SanremoTaggia.
Das antike Tabia am Tavia fluvius war schon in der
Römerzeit ein wichtiger Ort. Mit der Invasion
der Langobarden mussten sich die Einwohner in das
Hinterland zurückziehen. Dort entstand auch
das mittelalterliche Dorf, in dem die Benediktiner
den Olivenanbau lehrten. Nach den Sarazenenüberfällen
lehnte sich die Bevölkerung im 13. Jahrhundert
gegen die Clavesana auf, und Taggia schloß
sich der Gerichtsbarkeit durch die Republik Genua
an.
In der Altstadt fällt zwischen den Türmen,
den Halbreliefs und schönen Eingangsportalen
vor allem das Palazzo Curlo mit den Bögen im
gotischen Stil und der Loggia auf, in der im Jahre
1439 ein Friedensvertrag zwischen den Guelfi, den
Ghibellini und den Doria unterzeichnet wurde.
Das Kloster von di San Domenico war für über
drei Jahrhunderte ein wichtiges kulturelles Zentrum
des Ortes. In der Gemäldegalerie befinden sich
Werke der Gebrüder Brea, von Gregorio De Ferrari
und Orbetto da Verona. In der Kirche aus dem Jahre
1490 befindet sich ein schönes Dekor von Giovanni
Donato da Montorfano, das mit einer Restaurierung
im Jahre 1935 wieder in seinem ursprünglichen
gotischen Stil zu sehen ist.
Sehr schön ist auch die Pfarrkirche der Heiligen
Giacomo und Filippo aus dem Jahre 1670, die nach
einem Entwurf von Bernini auf den Resten eines römischen
Tempels erbaut wurde sowie die Kirche der Heiligen
Sebastiano und Fabiano mit einer Fassade aus antikem
Orange.
Der "Brakì", ein Brunnen aus dem
Jahre 1462, ist ein Werk des Meisters Donato del
Lancia.
Ein traditionelles Gebäck sind gesalzene Canestrelli
und Fenchelkekse.
An der sanften Küste von Arma mit dem feinen
Sandstrand befinden sich schöne Seebäder.
Der Ort war vom 18. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert
ein wichtiges Zentrum für den Seehandel mit
vielen Schiffswerften.
Die Strandpromenade zieht sich von der Grotte der
Annunziata und der Festung aus dem 16. Jahrhundert
auf der einen Seite hinüber bis zum Hafen mit
den Anlegestellen auf der anderen Seite. Als die
Grotte der Annunziata (oder dell'Arma) im 15. Jahrhundert
in eine Kirche umgebaut wurde, fand man hier bedeutende
Fundstücke aus der Steinzeit.
Im "Kirchlein der Fischer "aus dem Jahre
1817, das San Giuseppe geweiht ist, befindet sich
eine Statue des Sant'Erasmo, dem Schutzheiligen
der Fischer, die während des Heiligenfestes
bei einer Prozession auf dem Meer gezeigt wird.