CataniaLinguaglossa.
Der Name des Dorfes rührt wahrscheinlich von
einer großen Lavazunge her, die nach dem Ausbruch
von 1634 vom Vulkan ausgeworfen wurde. Zusätzlich
stimmt er mit der länglichen Form der Ortschaft
überein. Nach Meinung anderer ist der Name eine
Tautologie: lingua heißt in Latein Zunge, glossa
in Griechisch ebenfalls.
Man besitzt von diesem Ort seit der Normannenzeit
historische Nachrichten (er wird in einem Dokument
von 1145 erwähnt). Das Lehen gehörte den
Familien Crisafi und Bonanno; seit 1630 war er Stadt
der königlichen Domäne.
Sehenswertes.
Viele Bauwerke von Linguaglossa sind barock. Am Dorfeingang
steht die Kirche San Francesco di Paola aus dem 16.
Jh. mit barocken Stuckarbeiten und einer wertvollen
Statue, der Madonna di Loreto, die Domenico Gagini
zugeschrieben wird.
Dann gibt es die Kirche dei Padri Domenicani, wo ein
Gemälde Sebastiano Concas, die Madonna des Rosenkranzes
und Heilige, zu sehen ist. Geht man die Via Cavour
hinauf, gelangt man zum Konvikt (1647) und zur Kirche
(1644) der Kapuziner, die voller schöner Dinge
ist, unter anderem zeigt sie einen Altar aus Nußbaum
mit hölzernen Einlegearbeiten (19. Jh.), ein
Werk des Bruders Mariano da Francavilla, sowie einen
hölzernen Baldachin (Orangen-, Zypressen- und
Nußbaumholz), der von Pietro Bencivenni 1710
geschnitzt wurde.
Sehenswert ist auch eine hölzerne Statue, die
Immacolata mit Heiligen von Frà Umile da Petralia,
dem Schöpfer vieler Kruzifixe, die sich in den
Kirchen der Madonie und des Nebrodischen Gebirges
finden.
Der Dom Santa Maria delle Grazie ist ursprünglich
aus dem 17. Jh. (umfassende Restaurierungsarbeiten
in der Mitte des 20. Jhs.) und weist originell mit
gewundenen Säulen geschmückte Apsiden auf.
Der hölzerne Chor ist aus dem 18. Jh., die Fresken
werden Olivio Sozzi zugeschrieben.
Sehr schön ist auch die Landschaft rings um Linguaglossa,
sowohl für denjenigen, der an Natur interessiert
ist als auch für den, der die Berge liebt - in
diesem Falle den Ätna.
Ungefähr 11 km vom Dorf entfernt breitet sich
der wunderbare Wald von Linguaglossa aus mit seiner
besonders bestechenden und üppigen Vegetation.
Steigt man weiter auf, trifft man auf Skisporteinrichtungen,
Schutzhütten und Hotels, die aus diesem Ort ein
besonders renommiertes Ziel der Wintersaison gemacht
haben.