Kloster Säben.
Im 4. Jh. wird Kloster Säben Bischofssitz, 990
verlegt ihn Bischof Albuin nach Brixen. Seit dem Jahr
1686 bewirtschaften Benediktinerinnen in Klausur das
Kloster. Im markanten Bau der Benediktinerinnen beherbergt,
ist die Heilig-Kreuz-Kirche sehenswert, deren überraschend
farbenfrohe Scheinarchitektur in raffinierter Perspektive
den Raumcharakter gar nicht mehr so heilig erscheinen
lässt.
Heute leben 11 Benediktinerinnen dort und wegen der
Klausur ist das Kloster nicht zu besichtigen.
Liebfrauenkirche: Der äußerlich unauffällige
Achteckbau wurde von Giacomo Delai zwischen 1652 und
1658 errichtet. Im Inneren befinden sich die Deckengemälde
des Barockmalers Stefan Kessler, prächtige Stuckarbeiten
von Francesco Carlone und Simon Delai sowie der Rumpfer-Altar
aus dem Jahre 1612. Aus der Zeit des frühen Christentums
(2. Hälfte des 4. Jahrhunderts) stammt das Taufbecken
in einem Nebenraum, den man vom Inneren der Kiche
erreichen kann.
Gnadenkapelle: Die kleine unscheinbare Kapelle zeigt
in der Apsis noch gotische Bauteile aus der Zeit vor
dem Neubau der Liebfrauenkirche. Am neugotischen Hochaltar
befinden sich die Gnadenmutter von Säben, eine
Kopie der wertvollen Madonnenstatue des Meisters Leonhard
von Brixen. Das Original ist im Kloster verwahrt.
Klosterkirche: Der einfache und schlichte Bau wurde
1687 von Giovanni Delai errichtet. Nach einem Einsturz
erfolgte im Jahre 1693 eine Neuweihe. An den Wänden
des Langhauses hängen die ehemaligen Seitenaltarbilder
mit den Darstellungen der Ordensgründer Benedikt
und Scholastika. Ein prachtvolles schmiedeeisernes
Gitter trennt im Inneren den Besucher vom Schwerstenraum.
In der Ecke vor der Kirche befindet sich der Jubiläumsbrunnen,
der 1986 vom Südtiroler Künstler Martin
Rainer geschaffen wurde.
Kirche zum Hl. Kreuz: Die Kontinuität des Kultes
an dieser ehrwürdigen Stelle reicht vom frühen
Mittelalter über die romanische und gotische
Kirche bis zum gegenwärtigen Bau, der um 1679
enstanden ist. Das Innere überrascht durch die
virtuosen Wand und Deckenmalereien, die wahrscheinlich
von einem einheimischen Maler geschaffen wurden (
Johann Baptist Hueber). In der Apsis befindet sich
das Kreuz des Meisters Leonhard von Brixen.