Valli
Argentina und ArmeaTriora.
Triora, ein im Mittelalter gegründeter Ort
auf dem Grat des Monto Trono (776 m) wurde als das
"Dorf der Hexen" berühmt und ist
größte Ort im oberen Argentinatal. In
den engen Gassen, den Eingangsportalen aus Schiefer
und den architektonischen Formen vermischen sich
die Baustile aus verschiedenen Epochen und tragen
zur Faszination des alten Ortskerns bei mit den
Überresten der Porta Peirana, dem Stadttor
und dem Brunnen Sottana, den Ruinen der Burg und
der Piazza der Collegiata dell'Assunta. Die Kirche
wurde auf einem heidnischen Tempel erbaut, in der
Kirche selbst befinden sich Gemälde von Luca
Cambiaso und Taddeo di Bartolo aus Siena. Im nahen
Oratorium von S. Giovanni Battista (1694) steht
eine Statue von Maragliano. Vor dem Ort kommt man
an der Kirche Madonna delle Grazie und der Kirche
Buon Viaggio aus dem neunzehnten Jahrhundert vorbei,
die an der Straße zur Wallfahrtskirche von
San Giovanni dei Prati liegt. Von der Burg von Colombara
und dem Sella sind nur noch Ruinen erhalten, ebenso
von der romanischen Kirche von S. Caterina am Fuße
des Pie und vom dem kleinen genuesischen Fort aus
dem Jahre 1100. Die Landkirche von San Bernardino
(15. Jahrhundert) hat einen schönen Bogengang
mit drei Rundbögen und ist innen mit einem
Freskenzyklus, wahrscheinlich von Canavesio, ausgeschmückt,
der Darstellungen aus der Bibel zum Thema hat.
Im etnographischen Heimatmuseum werden Abdrücke
der prähistorischen Funde aus der Tana della
Volpe, der Fuchshöhle und dem Buco del Diavolo,
dem Teufelsloch gezeigt. Mittelpunkt ist aber vor
allem die Begebenheit einer Hexeninquisition im
Jahre 1588, bei der dreizehn Personen zur Marter
und zum Tod durch den Scheiterhaufen im Ortsteil
Cabotina (in der Hexenhöhle) verurteilt wurden.
Es gibt auch einen kleinen botanischen Garten mit
den Pflanzen dieser Landschaft, der von der Verwaltung
des Naturparks der Ligurischen Alpen angelegt wurde
und auch das Gebiet von Triora mit einbezieht, um
den Lebensraum seltener Tiere wie dem Königsadler
und dem Hermelin zu schützen.
Das Bungee Jumping von Triora ist in ganz Europa
berühmt. Zwischen einem Sprung aus waghalsiger
Höhe, einem Spaziergang im Wald und einem Besuch
in der Höhle kann man sich auch leiblicheren
Genüssen zuwenden wie den "Suggeli"
mit "Bruzzo" (Gnocchi mit dem ortstypischen
Ricotta, einem Frischkäse) oder der nach einer
traditionellen Zubereitungsmethode am Dreibein gekochten
Gemüsepastete.