Valle
dell'OlivoDolcedo.
Dolcedo liegt in der Mitte des Prinotals und befindet
unter den Gemeinden der Provinz Imperia an dritter
Stelle beim Olivenanbau (30% des Gemeindegebiets).
Der Ort war früher ein Lehen der Clavesana
und entstand zu Anfang des 12. Jahrhunderts, als
der Bischof von Albenga die Kirche von San Tommaso
den Mönchen von Lerins überließ,
die hier den Anbau von Oliven einführten. Zu
dieser Zeit entstanden auch die ersten wasserbetriebenen
Ölmühlen und die Bevölkerung siedelte
sich weiter oben im Tal entlang des Flusses an.
Hier befindet sich heute auch der Hauptort, der
damals "Piazza" genannt wurde, da hier
früher der Markt ausgerichtet wurde. Im Jahre
1228 kam das Lehen zur Republik Genua und die Gemeinde
erhielt im Jahre 1613 ihre Selbstständigkeit.
In den schmalen Gassen der Altstadt gibt es auch
heute noch viele kleine Werkstätten und in
der Loggia "Suttu munte" kann man immer
noch die alten Maßeinheiten sehen. Die Palazzi
am Prino und die Bogenbrücke sind Zeugnisse
der florierenden Vergangenheit des Ortes. Auf Grund
der hervorragenden Akustik der großen Piazza
werden auf diesem mit schwarzen und weißen
Kieselsteinen gepflastertem Platz sowie in der Pfarrkirche
von San Tommaso viele Konzerte und Veranstaltungen
ausgerichtet. Diese Kirche aus dem Mittelalter besitzt
heute eine Fassade aus dem 18. Jahrhundert mit barocken
Baldachin über dem Eingangsportal aus dem 15.
Jahrhundert. Das barocke Dekor auf meerblauem Grund
findet sich auch im Innenraum zusammen mit wertvollen
Gemälden der Genueser Schule wie die Mariendarstellungen
auf der Apsis, die den Gebrüdern Carrega zugeschrieben
werden. Der Glockenturm ist einer der höchsten
in der ganzen Region. Weitere Monumente sind der
Sarazenenturm, das Oratorium von San Lorenzo und
die Kirche von San Domenico.
In Ripalta gibt es eine sehr charakteristische Brücke,
die früher einmal der einzige Zugang zu diesem
Ort war. Lecchiore liegt inmitten von Olivenhainen,
hier verbrachte der Dichter Giovanni Boine die Sommermonate
seiner Kindheit.
Die Wanderwege rund um Dolcedo führen durch
eine sehr schöne Landschaft (wie zum Monte
Faudo, 1149 m.) oder an historische Orte (zum Monte
Folia mit archäologischen Fundstätten).
Die Wallfahrtskirche von Lampedusa ist seit Jahrhunderten
das Ziel von vielen Pilgern.
In Dolcedo wird noch die überlieferte lokale
Sportart des Elastikballs praktiziert, und in den
vielen Reitställen in der Umgebung kommen auch
die Pferdeliebhaber bei ausgedehnten Ausritten auf
ihre Kosten.