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Waale - Waalwege

Das Vinschgau gilt als trockenes Gebiet mit einem Jahresdurchschnitt an Niederschlägen von nur 500 Millimetern (wie Sizilien). Um Landwirtschaft zu betreiben waren die Bauern gezwungen im Laufe der Jahrhunderte Bewässerungskanäle anzulegen, mit denen das Gletscher-Schmelzwasser in niedrigere Lagen geleitet werden konnte. Die ersten urkundlichen Erwähnungen von „aqueductus irrigande“ gehen schon auf das 12. Jahrhundert zurück, aber die Rechte und Gewohnheitsrechte liegen viel weiter zurück.

Auf den Südhängen des Vinschgaus, dem sogenannten Sonnenberg, gibt es die größte Anzahl von Waalen. Der Begriff ist wahrscheinlich vom lateinischen Wort „aquale“ oder aus dem keltischen Wort „buol“ abgeleitet. 1939 wurde eine Zählung der wichtigsten Waale im Vinschgau vorgenommen: es gab deren 225 mit einer Länge von insgesamt 600 Kilometer.

Heute hat man viele dieser Waale durch Beregnungsanlagen ersetzt, aber einige erfüllen immer noch die Aufgabe als „Wasseradern“. Sie sind weithin sichtbar,weil sie als dünne, grüne, fast horizontal verlaufende Linien im Landschaftsbild erscheinen.

Andere dienen als Touristen-Attraktionen, da die Pfade für die Instandhaltung entlang der Waale gleichzeitig angenehme Wanderwege darstellen. Am meisten Besucher lockt der Waal vom Schnalstal bis zu den Feldern von Kastelbell, mit einer gesamten Länge von zehn Kilometern an.

Weiters gibt es über Schluderns den Leitenwaal und einige andere in der Nähe von Schlanders. Ein extremes Bauwerk und deswegen vielleicht auch nicht mehr in Betrieb, ist der Waal, den man bei dieser Wanderung sieht. Das Wasser wurde auf dem entgegengesetzten Hang auf 2695 Metern Höhe gefasst und durch unwegsames Gelände bis zu den Latscher Almen geleitet.

Ein beeindruckendes Bauwerk, das zudem nie perfekt funktioniert hat.Aber man kann daraus ersehen, wie wichtig und wertvoll Wasser für die Landwirtschaft war. Und gerade weil dieses Element so rar und wertvoll war, hielt man es in Ehren ohne es zu verschwenden. Heute wird die Bedeutung des natürlichen und lebensnotwendigen Wassers vielfach unterschätzt, obwohl die Vorkommen durch Bevölkerungswachstum und unsere achtlose Konsumgesellschaft immer seltener und knapper werden.

Waale - WaalwegeWaalwege im Vinschgau.
Der ost-west ausgerichtete Vinschgau ist außerordentlich sonnig und umringt von hohen Gebirgsketten: im Süden die Ortlergruppe, im Norden die Ötztaler Alpen und im Westen die Sesvennagruppe, die das Tal vor Wind und Wetter schützen.

Die vergletscherten Berggipfel welche den Vinschgau umrahmen sind geprägt von ausgedehnten Gletschern und Schneehängen, von Gebirgsseen, die von jährlichen Niederschlägen über 3000 mm gespeist werden.

Im Talboden zwischen Kastelbell und Mals hingegen ist das Klima sehr trocken, mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von durchschnittlich nur 500 mm.

Um das kostbare Nass von den Gebirgsbächen gleichmäßig auf die Talsole zu verteilen wurden bereits im frühen Mittelalter Bewässerungskanäle am Fuße der Vinschger Berge angelegt.

Gleichzeitig wurde das „Wasserrecht“ bereits sehr früh brieflich festgehalten und war in der Vergangenheit auch Grund von heftigen Auseinandersetzungen. Zu dieser Zeit entstand der „offizielle“ Beruf des Waalers eine beauftragte Person die Tag und Nacht den Wasserfluss beobachten musste und auch das verbriefte Recht des Wasserrechtes kontrollieren musste.

Die Waalwege haben auch in der heutigen Zeit immer noch die Aufgabe die Talsohle mit ausreichend Wasser zu versorgen.

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