Mit über 8.000 Kilometern Küste bietet Italien jede erdenkliche Möglichkeit für sportliche Aktivitäten im und am Wasser. Italien segelnd zu umfahren umschiffen oder die vielen kleinen Inseln des Tyrrhenischen Meeres bzw. der Adria zu entdecken, ist mindestens ebenso aufregend und aufregend wie Meeresböden, Grotten und Buchten auf der Suche nach den versteckten Schätzen der Natur zu erforschen.
Das Mittelmeer wartet mit bunten Riffen, unerkundeten Untiefen, geheimnisvollen Höhlen, Relikten und Fundstücken seiner Vergangenheit auf, die das „Mare Nostrum“ bis heute gut gehütet hat. Mit einer Taucherausrüstung lässt sich auch die Unterwasserwelt hervorragend erkunden. Ob Junge und Junggebliebene – jeder, der an den wunderschönen weitläufigen Stränden Italiens Spaß und Spiel genießen möchte, kann sich im Beachvolleyball und Strandfußball üben oder bei entsprechendem Wind mit dem Surfbrett über die Wellen reiten.
Beim America’s Cup im Jahr 2000 begeisterte die Luna Rossa ganz Italien. Heute ist Segeln der meistpraktizierte Wassersport der Italiener. Da alle Regionen Mittel- und Süditaliens (mit Ausnahme Umbriens) am Meer liegen, sind Segeltrips überall möglich. Im ligurischen Meer vor der Küste der Cinque Terre zu kreuzen ist eine Faszination, der kaum ein Segler widerstehen kann. Die Adriaküste lädt die mit wohl bekannteste Lagune der Welt zum Entdecken ein. Im kristallklaren Wasser der Äolischen Inseln, der Tremiti-Inseln, bei Tropea in Kalabrien oder am Gargano in Apulien kann man vom Land unzugängliche, einzigartige Buchten anlaufen. In Kampanien verlockt die Punta Campanella mit ihrem Meeresreservat am äußersten Zipfel der sorrentinischen Halbinsel unweit von Capri zu unvergesslichen Erkundungstouren. Doch auch Norditalien ist bei Seglern überaus beliebt: Dank zahlreicher Seen und gut ausgestatteter Segelschulen kann man hier ab dem Frühjahr täglich wunderbar trainieren.
Die Reize des Tauchsports sind phantastische Unterwasserwelten, üppige Vegetation hunderte Meter unter dem Meeresspiegel und die tausende verschiedene Farben des Meeres. Angesichts der zahlreichen Tauchspots überall entlang der italienischen Küsten hat man eigentlich immer die Qual. In Ligurien gilt der Felsen von Portofino mit seinen roten Korallen, Gorgonien und Wracks aus verschiedenen Epochen als beliebter Taucherplatz. Auf Elba verspricht ein Tauchgang zu den „Formiche della Zanca“ unvergessliche Momente: Die charakteristischen, zum Teil aus dem Wasser ragenden Felsen zeichnen sich durch ihre mannigfaltige Unterwasserfauna aus. In der Region Latium hingegen wartet der Pontino-Archipel mit zahlreichen Tauchplätzen auf. Noch weiter im Süden folgen Spots dicht an dicht: Von den schwarzen Korallen der Faraglioni-Felsen von Capri im Golf von Neapel bis zur bezaubernden Insel Ustica mit ihrem Naturreservat unter Wasser, das zum Schutz einer weltweit einzigartigen Fauna und Flora ins Leben gerufen wurde.
Der Sommerspaß der jungen Italiener schlechthin: Ob Wellenreiten, Windsurfen oder Kiten – das Feeling, übers Wasser zu gleiten, ist einfach genial. Besonders beliebt bei allen Wind- und Wellenfans sind die modernen Seebäder an der Adria, wo man stets das neueste Equipment bekommt. Zwar sind wir hier nicht in Kalifornien, doch im Sommer erlauben die Bedingungen oft gewagte Manöver zwischen Himmel und Wasser. In den letzten Jahren hat sich das Kitesurfen immer stärker durchgesetzt und entwickelt sich zusehends weiter. In Levanto (Ligurien) gibt es bis zu vier Meter hohe Wellen. Die beste Zeit zum Surfen ist dort der September oder aber auch der Frühling, der häufig böigen Wind bringt. Weitere beliebte Surfspots sind die Versilia in der Toskana und der Gargano in Apulien. Auf den Inseln sollte man die Wellen am Capo Mannu in Sardinien nicht versäumen.
Das direkt von den brasilianischen Stränden der Copacabana importierte Beach Soccer hat in Italien eine derartige Verbreitung erfahren, dass es mittlerweile eine Liga und offizielle nationale Meisterschaften gibt, die von Nord nach Süd überall im Land ausgetragen werden. Insbesondere an den weitläufigen Stränden der Riviera Romagnola hat der „Sommerfußball“ mittlerweile Tausende Fans, die mit Begeisterung am Ball sind. Zwischen Rückziehern, aus der Luft genommenen Pässen und unvorhersehbaren Spielzügen ist Sand der unbestrittene Hauptakteur beim Beach Soccer, was mitunter zwar lästig, aber von einem spektakulären Spiel nicht wegzudenken ist.
Beachvolleyball, seit einigen Jahren auch olympische Disziplin, ist ein unglaublich abwechslungsreicher Funsport. An den topausgestatteten Stränden des italienischen Stiefels, von der Riviera Romagnola zur Versilia, vom Gargano bis zur tyrrhenischen Küste, baggern und pritschen Jungs und Mädels, was das Zeug hält, zudem finden zahlreiche Amateur- und Profiturniere statt. Angesichts der Vielzahl und Attraktivität der italienischen Strände meinte die Beachvolley-Legende Sinjin Smith: „Mit all den Stränden und einer der besten Schulen der Welt hat Italien im Beachvolley eine große Zukunft“.