CaltanissettaMazzarino.
Das Dorf entwickelte sich seit der zweiten Hälfte
des 13. Jhs., wie andere, rings um das Schloß.
Ungefähr 1324 wurden die Branciforte seine Lehensherren
und sie blieben es bis zur Abschaffung des Lehnswesens
(1812). 1507 erhielten die Branciforte dadurch den
Titel der Grafen von Mazzarini: seit dieser leit kam
es zu einem bemerkenswerten städtischen Aufschwung
des Dorfes, das sich westlich des mittelalterlichen
Kerns ausdehnte.
Sehenswertes.
Auf dem Monte Disueri, an der Grenze zwischen den
Territorien von Mazzarino, Gela und Butera, hat man
eine vorgeschichtliche Nekropolis gefunden; auf dem
Monte Bubbonia wurde eine Einheimischensiedlung, die
dann hellenisiert wurde, lokalisiert eventuell handelt
es sich hierbei um das antike Maktorion; im Osten
gibt es Spuren der römischen Stadt Philosophiana.
Das Grabmal des Carlo Carafa Branciforte, des Lehnshem
von Mazzarino, befindet sich in der Kirche Santa Maria
del Gesù, auf dem Vittorio Emanuele. Die Kirche,
die im l5. Jh. erbaut wurde, besteht aus einem einzigen
Raum und ist mit Stuckarbeiten aus dem l8. Jh. ausgeschmückt.
Das Konvikt der Padri Minori Osservanti wurde ihr
1573 beigefügt und 1689 an die Reformierten abgetreten.
Auf der Piazza del Carmine befindet sich der Gebäudekomplex
der Karmeliter. Das Konvikt ist im Moment Sitz des
Rathauses. Das einzige Schiff der Kirche bewahrt weitere
Grabmäler der Branciforte.
Die Kirche dell'Immacolata zeigt ein schönes
Gemälde von Filippo Paladini, eben die Unbefleckte.
Der Piazza Crispi zugewandt liegt der Palast der Branciforte,
der im l6. Jh. erbaut und danach mehrmals umgestaltet
wurde. In der Nähe befindet sich die Pfarrkirche
Santa Maria della Neve. errichtet im 18. Jh., aber
erst ein Jahrhundert später fertiggestellt.
In der Kirche San Domenico, die zum Dominikanerkonvikt
gehört, gibt es ein weiteres schönes Gemälde
von Paladini, die Madonna mit dem Rosenkranz.
lm Osten der Ortschaft, bergauf, gelangt man zur Kirche
Maria SS. del Mazaro, die zwischen dem l8. und 19.
Jh. auf einem bereits vorhandenen Grundrißerbaut
wurde; hier vereint man ein heiliges Bildnis der Madonna,
das im 12. Jh. unter wunderbaren Umständen gefunden
worden war. Eine Kopie der Auferstehung des Raffael
befindet sich im Kapuzinerkonvikt, das in der gleichnamigen
Straße (Via Convento dei Cappuccini) liegt.
Oben auf dem Berg erhob sich einst i das Schloß,
von dem einige bühnen wirksame Ruinen übriggeblieben
sind. Ausflüge: In ungefähr 12 km Entfernung
liegt die Contrada Sofiana (siehe), wo Ausgrabungen
eine römischbyzantinische Siedlung ans licht
gebracht haben.