Valle
di NonTuenno.
Dieses Dorf mit prähistorischem Ursprung war
ab 1027 bischöflicher Besitz und danach Lehen
der einheimischen Adeligen. Es befindet sich an
der Straße von Flavon nach Cles und hütet
keine besonderen künstlerisch-architektonischen
Schätze, mit Ausnahme der kleinen Kirche S.
Emerenziana mit schönen Holzaltären und
einem Zierdetriptychon. Das aus dem 15. Jahrhundert
stammende Gebäude wurde im 17. Jahrhundert
umgebaut. Nur ein antikes Castello und bescheidene
Funde einer Burg sind zu erwähnen: eigentlich
wenig für eine Ansiedlung, die der damaligen
Staatskasse im frühen 13. Jahrhundert ziemlich
viele Abgaben leisten musste. Heute herrscht hier
dank eines intensiven Obstanbaus ein gewisser Wohlstand,
im Zuge dessen der Bau von privaten bzw. öffentlichen
Gebäuden und die Erneuerung des Städtchens
gefördert wurde. So baute man moderne kleine
Häuser und Obstlager, die zu den alten Straßen
mit ihren oft von Portalen, zweibogigen Fenstern
und Wappenschildern verzierten wuchtigen Häusern
oder ihren ländlichen Gebäuden mit weiträumigen
Tennen, von Karren befahrbaren Brücken und
von großen Balken abgestützten Brotbacköfen
einen Kontrast darstellen.
Die Gegend biete schöne Spaziergänge
zum Naturpark Adamello-Brenta, dem letzten Lebensraum
des alpinen Braunbären und zum Tovel See, der
auch "Lago rosso" (roter See) genannt
wird und wegen der einst intensiven Rotfärbung
des Wassers zwischen Juli und September auf Grund
der hohen Erwärmung des Oberflächenwassers
auf der ganzen Welt berühmt ist.