Valle
dell'OlivoCaravonica.
Von San Lazzaro reale aus erreicht man den antiken
mittelalterlichen, auf einem Hügel gelegenen
Ort Caravonica. Der Ort war ein Lehen der Grafen
von Ventimiglia, die im oberen Teil des Ortes eine
Burg errichteten, danach war Caravonica ein Besitztum
der Ritter von Rhodos und schließlich der
Ritter von Malta. Eine der glaubwürdigsten
Überlieferungen zur Herkunft des Ortsnamens
ist die Erzählung, dass die von den umliegenden
Dörfern kommenden Wagenkolonnen (Karawanen)
bei der Durchfahrt von Caravonica, der einzigen
Straße für den Öltransport in das
Piemont, von Mulis über die Steigung gezogen
wurden. Eine schöner Spazierweg führt
zur Wallfahrtskirche der Beata Vergine delle Vigne,
die gegen Ende des 16. Jahrhunderts errichtet wurde
und frei inmitten eines Olivenhaines steht. Die
Kirche wurde öfters restauriert und besitzt
heute eine Fassade mit einem Säulengang und
schönen Stuckarbeiten aus dem 18. Jahrhundert
im Innenraum von F. M. Marvaldi sowie Freskenmalereien
von Francesco Carrega. Über die Entstehung
dieser alten Wallfahrtskirche gibt es eine lokale
Legende, nach der der Sohn eines Maultiertreibers
aus einem Vorratslager ohne Wissen des Vaters die
Statue einer Madonna gestohlen und diese in einem
Sack mit Mais versteckt haben soll. Nachdem das
Muli mit dem Sack Mais beladen war ritten sie los,
bis das Muli nicht mehr weitergehen wollte. Der
Sohn gestand dem Vater, was er unbemerkt im Sack
versteckt hatte und dieser brachte die Madonna wieder
zurück und schützte die Figur mit ein
paar Steinen, die später als Grundsteine für
die Kirche Madonna delle Vigne verwendet wurden.
Von der antiken Kirche San Michele aus dem 11. Jahrhundert
sind nur noch einige Ruinen erhalten. Die im Ort
verbliebenen Einwohner verdienen ihren Lebensunterhalt
mit Weinbau und der Olivenkultur. In die umliegenden
Ort kann man schöne Touren mit dem Mountainbike
oder zu Fuß durch die Olivenhaine und die
üppige Vegetation unternehmen. Ein Wanderweg
führt zum Beispiel nach Guardiabella. Am Ende
einer ausgedehnten Tour kann man die hervorragende
Buridda probieren und mit ein bißchen Vermentino
oder Pigato nachspülen.