Gardasee.
Der Gardasee ist ein Paradies für Segler und
Windsurfer, für Gleitschirmflieger und Mountainbikefahrer,
doch bietet er auch landschaftlich interessante
Flecken und historisch-kulturelle Attraktionen.
Lieblich ist die Landschaft anzuschauen,
von warmen Blau- und Grüntönen beherrscht.
Die Orte entlang des Ostufers des Gardasees erscheinen
von einer beinahe melancholischen und träumerischen
Atmosphäre umfangen. Kleine Schreine, die zahlreiche
architektonische und künstlerische Schätze
bewahren.
Eine Landschaft, die nach grünen Olivenbäumen
und gelben Zitronen duftet. Im Hintergrund, eine
ganz andere Vegetation. Die Vegetation des Monte
Baldo und des Lessinia-Gebiets, mit ihren Panoramen,
die Antikes ausströmen. Romantische und eindrucksvolle
Szenarien, Buchten, kleine Häfen und gepflasterte
Straßen, die Dichter und Schriftsteller aller
Zeiten bezaubert haben. Wie Goethe, der auf den
Seiten seiner "Italienreise" schrieb:
"Heute Abend hätte ich können in
Verona sein, aber es lag mir noch eine herrliche
Naturwirkung an der Seite, ein köstliches Schauspiel,
der Gardasee, den wollte ich nicht versäumen,
und bin herrlich für meinen Umweg belohnt".
Der Gardasee, auch Benacosee genannt, ist der größte
See Italiens.
Er verdankt seinen Erfolg den klaren Wassern und
den mittelalterlichen Städtchen, aber auch
seiner außergewöhnlichen klimatischen
Einzigartigkeit, die er der von den Alpen gebildeten
Barriere und den beachtlichen Wassermasse zu verdanken
hat. Die milden Sommer und die gemäßigten
Winter gestatten den Anbau von Oliven und Zitronen
an seinen Ufern, während sich ansonsten eine
dichte submediterrane Vegetation entwickelt hat.
Eine weitere Besonderheit sind die Winde: fast 40
Winde sind es, die über den See wehen, mal
sanft, mal mit mehr Ungestüm. Und es ist dank
dieser Windströmungen, dass auf dem See Segelsport
getrieben wird, der jedes Jahr tausende von Liebhabern
anzieht.
Entlang der mehr als fünfzig Kilometer des
venetischen Seeufers, das wegen des hier ausgeübten
einzigartigen Anbaus "Riviera degli Ulivi",
"Olivenbaum-Riviera" genannt wird, reihen
sich zahlreiche Städtchen aneinander, darunter:
Peschiera, Lazise, Bardolino, Garda, Torri del Benaco,
Brenzone und Malcesine. Kleine, in einem von den
Blautönen des Himmels und des Wassers und dem
Smaragdgrün der umliegenden Vegetation beherrschten,
bunten Mosaik eingefasste Perlen.
Ein See, der lebhafte Empfindungen hervorruft,
der tausende Wassersportliebhaber anlockt und dessen
Tiefen eifersüchtig Wracks antiker Schiffe
verwahren, mit einem an historischen und naturalistischen
Schätzen reichen Hinterland.