Die Ortschaft Gualdo Cattaneo ist ein charakteristischer
Marktflecken aus der Zeit des Mittelalters, der in
aussergewoehnlich lieblichen Landschaftsposition auf
einem Huegel, an den Haengen der Berge "Monti
Martani" gelegen ist.
Die Oekonomie der Kommune von Gualdo Cattaneo ist
traditionell an seine landwirtschaftliche Produktion
gebunden (an den Anbau von Oliven, Weintrauben und
Getreide und an die Rinder- und Schweinezucht). Des
weiteren sind Industrieunternehmen in verschiedenen
Bereichen (Lebensmittel, Fertigbauteile und Baustoffe)
hier angesiedelt und seit juengster Zeit sind neue,
aber nicht unwichtige Fremdenverkehrsinitiativen entstanden.
Die historischen Niederschriften,
die die geschichtlichen Ereignissen in Gualdo Cattaneo
belegen, gehen auf die Zeitepoche des Mittelalters
zurueck und berichten, dass die Ortschaft aufgrund
ihrer militaer-strategischen, geographischen Lage
oftmals im Mittelpunkt bitterer Auseinandersetzungen
zwischen den umliegenden Staedten war und im besonderen
zu einer Wechselfolge von Fremdherrschaften durch
die Staedte Foligno und Spoleto gefuehrt hat.
Im Jahre 1198 wurde die Ortschaft Gualdo Cattaneo
zum Lehensbesitz des Herzogtums von Spoleto.
Nach dem Niedergang des Herzogtums von Spoleto, uebernahm
erneut die Stadt Foligno die Herrschaft ueber die
Ortschaft Gualdo Cattaneo und behielt sie bis zum
Jahre 1439, als das Territorium den Besitztuemern
des paepstlichen Staat angegliedert wurde. Die Ortschaft
Gualdo Cattaneo blieb, abgesehen von einem kurzen
Zeitraum unter der Fremdherrschaft durch Napoleon
Anfang des XIX. Jahrhunderts, bis zur Proklamation
des „Italienischen Reichs" durch den
Koenig „Vittorio Emanuele der II." im
Jahre 1861 und der Gruendung der Italienischen Nation,
unter kirchlicher Regierungsgewalt.