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Turin und die Tradition der Schokolade

Turin hat eine lange und spannende Geschichte, die weit über ihren jetzigen Ruf als Italiens Industriestadt hinweg geht.

Die Rolle der Schokolade in der Geschichte Turins

Über mehrere Jahrhunderte war Turin Sitz eines der einflussreichsten Königreiche auf dem italienischen Stiefel, das der Savoyen. Im 19. Jahrhundert war Turin der Mittelpunkt der Geburtsbewegung für das moderne Italien, dem Risorgimento. Durch die so erreichte Einigung Italiens 1861 wurde Turin sogar kurzzeitig Hauptstadt des Königreiches Italien!

Doch nicht nur politisch hat Turin einiges vorzuweisen. Auch kulinarisch weist Turin überraschende Köstlichkeiten auf. Für viele Italiener ist Turin die Stadt der Schokolade. Denn hier hat die Schokolade eine lange Tradition. 1560 brachte Emanuele Filiberto – der heute als Statue auf der Piazza San Carlo verewigt ist – die Schokolade nach Turin, und begründete so die lebhafte Schokoladenkultur Turins. Zu dieser Zeit war Schokolade noch ein echtes Unikat in Europa, denn erst 32 Jahre früher, 1528, brachte Hernan Cortes den ersten Kakao nach Europa. Der reine Kakao war jedoch ungenießbar, und so musste erst mit Honig und Rohrzucker experimentiert werden, um die Schokolade zu einem Genuss werden zu lassen. Und Turin spielte bei dieser Entwicklung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Durch ein königliches Dekret wurde die Schokoladenherstellung 1678 für mehrere Produzenten genehmigt. Das war im Italien der damaligen Zeit ein wahres Unikum!

Die Schokolade in Turin heute

Um sich von der großen Tradition der Schokolade in Turin überzeugen zu lassen, bietet die Stadt Turin für 12 Euro einen ChocoPass für zehn Kostproben in zwei Tagen an. Dabei werden sie sicherlich auch auf die typische Schokoladenvariation Turins treffen: Tourinot, in Silberpapier eingewickelte Pralinen in Form eines Schiffes. Ursprünglich waren sie komplett aus Schokolade, doch nachdem während des italienischen Unabhängigkeitskrieges Kakao zur Mangelware wurde, entschloss man sich kurzerhand den Kakao mit gemahlenen Haselnüssen aus der Region zu ersetzen. Diese Improvisation gibt dem Tourinot auch heute noch seinen unverwechselbaren Geschmack, und macht es so zu einem Liebling der Turiner. Eine weitere Turiner Schokoladenspezialität ist der Bicerin. Dieses Getränk besteht aus einer Schicht Schokolade, einer Schicht Kaffee und einer Schicht Schlagsahne. Am besten sollte man einen Bicerin in dem gleichnamigen Café testen, in dem das Bicerin erfunden wurde. In diesem 250 Jahre alten Café können sie die Turiner Kaffeehauskultur förmlich atmen!

Die Schokoladenmesse

Von Tradition zeugt auch die jährliche Messe „Cioccolatò“. Die rund 80 besten Schokoladenmacher des Landes, aber auch von außerhalb, zeigen hier den Besuchern (jährlich einer knappen Million) ihr Können, und verkaufen über 50.000 Kilo Schokolade in Form von Pralinen, Schokoladentafeln oder Kunstfiguren aus Schokolade.

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