Gualdo Tadino.
Die, an der antiken Strassentrasse der "Via Flaminia"
gelegene Ortschaft Gualdo Tadino, befindet sich am
Fusse des Apenninengebirges, im Gebiet der nord-oestlichen
Grenze der italienischen Region Umbriens, an der Grenze
zu der italienischen Region Marken.
Die Oekonomie der Kommune von Gualdo Tadino ist eng
mit einer groesseren Anzahl dort angesiedelter Unternehmen
verbunden, die sich im Bereich Keramik spezialisiert
haben. Diese, bereits seit dem Mittelalter bestehenden
Unternehmen, haben Keramikmodelle und Stilrichtungen
kreiert und produziert, die in der ganzen Welt geschaetzt
werden.
Die Chronik der Stadt Gualdo Tadino
ist reich an historischen Ereignissen. Sie berichtet
von dem dreimaligen Wiederaufbau der Stadt, da die
Stadt aufgrund ihrer wirtschaftlichen und militaerischen
Wichtigkeit von ihren Feinden dreimal in Schutt und
Asche gelegt wurde.
Die Ortschaft Gualdo Tadino wurde im Jahre 266 v.
Chr. von den Roemern unterworfen und erfuhr im Jahre
217 v. Chr. ihre erste Verwuestung durch den beruehmten
Feldherrn Hannibal.
Ihre zweite Zerstoerung erfuhr die Ortschaft Gualdo
Tadino in den Jahren 49-48 v. Chr. durch Julius Caesar,
der in einem Buergerkrieg gegen den roemischen General
"Pompeo" kaempfte, der sich mit der Stadt
Gualdo Tadino verbuendet hatte.
Waehrend der Zeit der Voelkerwanderungen war das
Staedtchen Gualdo Tadino eine der wenigen Staedte,
die den Angriffen des Gotenkoenigs Totila und seinen
Truppen standhielt. Der Gotenkoenig Totila wurde genau
hier von dem Langobardenkoenig Narses besiegt und
getoetet.
Im Jahre 996 n. Chr. zerstoerten die Truppen des
Koenigs "Otto III." die Stadt endgueltig,
die dann aber zum zweiten Male wieder neu aufgebaut
wurde.
Der dritte Wiederaufbau fand im Jahre 1237 nach einem
Grossbrand, unter Mithilfe des Koenigs "Friederich
II." und der Benediktinermoenche statt, die
die Bevoelkerung unterstuetzten.
Die geschichtlichen Ereignisse, die dann folgten,
zeigten zuerst die Vorherschaft durch die Stadt
Perugia und nachfolgend die Angliederung der Kommune
von Gualdo Tadino an die Besitztumer des Kirchenstaates,
die bis bis zur der Proklamation des "Italienischen
Reichs" durch den Koenig "Vittorio Emanuele
II." (im Jahre 1861) und der Gruendung der
Italienischen Nation, andauerte.