Sarzana
und LunigianaSarzana.
Die Geschichte von Sarzana ist eng mit den Festungen
des Ortes verknüpft, die in unterschiedlichen
Epochen erbaut wurden, um diese große und
reiche Stadt mit ihrer hervorragenden Lage für
die Landwirtschaft inmitten einer großen und
fruchtbaren Ebene und den Handel (ein obligatorischer
Durchgang von der Toskana nach Ligurien und in die
Emilia) zu schützen. Im Mittelalter wurde der
Ort zum stärksten und lebendigsten Zentrum
der Diözese von Luni, die damals das Erbe der
niedergehenden römischen Stadt "Castrum
Sarzanae" antrat, welche von der Schrift von
Ottone I (963) erwähnt wurde. Das damalige
Sarzanello wurde über dem alten Ort erbaut
und entwickelte sich nach dem Jahre 1000, um dann
im Jahre 1204 zum Bischofssitz ernannt zu werden.
Der Ort gehörte von 1314 bis 1328 Castruccio
Castracani, danach zu Genua, Pisa, den Visconti
und den Medici. Es war Lorenzo il Magnifico, der
von 1488 bis 1492 die "Cittadella" auf
den Resten der pisanischen Befestigung von Firmafede
erbaute. Dies war die erste einer ganzen Serie von
Erweiterungen, mit denen die rechteckige Festung
mit vorstehenden Wehrtürmen und einem Wehrgraben
immer weiter ausgebaut wurde. Die Wehrmauer mit
dem fünfeckigen Grundriss ist ein Werk Genueser
Baumeister aus dem 16. Jahrhundert.
Die Kathedrale von Santa Maria Assunta wurde zu
Beginn des 13. Jahrhunderts auf der alten Pfarrei
von San Basilio erbaut. In der Kirche befindet sich
ein berühmtes bemaltes Kruzifix des Meisters
Guglielmo aus dem Jahre 1138 sowie Werke von Domenico
Fiasella. Noch älter ist die schlichte romanische
einschiffige Pfarrkirche von Sant'Andrea in der
zentral gelegenen Via Mazzini mit Marmortaufbecken
aus dem 16. Jahrhundert.
Weitere Monumente in der Altstadt sind der Wohnturm
der Familie Bonaparte, das aus dem 16. Jahrhundert
stammende und heutige Rathaus Palazzo Roderio sowie
das Palazzo Remedi.
Hier gibt es sehr viele Antiquitätengeschäfte
und Restauratoren, und die jährlich veranstaltete
Antiquitätenmesse in der Altstadt zieht immer
sehr viele Liebhaber und Händler an.
Der letzte Teil des Magra gehört zum Naturpark
des Flusses. Die "Bozi", kleine künstliche
Seen die mit der Kalkbrennerei entstanden, sind
heute geschützte Biotope.
Den hervorragenden Vermentino dei Colli di Luni
trinkt man am besten zusammen mit einem Stück
der guten Gemüsepastete aus der lokalen Küche.
Die "Spungata" ist ein lokales Gebäck
mit Marmelade, Trockenfrüchten und Nüssen.
Es gibt eine reiche Auswahl an Sportanlagen, unter
anderem Fußball- und Hallenfußballplätze,
Tennisplätze, Leichtathletikfelder, ein Schwimmbad,
Reitställe und eine Anlage zum Bogenschießen.
In Sarzana wurde Tommaso Parentucelli geboren, Humanist
und Papst von 1447 bis 1450 unter dem Namen Nicolò
V.