BormidePallare.
Eine kleine Gemeinde im oberen Bormidatal am Fuß
des Bergs Pallare und an der Straße von Carcare
zum Colle del Melogno.
Die hügelige Landschaft liegt auf einer Höhe
von circa 600 Metern mit Bergen bis zu 1000 Metern
wie dem Ronco di Maglio. Kastanien und Tannen beherrschen
die Landschaft, der Name Pallare geht jedoch auf
eine besondere Eichenart zurück. Die Wälder
mit verstreuten Weideflächen und den paar kleinen
Weilern bieten Kuriositäten der Natur wie die
riesigen Buchen auf den Ruinen des Anwesens Notola
oder auch die ungewöhnliche Tanne von Retano
delle Surie, die fast horizontal gewachsen ist und
aus deren Stamm weitere drei kleine Tannen herausgewachsen.
Der Ort existierte bereits in der Römerzeit,
geriet dann unter die Herrschaft der Savonesen und
wurde im Jahre 1795 zu einer unabhängige Gemeinde.
Hier finden sich viele Spuren der napoleonischen
Truppen, die in einem kleinen Museum in der Grundschule
aufbewahrt werden. Die Überfälle nahmen
auch vor den Kirchen keine Rücksicht, und daher
wurde auch die befestigte Pfarrkirche von San Marco
zu Beginn des 16.Jahrhunderts am stärksten
beschädigt. Der Tradition zufolge heißen
die fünf überwachsenen und halb behauenen
Steine im Wald in der Nähe der Ortschaft Bricco
"Pietre di Napoleone"(Napoleonssteine).
Dabei handelt es sich vermutlich um Stellungen für
Kanonen oder das Fundament für eine Brücke.
Wesentlich älter sind die Felszeichnungen in
der Nähe des Weges zum Bric della Costa. Eine
Besonderheit sind auch die Sonnenuhren in den alten
Ortskernen von San Martino und Ca' di Gamba in Biestro.
Viele Kirchen und Landkapellen wie die Pfarrkirche
von Santa Margherita in Biestro, das Oratorium aus
den vierzehnten Jahrhundert der Annunziata und die
Kapelle Nostra Signora del Prato dello Stallo sind
mit Marienerscheinungen jüngeren Datums verbunden.
Das "Lisotto" ist ein typisches Fladenbrot,
das auf einer Platte gebacken und mit süßen
und sauren Soßen serviert wird.