Unzugänglich und abweisend erscheint die Ostküste der Halbinsel Salento in Apulien. Dabei haben unterirdische Flüsse über Jahrtausende hinweg ein unterirdische Höhlen ausgegraben, unter ihnen auch die Grotta Zinzulusa. Sie wird gemeinhin als eine der schönsten und von einem biologischen Standpunkt gesehen als interessanteste Grotte Süditaliens betrachtet. Schon der Eingang zur Grotte ist spektakulär: weiße, steil zum Wasser abfallende Felswände und ein in schönstem türkis glitzerndes Meer bilden ein unvergleichliches Szenario. Dann eröffnet sich ein ca. 160 Meter langer Gang ins Höhleninnere bis hin zur so genannten Cripta, auch Duomo genannt. Hier sind die Wände bis zu 25 Meter hoch, und ähneln so in der Tat einem Dom! Hier waren bis in die 40er Jahre Fledermäuse beheimatet, die den Boden mit einer dicken Schicht von Exkrementen bezogen, dem so genannten Guano. So erklären sich auch die Schriften an den Wänden der Grotta Zinzulusa: denn die Arbeiter die das als Dünger begehrte Guano abbauten hinterließen hier ihre Handschrift.
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