Valle
ArrosciaPieve
di Teco.
Aus den Bezeichnungen "Plebs" (Gemeinschaft,
eine Pfarrei mit umliegenden Landkirchen) und "Theicos"
(antike keltische Gottheit) setzt sich der Name
des Ortes am Zusammenfluss des Giara di Rezzo mit
dem Arroscia zusammen.
Der Ort entstand an einem Wegknotenpunkt verschiedener
Handels- und Salzstraßen zwischen Ligurien
und dem Piemont, und die Pfarrei wurde zum Mittelpunkt
des Lehenswesens im Tal. Ab dem Jahr 1385 ging das
Gebiet an die Genuesen, die den Ort als Grenzvorposten
gegen die Savoia nutzten.
An der Burg und im Ort sind die schönen Schieferportale
und gotischen Laubengänge des Marktes aus dem
Jahre 1232 unverändert erhalten geblieben.
Die Kirche Santa Maria della Ripa aus dem 15. Jahrhundert
mit dem gotischen Glockenturm und dem Portal war
die antike Pfarrei. Im großartigen Kapitell
von San Giovanni Battista, das von Gaetano Canone
entworfen und zu Anfang des 19. Jahrhundert gebaut
wurde, befinden sich wertvolle Kunstwerke wie Skulpturen
aus der Schule von Maragliano und Gemälde von
Giulio Benso sowie Domenico Piola. Zwei Werke von
Maragliano werden auch im Oratorium der Heiligen
Giovanni Battista Sebastiano (1234) aufbewahrt.
Über dem Kloster von San Francesco (17. Jahrhundert)
oberhalb des Ortes erstreckt sich der Cappucciniwald
mit jahrhundertealten Bäumen.
Am Beginn der Staatsstraße zum Colle di Nava
befindet sich das ehemalige Kloster der Augustiner.
Auf dem Platz der alten Burg, die im Jahre 1625
bei dem Streit zwischen Genua und den Savoia zerstört
wurde, befindet sich ein Klosterkomplex der Augustiner,
der heute als Theater genutzt wird. Von der Festung
ist noch ein Halbrelief aus schwarzem Stein erhalten,
das im 16. Jahrhundert angefertigt wurde.
Vom Ort aus führen Wanderwege entlang der alten
Pfade auf die Übergänge zu den benachbarten
Tälern des Pennavaira und des Tanaro sowie
auf die höher gelegenen Bergweiden.
Die wichtigsten Produkte sind das Olivenöl
sowie die Weinsorte Ormeasco. Die traditionelle
Produktion von Schuhen der hier ansässigen
Handwerksbetriebe kam fast vollständig zum
erliegen.