TurinRivoli.
Im noch in der Ebene am Zugang des Susa-Tals gelegenen
Rivoli finden wir in der Innenstadt viele elegante,
noble Villen. Die Stadt weist viele Waldgebiete
auf und gibt im Mai drei Tage lang der Veranstaltung
mit dem Namen “Künstlerspäne”
(Trucioli d’Artista), auf der Holzschnitzer
ihre Werke zeigen, eine angemessene Kulisse. Kunst
bekommt man auch in den Sträßchen des
Zentrums, wie der bezaubernden Via Piol mit ihrem
typischen Pflaster, die sich gerade und herrisch
durch die Altstadt zieht, zu spüren. An diesem
Sträßchen mit seinen kleinen Geschäften
und einladenden Kaffees liegt die schöne Kollegialkirche
Santa Maria della Stella. Zu den mittelalterlichen
Schätzen von Rivoli gehören das Wohnhaus
des „Grünen Grafen“ (Conte Verde,
Spitzname des Grafen Amadeus VI. von Savoyen), der
Glockenturm der Alten Kollegialkirche, der „Spinnereiturm“
(er stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert und befindet
sich seit dem neunzehnten Jahrhundert inmitten der
Gebäude und auf dem Gelände einer Spinnerei),
die Heiligkreuz-Kirche (Chiesa di Santa Croce, erbaut
um die Jahrhundertwende Ende siebzehntes Anfang
achtzehntes Jahrhundert, weist aber auch Spuren
einer mittelalterlichen Bruderschaft auf) und das
berühmte Schloss, das zu den Savoyerresidenzen
zählt. Im achtzehnten Jahrhundert als Herrensitz
erbaut von Filippo Juvarra auf den Überresten
eines alten mittelalterlichen Wohnsitzes ist das
Schloss 1984 zum Sitz des Museums für Zeitgenössische
Kunst und des neu gegründeten Museums der Werbung
geworden.