Valli
del genovesatoLumarzo.
Die Gemeinde Lumarzo besteht aus verschiedenen,
in einem hauptsächlich bewaldetem Gebiet verstreuten
Ortsteilen. Auf den umliegenden Hügeln, zwischen
denen das Flußbett des Lavagna verläuft,
dominieren Kastanienwälder und Olivenhaine.
Die Paßhöhe von Scoffera erreicht man
über Ferriere (dem Hauptortsteil mit dem Rathaus)
und hier beginnt auch die Straße nach Genua
durch das obere Bisagnotal. Auf der Wasserscheide
zwischen dem Fontanabuonatal und dem Tal von Recco,
in der Nähe des Ortsteils von Pannesi, befindet
sich die Wallfahrtskirche der Nostra Signora del
bosco, die im 16. Jh. (wahrscheinlich auf einer
bereits bestehenden Konstruktion) an dem Ort erbaut
wurde, an dem Felice Olcese, ein Taubstummerner,
die Madonna erblickte und auf Grund dieser wundersamen
Begegnung wieder die Sprache erlangte. Gemäß
der Überlieferung soll die Jungfrau gefragt
haben, ob man an der Stelle, deren Lage und Umfang
sie mit Eichenlaub andeutete, eine Kirche errichten
könne. Diese Wallfahrtskirche ist eine der
meistbesuchtesten in der Provinz von Genua. Bis
gegen Ende des Jahres 1999 sollen im Hinblick auf
das Jubiläumsjahr die bereits bestehenden Übernachtungsmöglichkeiten
ausgebaut und erweitert werden.
Das Gebiet, durch das der ligurische Höhenwanderweg
verläuft, war während des Befreiungskrieges
eines der Bollwerke der Partisanen. Im Wald von
Tecosa wurden am 24 April 1945 die letzten deutschen
Soldaten gefangen genommen.
Im Ortsteil Tasso befindet sich die kleine Kirche
von San Martino del Vento, ein Bauwerk mit romanischer
Stilgebung, das mit Sicherheit bereits um 1240 existierte,
wahrscheinlich aber schon um das Jahr 1000 in der
Nähe eines antiken Friedhofs erbaut wurde,
der auf die ersten Jahre der Entstehung des Christentums
zurückdatiert wird.
Im Ortsteil Rossi wurde die Mutter von Frank Sinatra,
Natalina Garaventa, geboren.