AgrigentoNaro.
Der Ort entwickelte sich vom 12. Jh. An in einem arabischen
Weilerund war bald von großer strategischer
Bedeutung. Unter Friedrich II. wurde er Königsstadt,
später ein Bollwerk der Chiaromonte. Nach dem
Niedergang der Familie Chiaromonte ging er endgültig
in königlichen Besitz über.
Sehenswertes. Das Chiaromonte-Schloß beherrscht die
ganze Stadt. Es wurde im 14. Jh. auf einem aus der
Normannenzeit stammenden Gebäude errichtet.
Es hat einen rechteckigen Grundriß, starke Mauern
und zwei Türme. Besonders interessant ist der
viereckige, im Osten gelegene Turm, der wahrscheinlich
von Friedrich II. von Aragon erbaut wurde. Durch ein
schweres Tor kommt man in den Hof, auf den die Fenster
der verschiedenen Bereiche gehen.
Am Anfang der Via Umberto I. trifft man auf das aus
dem 16. Jh. stammende Heiligtum des San Calogero mit
einer hübschen Barockfassade. An der zum Dorf
zeigenden Seite ist ein schönes Portal, über
dem in einer Ädikula die bemalte Figur des Heiligen,
des Schutzpatrons der Stadt, steht Im Inneren befinden
sich die Statue des heiligen Eremiten und die Grotte,
in der er lebte.
An der breiten Via Dante, die Naro in zwei Teile,
den oberen und den unteren teilt, steht die San Giovanni
Battista- Kirche mit dem ihr angeschlossenen Dominikanerkloster
aus dem 17. Jh. Im Inneren kann man wunderschöne
Fresken aus dem 18. Jh. bewundern.
Wenn man weitergeht, kommt man zur SS. Salvatore-Kirche
aus dem 16. Jh., die verschiedene barocke Bauelemente
aufweist, wie zum Beispiel das wertvolle, fein verzierte
Portal. Im Inneren sind Fresken aus dem 18. Jh. und
Skulpturen aus dem 15. und 16. Jh.
In der Via Dante befindet sich außerdem die
imposante szenographische Fassade des Gaetano-Palastes
mit seinem wunderschönen Barockportal sowie die
völlig restaurierte Pfarrkirche von 1619. Im
dem dreischiffigen Inneren der Kirche kann man ein
Taufbecken spät-gotischen Stils, Skulpturen von
Antonello und Giacomo Gagini und ihrer Schule und
künstlerisch wertvolle Stuckarbeiten bewundern.
In der Sakristei stehen einige wunderschöne holzgeschnitzte
Schränke aus dem 18. Jh.
Nach dem Destro-Palast aus dem 17. Jh. und der barocken
San Nicolò-Kirche kommt der Besucher zu der
Piazza Padre Favara, an der die Sant'Agostino-Kirche
mit dem dazugehörigen, aus dem 12. Jh. stammenden
und im 17. Jh. restaurierten, Augustiner-Kloster stehen.
Im ganz in weiss gehaltenen Inneren der Kirche befinden
sich zahlreiche Gemälde und Skulpturen, besonders
sehenswert sind das Weihwasserbecken aus dem 15. Jh.,
eine den San Francesco di Paola darstellende Statue
von Bagnasco und ein hölzernes Kruzifix aus dem
16. Jh.
Auf dem Rückweg durch den Corso Vittorio Emanuele
kommt man zu der v aus dem 13. Jh. stammenden und
z während des Barock restaurierten San Francesco-Kirche.
In ihrem Inneren befinden sich verschiedene Werke
aus dem 17. Jh. und einige Fresken aus dem 18. Jh.
In der Sakristei stehen wunderschöne Schränke
aus dem 18. Jh.
Man kann auch das ehemalige Minoriten-Kloster aus
dem 13. Jh. besichtigen. Es ist mehrere Male restauriert
und umgebaut worden und ist heute Sitz des 14 Rathauses
und der Feliciana-Bibliothek. in der ein Miniatur-Kodex
aus dem 15. Jh., Manuskripte. Inkunabeln und archäologische
Funde ausgestellt sind.
Der Besucher geht anschließend an dem Giacchetto-Palast
aus dem 15. Jh. und dem Morillo-Palast aus dem 18.
Jh. vorbei und kommt zu der aus dem 14. Jh. stammenden
Santa Catarina-Kirche mit einer schönen Barockfassade.
Im Inneren wurde das ursprüngliche Aussehen der
Kirche im gotischen Stil (wieder hergestellt: an den
Wänden sind Fresken aus dem 15. Jh., außerdem
gibt es ein ebenfalls aus dem 15. Jh. stammendes Taufbecken.
Die Umgebung war seit der frühgeschichtlichen
Epoche besiedelt und ist daher sehr interessant. In
der südwestlich der Stadt gelegenen Contrada
Canale liegt die Wundergrotte, eine christliche Nekropole.
Im Süden in Richtung Camastra befindet sich das
in 542 m Höhe gelegene Castellazzo (siehe) mit
Überresten von antiken Behausungen und Stadtmauern,
die aus einer Zeitspanne stammen, die von der Frühgeschichte
bis zur griechischen Herrschaft reicht.