La
Spezia und Golfo dei PoetiLerici. Lerici ist der wichtigste Ort auf der Ostseite des
Golfes von La Spezia. Das von den Etruskern gegründete
"Portus Lunae" war im Mittelalter lange
von Genua und Pisa umkämpft. Die Pisaner setzten
sich hier im Jahre 1241 fest, bauten die Burg, die
anschließend von den Genuesen erweitert und
zusätzlich befestigt wurde. Die großen
Villen der Adelsfamilien wurden im 17. Und 18. Jahrhundert
erbaut, und Lerici entwickelte sich später
zu einem Ferienort. Im Osten, bei San Terenzo liegt
Tellaro, das durch eine felsige Küste und Strände
von Lerici getrennt ist. Die Landschaft zieht sich
bis zum Tal des Magra hin und umfaßt einen
Teil des Naturparks von Montemarcello, der bis Senato
und zum Fluß Magra reicht. Die Orte auf dem
Grat der Hügelkette wie La Serra, Pugliola,
Solaro und Pozzuolo besitzen eine lange und interessante
Geschichte und von hier aus kann man einen herrlichen
Rundblick auf die Bucht genießen. Auf der
Burg von Lerici befindet sich neben der imposanten
Festung mit dem fünfeckigen Turm auch die Kapelle
Sant'Anastasia aus dem 13. Jahrhundert. Die Festung
wurde erst vor kurzem restauriert und dient als
Sitz des paläontologischen Museums, das kurz
vor der Vollendung steht. In der Burg von San Terenzo
wird eine Multimedia-Zentrum untergebracht, das
dem Ehepaar Shelley gewidmet ist, den englischen
Schriftstellern, die hier in der Villa Magni gelebt
haben. Die Pfarrkirche von San Francesco in Lerici stammt aus dem 12. Jahrhundert. Viele der Kunstwerke
in der Kirche sind Werke der Genueser Schule, die
Madonna mit dem Kind im nahen Oratorium von San
Bernardino stammt von Domenico Fiasella. Zwischen
Lerici und Tellaro bei La Cala liegt noch Schiffswrack
aus römischer Zeit. In Maralunga kann man eine
Küstenbefestigung aus dem 19. Jahrhundert besichtigen
und die Bucht von Fiascherino, eingerahmt von mediterraner
Macchia, ist ebenfalls einen Besuch wert. Auf der
Anhöhe befinden sich die Ruinen von Barbazzano,
der Ort war im Mittelalter für seine geschickten
Seeleute bekannt. Sehr charakteristisch ist auch
Tellaro mit seinen engen Gassen, den Carruggi, die
zum kleine Platz mit der San Giorgio sul Mare führen.
Im Oratorium von Santa Maria in Selaa, einer ehemalige
Burg, wird in Kürze ein Museum eröffnet.
Die Mehrzwecksportanlage von Venere Azzurra verfügt
über zwei Schwimmbecken (ein Olympiabecken)und
Sportanlagen für Tennis, Golf und Bogenschießen.
Im Sportboothafen gibt es 2000 Anlegeplätze.
Die Villa Marigola, in der auch die Kaiserin von
Deutschland und Sem Benelli (der hier das Stück
"Cena delle Beffe" geschrieben hat) zu
Gast waren, ist heute ein bedeutendes Kongreßzentrum.