Valle
ArrosciaCosio
di Arroscia.
Der kleine Ort an der Grenze zum Piemont ist von
den Seealpen umgeben und war in der Römerzeit
der Sitz eines "Castrum" und im Mittelalter
der "Castellania Cuxii", von dem der Name
des Ortes abgeleitet wurde. Mit dem Aufgang des
Königreiches im Okzidents wurde das Castrum
Cuxii mit einem Turm verstärkt, den man heute
noch im Glockenturm des Oratoriums erkennen kann.
Der Ort gehörte zuerst den Clavesana und ab
dem Jahre 1274 bis zur napoleonischen Zeit zu Genua.
Der Ort besitzt sozusagen zwei Gesichter, einen
Teil mit dunklen Gassen, unterirdischen Gängen
und Gallerien, die ein Netz unter der Erde bilden
und zum anderen den sichtbaren Ort über diesen
Gassen mit seinen niedrigen Häusern im Tageslicht
und eng beieinander stehenden Balkonen, so nah beieinander,
daß man sich fast berühren kann, sowie
den charakteristischen Dächern aus Schieferplatten,
den "Ciappe". Der Bauboom ging spurlos
an Cosio vorbei, aber viele der Einwohner sind jedoch
abgewandert. Das Amt für Denkmalschutz fördert
hier viele Initiativen zur Renovierung der alten
Häuser sowie zum Erhalt der umliegenden Kulturlandschaft.
Besonders wichtig ist die Renovierung des Oratoriums
Nostra Signora Assunta, ein Nationaldenkmal, und
des historischen Ortskerns, um den sich der eigentliche
Ort im Mittelalter entwickelt hat. Zwischen den
Dächern der Häuser ragt der Glockenturm
des Oratoriums mit seinen zweigeteilten Bogenfenstern
aus dem 14. Jahrhundert in Cotto und den kleinen
Marmorsäulen empor. Gegen Ende des Barock wurde
der Turm, der heute ein Teil des Rathauses ist,
erhöht. Ein fester Treffpunkt für Jäger
und Fischer, aber auch ein Ausflugsziel für
die Sonntagstouristen, die hier in Cosio die gute
Bergluft suchen, die hervorragende Küche mit
Pizzocheri, die Kräuterravioli und die lokalen
Kartoffeln genießen. Hier gibt es viele schöne
und interessante Wandermöglichkeiten wie auf
die Burg des Monte Esce, zur Grotte der Cornarena
und zum Colletta dei Prati von Cosio.