Golfo
ParadisoSori.
In einer ruhigen Bucht zwischen den hohen Felsen
des Golfo Paradiso liegt Sori, ein alter Fischerort,
an dem der von den Bergen Cornua (687 m) dem Becco
(897 m) und dem Pozzuolo (794 m) umgebene Talkessel
mündet. Das Gebiet war bereits von den Ligurern
(Überreste von Festungsanlagen in Teriasca,
Canepa und San Bartolomeo) bewohnt und Sori entwickelte
sich in der Römerzeit als Ansiedlung an der
Via Aemilia Scauri, die durch den Ort führte.
Dieser Straße wurde im Hochmittelalter dann
nicht mehr benutzt, da sie zu nahe an der Küste
entlang führte und den Überfällen
durch die Sarazenen ausgesetzt war. Im 9. Jahrhundert
wurde der Ort von den Bischöfen von Mailand
zu neuem Leben erweckt, bevor das gesamte Gebiet
unter den Einfluß von Genua geriet. Der Handel
und die Seefahrt blühte, aber die Gefahr von
Überfällen bestand weiterhin, da der reiche
und gut zugängliche Ort über keine wirklichen
Befestigungen verfügte und deshalb die Piraten
anzog, die schließlich 1584 mit 22 Galeonen
trotz der Kreuzfahrten der Flotte von Andrea Doria
einfielen und alles plünderten.
Auf dem Hügel befindet sich ein Aussichtsturm,
gleich in der Nähe der architektonisch sehr
reizvollen (Nationalmonument) romanischen Pfarrkirche
von Sant'Apollinare, von der aus man eine schöne
Aussicht genießen kann. Im Ort befindet sich
das Renaissance-Oratorium von Sant'Erasmo (berühmt
für den hölzernen Chor und die perfekte
Akustik) sowie die Pfarrkirche von Santa Margherita,
die im 18. Jahrhundert durch die Erweiterung eines
romanischen Gebäudes entstand.
Die Besichtigung der vollständig erhaltenen
und in Betrieb befindlichen Wassermühle delle
Fulle im Hinterland ist ein absolutes Muß
für jeden Besucher. In San Giacomo di Pozzuolo
befindet sich ein Hospital aus dem Jahre 1200. Die
Wanderwege führen oft entlang der Trockenmauern,
den "a Cutellu" welche die Wege am Grat
der Hügel begrenzen wie zum Beispiel zwischen
Sant'Apollinare und Pieve Ligure. Ein weiterer schöner
Weg ist die "Mulattea", ein Rundwanderweg
der in Sori beginnt, über S.Apollinare, S.
Bartolomeo, Rupanego, Capreno, Sussisa, und Canepa
wieder nach Sori führt, wobei man an den alten
Wegen dieses Gebietes vorbeikommt und über
kleine Brücken aus dem Mittelalter.
In Sori wird jeden Sommer ein traditionelles Jazz-Festival
veranstaltet, das mittlerweile auch über die
anderen Orte des Golfs hinaus sehr bekannt und beliebt
ist.