BormidePlodio.
Die prähistorischen Ausgrabungen rund um Plodio,
darunter auch einige besonders interessante Felszeichnungen,
sind konkrete Hinweise auf eine menschliche Besiedelung
dieses Gebietes bereits in früheren Zeiten.
Plodio ist heute ein kleiner Ort an der Wasserscheide
zwischen Bormida von Millesimo und dem Bormida von
Carcare. Der Ort hat trotz der Entvölkerung
seine Charakteristik als ein landwirtschaftliches
Zentrum beibehalten. Der Weinbau, Hülsenfrüchte,
Futterpflanzen und Kartoffeln sind die Haupteinnahmequellen
der Bevölkerung, die in der ersten Woche im
August das "Festa dell'Agricoltore", das
Fest des Landwirtes, feiert. Diese Veranstaltung
sollte unbedingt besucht werden um auch das hervorragende
Speiseeis zu probieren, das speziell für dieses
Fest zubereitet wird.
Die Geschichte von Plodio unterscheidet sich nicht
wesentlich von jener der umliegenden Orte, auch
hier herrschten die Markgrafen Del Carretto vom
12. bis zum 13. Jahrhundert. Im Jahre 1639 wurde
das Gebiet vom Hause Savoja besetzt, und der Ort
erlange schließlich zum Ende des 17. Jahrhunderts
seine Unabhängigkeit als selbstständige
Gemeinde. Diese Unabhängigkeit dauerte nicht
lange, denn im Jahre 1735 erfolgte die Eingliederung
in das Königreich Sardinien.
Die ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert stammende
Pfarrkirche von S. Andrea ist eine Rekonstruktion
aus dem 18. Jahrhundert, in deren Fassade das Mittelbauwerk
eines barocken Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert
integriert wurde. Die Kirche von San Francesco (15.
- 16. Jahrhundert) wurde entweiht. In der im 17.
Jahrhundert erbauten Kapelle von S. Anna e Lucia
in Colle wird jedes Jahr am 26. Juli das Fest der
heiligen Anna gefeiert, von hier führt auch
ein (mit dem Mountain Bike befahrbarer) Weg zum
ligurischen Höhenweg, der Alta Via dei Monti
Liguri über Biestro, einem Ortsteil der benachbarten
Gemeinde von Carcare.
Die nahegelegene Quelle von Sleizi ist für
die harntreibende Wirkung ihres Wasser bekannt.