Der
Maggiore See (ital. Lago Maggiore).
Der Lago Maggiore ist der westlichste der drei großen
Alpenseen Italiens und nach dem Gardasee auch der
zweitgrößte. Die Länge beträgt
66 km und die Breite rund 12 km. Der nördlichste
Teil des Sees, ca. ein Sechstel, gehört zum Schweizer
Tessin.
Die Struktur des Lago Maggiore ist unterschiedlich
unterteilt. Im Nordwesten des Sees trifft man vor
allem (deutschsprachige) Camper. In der Seemitte herrscht
eine herrliche Vegetation mit Palmen und üppigen
botanischen Gärten. Das Westufer (Region Piemont)
ist wesentlich reizvoller als die Osthälfte (Region Piemont). Zu den schönsten Orten zählt dort
das eher nördlich liegende Cannobio. Wunderschön
liegt auch der Ort Stresa, wobei dieser aber seit
dem 19. Jh. einem sehr gehobenen Standard unterliegt.
Der nördliche Teil des Lago Maggiore gehört
noch zur Schweiz. Folgende Orte fallen in dieses Gebiet
und werden nur kurz angeführt: Gerra, San Nazzaro,
Vira (Gambarogno), Magadino, Tenero, Locarno, Ascona,
Ronco, Brissago.
Lage.
Der Lago Maggiore ist ein in den italienischen Regionen
Piemont und Lombardei und im Schweizer Kanton Tessin gelegener
212.5 km² grosser See. 80.1% der Fläche entfallen
auf Italien, die restlichen 19.9% auf die Schweiz. Er reicht
von der südlichen Alpenkette bis an den Rand der Poebene.
Anfahrt
mit Auto. Vom Norden her ist die empfehlenswerteste Anfahrt
über die Schweizer Autobahn N2 durch den Gotthard-Tunnel,
Abfahrt zur Nordspitze in Bellinzona. Von der Westschweiz
über Brig und durch den Simplontunnel, Von Domodossola
ist es nicht mehr weit.
Anfahrt
mit der Bahn.
Das Westufer ist von der Schweiz auf der Lötschberg/Simplon-Strecke
über Brig und Domodossola zu erreichen, unterwegs wird
der Simplon-Tunnel durchquert, einer der längsten der
Welt. Die Bahnstrecke trifft bei Baveno an den See und fährt
das südwestliche Ufer entlang.
Den Osten kann man, von Norden kommend, auf der Gotthard-Bahn
anfahren, wobei bei Bellinzona meist ein Umstieg notwendig
wird. Die Bahnlinie führt das gesamte Ostufer entlang.
Von Mailand kann man mit der privaten Ferrovia Nord Milano
(FNM) über Varese nach Laveno Mombello am mittleren
Ostufer fahren.
Anfahrt
mit dem Schiff.
Alle wichtigen Orte werden von den Personenfährten
und Tragflügelbooten der Navigazione sul Lago Maggiore
angelaufen.
In der Seemitte zwischen Laveno (Ostufer) und Intra (Westufer)
verkehren auch Autofähren.
Isole
Borromee (Borromäische Inseln).
Die drei Inseln dominieren die Seemitte und gehören
zu den beliebtesten Ausflugszielen.
Isola Bella ist von Stresa die nächste und meistbesuchte.
Im 17. Jh. errichtete hier die Barrameo-Familie auf der
damals kahlen Insel einen Palast mit prachtvollen Gartenanlagen.
Die zahlreichen Säle und Wandelhallen sind aufwändig
eingerichtet und bergen barocken Prunk vom Feinsten, im
Untergeschoß gibt es sogar einige künstliche
Grotten. Die üppigen gärten sind mit Statuen und
Brunnen in zehn Terrassen übereinander angelegt. An
der Spitze ein reich verzierter Steinbau mit Grotten Muscheln
und bizarr-kitschigen Plastiken.
Die Isola die Pescatori besitzt ein idyllisches Fischerdorf,
das allerdings die Grenze zum Kitsch bereits überschritten
hat. Die engen Gassen sind voller Souvenirshops, Snackbars,
Cafès und Restaurants.
Die Isola Madre liegt weit draußen im See und ist
die größte und ruhigste der drei Inseln. Auch
hier befindet sich ein Palazzo Borromeo, der zahlreiche
Portraits der Borromeo-Familie, eine Keramikausstellung
und eine große Marionettensammlung besitzt. Er ist
umgeben von einem prächtigen Garten, in dem weiße
Pfauen, Papageien und Fasane leben.
Lago
di Mergozzo.
Der Lago di Mergozzo befindet sich etwa 1 km landeinwärts
und ist ein kleiner, ruhiger Badesee. Der Ort Mergozzo besteht
aus hübschen bunten Fassaden um den geschwungenen Hafen
und einem viel besuchten Strandbad.
In den Ossola-Tälern gibt es vieles, was das Herz eines jeden Feinschmeckers höher schlagen lässt. Duftende Weidenkräuter, Wild - z.B. Hirsche - aber auch milchgebende Ziegen und junge Zicklein gehören zum Repertoire der Ossola-Küche. Pilze, Kastanien und Schnecken runden dieses kulinarische Profil ab ... Die älteste Küche der gesamten Region - die des Bergvolkes der Walser - ist ebenfalls hier angesiedelt. Zwei Herbergsbetriebe, Formont di Druogno und Rosmini di Domodossola, bieten typische Walser-Gerichte an. Die regionaltypischen Gerichte, die hier angeboten werden, aber von Tal zu Tal leicht variieren, fallen in der Regel würzig und reell aus.
Die einzigen weicheren Produkte, die hier verzehrt werden, sind die Käse Mozzarella und Ricotta, die hier allerdings immer ein wenig nach Alpenwiese schmecken. Auch alles andere - etwa Fleischgerichte oder Wurstsorten - bis hin zum Wein haben hier ganz eigene Geschmacksrichtungen ausgebildet.Ossola, un Mondo speciale (Ossola, eine besondere Welt), ist hier nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Wirklichkeit. Zu den typischsten Produkten der Ossola-Täler zählen natürlich die Käse. Ob halbfett oder fett, halbreif oder ganz durchgereift sind es vor allem die Käse, die hier gerne verzehrt werden. Die ossolanische Milch, die fast ausschließlich von den hier typischen braunen Kühen stammt, eignet sich ganz besonders gut für die Herstellung qualitativ hochwertiger, lokaler Käsesorten.
Aber auch die Pasta, die hier charakteristischerweise in einer Farbskala von Weiß bis strohgelb angeboten wird, hat einen ganz eigenen, feinen, fast süßlichen Geschmack und geht eine harmonische Verbindung mit den hier vorkommenden Weidenkräutern des Ossola-Gebietes ein. Auch alle hier zubereiteten Wurst- und Schinkensorten, wie z. B. Pancetta con cotenna, Prosciutto montano, Bresaola delle Valli dell’Ossola, Lardo, Mocetta ossolana, Violino di agnello Mortadella ossolana , haben hier alle einen charakteristische