Cinque
TerrePignone.
Der Ort ist vorrömischen Ursprungs, wie durch
Ausgrabungen am Castellaro nachgewiesen werden konnte.
Das Gebiet trennt die Cinque Terre vom Varatal und
war bereits in prähistorischer Epoche besiedelt,
denn in verschiedenen Höhlen hat man Spuren
von Ansiedlungen aus der Eisen- und Bronzezeit gefunden.
Während der Römerzeit befand sich Pignone
an einer für Militär und Handel wichtigen
Straßenkreuzung. Die römischen Brücke,
welche die beiden Ufer des Flusses verbunden hat,
bestand bis zum Jahre 1966. Im 13. Jahrhundert kam
das Gebiet unter die Herrschaft der Bischöfe
von Luni, danach zu den Fieschi und schließlich
zur Republik von Genua, die den Ort dem Bürgermeisteramt
von Corvara unterstellte.
Die beiden Täler des Pignone und des Casale
sind zu zwei Dritteln mit Kastanien- und Nadelwäldern
bedeckt, eine wichtige Ressource für die heute
mittlerweile sehr wenigen Handwerksbetriebe. Die
traditionelle Tätigkeit der Böttchermeister
ist dagegen immer noch lebendig.
Die Pfarrkirche von Santa Maria Assunta wurde im
Jahre 1339 auf einem bereits bestehenden Gebäude
aus vorrömischer Zeit gebaut. Die Wallfahrtskirche
der Madonna del Ponte stammt aus dem Mittelalter,
unter ihrem Säulengang führte früher
die alte Römerstraße hindurch und hier
schliefen auch die Pilger. In der Altstadt fällt
die schöne Fassade des Palazzo Bordigoni auf,
ein Gebäude aus dem 16.Jahrhundert.
Die Ortsteile haben eine lange Geschichte. Casale
war eine Festung der Bischöfe von Brugnato,
die später Hauptmannschaft von Levanto gehörte.
Die Pfarrkirche von San Martino stammt aus dem 12.
Jahrhundert. Andere interessante Orte sind Faggiona,
Villa, Monti und Battipagliano, alte Dörfer
mit Resten der Befestigungsanlagen, die oftmals
in spätere Bauten eingegliedert wurden.
Bis zu 19. Jahrhundert war Pignone berühmt
für seine Bergwerke (Kalk, Onyx, Marmor, Sandstein
sowie viele Edelmetalle) und in den Öfen wurde
ein Kalk von besonders guter Qualität gebrannt.
Die in Pignone angebauten Kartoffeln werden in der
gesamten Provinz sehr geschätzt und eignen
sich hervorragend zur Zubereitung von Gnocchi und
Kartoffelpasteten mit einem unverwechselbaren Geschmack.
Unbedingt probieren sollte man auch die Ravioli
zusammen mit dem hier produzierten Wein.