BormideDego.
Dego entstand im Hochmittelalter als befestigter
und bäuerlich geprägter Handelsort an
einem strategisch günstigen Punkt der antiken
Via Aemilia Scauri. Am linken Flußufer des
Bormida di Spigno mündet in der Nähe des
Ortes der Rio Grillero, von hier aus führen
auch die alten Saumpfade in das Piemont. Die Adelsfamilie
Del Carretto erbaute hier im 13. Jahrhundert eine
Burg, von der nur noch wenige Ruinen erhalten sind.
Mit der Burg blühte der Ort auf, es wurden
Münzen geprägt und die Landwirtschaft
erfuhr einen Aufschwung. Ein anderer Zweig dieser
Adelsfamilie erbaute die Burgen von Santa Giulia
und Brovida. Die ältesten Gebäude sind
die kirchlichen Bauwerke wie die Pfarrei von Bormiola,
die um das Jahr 1000 entstand, ebenso kurz danach
die Pfarrei von Santa Giulia. Die Kirche von Brovida
wurde im 14. Jahrhundert erbaut, danach entstanden
die Kirchen von San Rocco und Santa Libera.
Borgo Castello entstand wahrscheinlich in der Romanik,
neben den Ruinen der Burg befindet sich die Villa
Rossa im Jugendstil.
Die napoleonische Invasion hatte hier tragische
Folgen, denn in Dego gab es im Jahre 1796 eine blutige
Schlacht mit den Österreichern, wobei Hunderte
von Personen der Zivilbevölkerung starben.
Die große, vom Fluß Bormida gebildete
Ebene wird von Hügeln umrahmt, die zum Piemont
hin sanft abfallen (wir befinden uns bereits auf
der nördlichen Seite des Apennin), und seit
über hundert Jahren ist diese Gegend ein bevorzugter
Ort für die Sommerfrische und für die
Ferien. Es gibt viel Laub- und Nadelwald, Kastanien
und Buchen, leichte und schwierige Wanderwege, auch
geeignet für eine Ausritt mit dem Pferd (hier
gibt es viele Reitställe) oder eine Fahrt mit
dem Mountain-Bike. Trüffel und Pilze gibt es
hier im Überfluß, und ein gutes Essen
in einer Trattoria oder einem der Anwesen, die auch
Ferien auf dem Bauernhof bieten, macht den Aufenthalt
zu einem unvergeßlichem Erlebnis.
In Dego wurde Teresa Bracco geboren, die kürzlich
von Papst Johnannes II heilig gesprochen wurde.