am Strand wurden Höhlen in den Tuffstein gehauen, um Platz für ankommende Schiffe zu haben – heute werden sie als Lagerräume genutzt. Ein Gittertor führt zur Scuola Caracciolo, dem ältesten nautischen Institut Europas. Auf der Piazza Sent’cò (Sancio Catolico) steht die Kirche Santa Maria della Pietà von 1616, in der alle wichtigen religiösen Feste gefeiert werden. Von hier aus erreicht man die höchste Erhebung der Insel, die Terra Murata mit ihren 91m (der Name entstammt den mittelalterlichen Befestigungen) Das antike Herz von Procida besteht aus einem Gewirr von Gassen und überdachten Durchlässen. Sehenswert ist auch der von Kardinal Innico d’Avalos von Aragonien errichtete Königspalast von 1563 und die Abtei San Michele, aus dem 16 Jhd., die immer wieder von den Sarazenen geplündert und zerstört wurde. Die Legende berichtet von einem Wunder: San Michele, der Schutzpatron von Procida, erschien den Sarazenen, die daraufhin flohen und einen Anker zurückließen. Dieser Anker kann heute noch in der Abtei bewundert werden.
In der Via Borgo gibt es einen Aussichtspunkt von wo aus man den Golf von Neapel überblicken kann. Von Terra Murata aus steigt man über Freitreppen, von denen die des Pennino die meist fotografierte ist, nach Callìa hinunter und gelangt nach Corricella (das kommt aus dem Griechischen und bedeutet schönes Viertel), einem Fischerdorf mit typisch bunten Häusern in gelb, rosa, blau, grün und weiß. Hier gibt es auch einige der bekanntesten Hotels und Restaurants der Insel, auch wenn der Ort Chiaiolella über den schönsten Strand verfügt und die mondänste Ortschaft am Meer ist. Noch einen letzten Besuch in den Giardini di Elsa, den Obstgärten, in denen die Autorin Elsa Morante ihren Roman “L’Isola di Arturo” verfasst hat und wo sich heute der Literatenpark befindet, der der Schriftstellerin gewidmet ist.
Procida besass schon immer eine starke religiöse Vokation, die auch heute noch durch die vielen Kirchen und Prozessionen zum Ausdruck kommt. Zuletzt muss man noch der kleinen Insel Vivara, die durch eine Brücke mit Procida verbunden ist, einen Besuch abstatten.

Was man absolut nicht versäumen sollte
Procida ist weniger touristisch geprägt als Ischia oder Capri und bietet dennoch viele Unterhaltungsmöglichkeiten: Diese reichen vom Meer (trotz dem kleinen Ausmaß hat Procida sechs, teils sehr gut ausgestattete Strände) über die architektonischen und kunsthistorischen Schätze bis zur Natur und der Archäologie (hier kann man herrlich nach Schiffwracks tauchen). Der wahre Geist der Insel manifestiert sich jedoch in der religiösen Tradition. Die Karwoche mit ihren Feiern und Prozessionen ist die wichtigste Zeit auf Procida. Vom Palmsonntag bis Ostern finden zahlreiche Prozessionen, Ausstellungen der Statue des Christus und Pilgerungen zu den Gräbern statt. Im Sommer wird die volkstümliche Sagra del Mare gefeiert, an der jedes Jahr „Graziella“ erwählt wird, ein Mädchen, welches die Insel Procida symbolisiert. Im September wird außerdem der Literaturpreis, der der Autorin Elsa Morante gewidmet ist, verliehen. Zu jeder Jahreszeit hingegen, lohnt sich ein Bootsausflug rund um die Insel.

Die Küche
Die Zitrone spielt eine wichtige Rolle in Procida, denn sie ist hier größer und süßer als anderswo. Außer dem typischen Zitronenlikör, dem Limoncello, werden auch die Crema al Limone (ein Likör mit Zitrone und Milch), die Lingue di Suocera (ein zartes, mit Zitronencreme gefülltes Gebäck), die Granita (zerstossenes Eis mit Zitrone), die Babà (Bisquitgebäck) mit Limoncello und eine weitere besondere Spezialität zubereitet: Ein Zitronensalat, der ausgezeichnet zu frischem Fisch passt und der mit Öl, Knoblauch, Chilipfeffer, Minze und Petersilie angemacht wird. Eine weitere Köstlichkeit sind rohe, im Zitronensaft marinierte Sardellen. Zu den Gemüsegenüssen gehören Artischocken, Zucchini, Paprika (die grünen Schoten), Kürbis und Auberginen, die auf Parmenser Art re mulignane zubereitet werden (Auberginen, frische Mozzarella, Tomaten und Basilikum). Besonders frisch wird hier der Fisch verzehrt, zu diesem zählt man Sardellen, Thunfisch, Krake, Tintenfische un Kalmaren. Besonders lecker sind die Cicarelle ,(Squilla Mantis), die mit Tomaten, Öl, Knoblauch und Chilipfeffer zubereitet werden. Eine besondere Leckerei ist das Kaninchen nach Jägerart, das aus dem 18 Jh. stammt, als die bourbonischen Könige auf die Insel kamen, um hier Kaninchen zu jagen. Zu allen Gerichten passen die regionalen Weine: Falanghina und Aglianico.
Informationen und praktische Hinweise

Täglich fahren Autofähren und Tragflächenboote nach Neapel und Pozzuoli (auch zur Insel Ischia). Die Fahrzeit beträgt zwischen 30 und 55 Minuten. Jeden Tag außer sonntags gibt es eine Verbindung nach Capri

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