FinaleseOrco
Feglino.
Auf dem Wappen von Orco Feglino, einer Gemeinde
bei Finale, die aus dem Zusammenschluss zweier Orte
im Jahre 1869 entstand, sind eine Weinrebe, eine
Pinie und der Turm des "Castrum Orchae"
gemeinsam abgebildet. Der Ort liegt am südlichen
Ausläufer des Monte Alto (956 m) im oberen
Tal des Flusses Aquila.
Feglino mit dem Sitz der Gemeindeverwaltung liegt
am Fluss im Talgrund.
Einstmals ein Teil der Markgrafschaft von Aleram
unterstand der Ort dann Bonifacio del Vasto, ging
an die Del Carretto und wurde schließlich
bis zum Ende des 18. Jahrhunderts von den Spaniern
beherrscht, bis die Republik von Genua den Ort übernahm.
Die Pfarrkirche von San Lorenzo, im 19. Jahrhundert
im Barockstil renoviert, besitzt einen Glockenturm,
dessen unterer Teil im Stil der Spätgotik gehalten
ist. Die Häuser im ländlichen Baustil
sind rund um die Kirche errichtet. Die Terrassendächer
verschiedener Häuser, ein mediterranes Architekturelement,
sind im Gebiet von Finale sehr verbreitet.
Rund um das Gebiet der antiken "Arche",
auf dem Hügel über dem Ort, kann man noch
die Reste des "Castrum Orchae" erkennen
und hier steht auch ein quadratischer Turm aus dem
10. Jahrhundert.
In der Nähe befindet sich die Kirche San Lorenzino,
wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert, mit Elementen
eines älteren, in die Kirche integrierten Gebäudes.
In der Kirche selbst befinden sich Fresken mit kirchlichen
Darstellungen aus dem 15. Jahrhundert. Vom Kirchplatz
aus hat man eine schöne Aussicht auf die unberührte
Natur des einsamen Corneitals.
Orco Feglino liegt im Weinanbaugebiet des Lumassina
und des Barbarossa, hier gibt es gutes Olivenöl
und es werden Pfirsiche angebaut. Eine Spezialität
der lokalen Trattorie sind Pilze wie Kaiserlinge,
die auf Weinblättern serviert werden und in
den Wein Lumassina eingelegte Pfirsiche. Das jährlich
veranstaltete Fest steht ebenfalls unter dem Zeichen
der hier angebauten Pfirsiche.
Bereits seit Jahren erstellen die Einwohner zur
Weihnachtszeit eine Krippe mit lebenden Darstellern
in der Altstadt von Feglino.
Neben den vielen Wanderwegen durch eine unberührte
Natur kann man im gesamten Aquilatal klettern, den
insbesondere die "Pietra di Finale" ist
ein Mekka für die Freeclimber aus aller Welt.