Die
Basilikata.
Die einzige Region in Italien, mit zwei Namen –
auch wenn Basilikata doch die Offizielle Bezeichnung
ist -, ist ein Land, in dem die Geschichte von Natur
und Mensch wichtige Spuren hinterlassen haben. In der
Antike wurde es Lukanien genannt: sei es wegen seiner
Wälder (lateinisch lucus) wegen der Bevölkerung
– der Liky (ein antikes ’Volk aus Anatolien’)
oder weil es ein Land wat, in das ein Kriegervolk eingefallen
war – angezogen vom Licht der Sonne (antik luc).
Der Name Basilikata taucht zum ersten Mal in einer Urkunde
aus dem Jahr 1175 auf und leitet sich wahrscheinlich
von Basilikos ab, einem byzantinischen Verwalter.
Die Basilikata, deren Einwohner auch heute noch
vorziehen, eher Lukaner als Basilikater oder Basilikateser
genannt zu werden, war lange Zeit ein Landstrich,
auf dem sich alle großen Probleme des italienischen
Südens zu konzentrieren schienen. Von zwei Meeren
umschlossen, dem ionischen im Südosten und dem
tyrrhenischen im Südwesten, bergig im Innern
mit über 2000 m hohen Gipfeln, hügelig im
Osten und auf einem kurzen Stück flach im Südosten
- das ist die Basilikata, die jedem die Möglichkeit
bietet, ihre vielen Reize zu entdecken: die landschaftliche
Schönheit, die Prähistorie und die Geschichte,
die Tradition mit vielen Anklängen an die Vorfahren
des Menschen und die einfache und unverfälschte
Küche eines typisch mediterranen Marktes.
Die Basilikata wird von jedem, der aus Neugier hierher
kommt, geliebt; ja von jedem, der sich mit dem Gedanken
trägt, den Reiz des Reisens wiederzuentdecken
und den Straßen folgen möchte, die von
den Gebirgskämmen oder Hügeln den Blick
auf außerordentliche und ungewöhnlichen
Landschaften öffnen; und schließlich von
dem, der zu Städten mit reicher Geschichte und
sauberen Küstenorte mit weiten Sandstränden
fahren will, wo die Griechen im 8. Jahrhundert v.
Chr. landeten. Die Basilikata steht für Kontraste
und Harmonie: als eifersüchtige Wächterin
der eigenen Identität hat sie die typisch ländlichen
Kennzeichen bewahrt und - als Gegensatz - ragen auch
postmoderne Gebäude oder Brücken, die die
Gesetze der Schwerkraft herausfordern, wie etwa in
Potenza, auf.
Als ein vom traditionellen Tourismus bislang wenig
frequentiertes Ziel, ist sie noch eher gemütlich
und hat eine Menge zu bieten: Gesundheit in den Ther-malorten
von Rapolla, den Thermen von Ala und Latronico, den
Thermen La Calda; Natur im Nationalpark von Pollino,
im regionalen Naturpark von Gallipoli Cognato und
den lukanischen Dolomiten sowie im archäologisch-naturgeschichtlichen
Park von Murgia bzw. den Felskirchen des Materano;
Geschichte in den Museen von Potenza, Matera, Melfi,
Venosa, Metapon-to, Policoro, Castel Lagopesole, Irsina;
Kultur und Tradition mit Volksfesten und wichtigen
Bildhauerausstellungen in Matera und zur Kunst in
Maratea; Gastronomie in den zahlreichen Restaurants
in Familienleitung als Herzstück der lukanischen
Küche und Gastlichkeit; das Baden im sauberen
Wasser von Maratea und Metaponto, Pisticci, Scanzano,
Jonico, Policoro, Rontodella und Nova Siri. Eine Fahrt
durch die Basili-kata: das ist Abenteuer, Endeckungsreise
in die Vergangenheit und der Kontakt mit Natur und
gastfreundlichen Menschen zugleich.