Cosenza.
Catanzaro – Kunst, Kultur und wunderschöne Küsten
Die ionische Küste Kalabriens ist geschmückt von einer Vielzahl landschaftlicher Attraktionen und beherbergt Stätten von archäologischer, historischer und künstlerischer Bedeutung.
Vorteilhafte Lage
Catanzaro ist die Hauptstadt der Region Kalabrien und wurde im 9. Jh. von den Byzantinern gegründet. Sie liegt in einer wunderschönen Position inmitten einer Hügellandschaft, die sich hinter dem Golf von Squillace erstreckt. Die Stadt ist sehr lebhaft und ist Sitz vieler regionaler Verwaltungsorgane. Catanzaro ist idealer Ausgangspunkt für viele Wanderungen in die umliegenden, bezaubernden Gebiete. In der Nähe der Stadt befinden sich auch die Badeorte Catanzaro Marina, Sellia Marina und die mittelalterlichen Städtchen Cropani und Squillace.
Kunst und Freizeit
Siano, Vorort von Catanzaro, ist ein landwirtschafliches Viertel mit vielen Panoramaaussichtspunkten und eignet sich besonders gut für gemütliche Spaziergänge. In einem mittelalterliches Gebäude mit angeschlossenem Betrieb für die Produktion von ausgezeichnetem Olivenöl, ist das „Museo delle Carrozze“ (Museum für antike Kutschen) eingerichtet.
Catanzaro Marina und Sellia Marina sind beliebte Küstenorte: Während Catanzaro Marina mit Campingplätzen, Sportanlagen, einem kleinen Hafen und einem Feriendorf ausgestattet ist, befindet sich Sellia Marina gerade auf dem Weg eine blühende Kleinstadt zu werden. Catanzaro Marina beherbergt die Überreste der Kirche „S. Maria della Roccella“ aus dem 11. Jh., welche arabische, normannische und byzantinische Züge aufweisen.
Das mittelalterliche Städtchen Squillace ist auf einem Felsen gegenüber des gleichnamigen Golfes gelegen; es ist ein Städtchen voller Geschichte mit architektonischen Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Kunstwerke aus dem 16. Jh. kann man im Dom bestaunen, auf dem danebenliegenden Platz befindet sich das „Museo Diocesano d’Arte Sacra“ (Diözesanmuseum für Kirchenkunst).
Oben sehen Sie die Ruinen des „Castello die Borgia“.
Das Handwerk der Tontöpferei wird in Squillace heute noch gepflegt.
Cropani, bekannt wegen seines hohen Kirchturms, liegt auf einer Anhöhe gegenüber des Ionischen Meers. Es ist ein landwirtschaftlich geprägter Urlaubsort inmitten von Olivenfeldern. Sehenswert in diesem mittelalterlichen Dorf ist der Dom aus dem 16. Jh. und die Kirche „San Giovanni Battista“. Im antiken Gebäude „Santa Caterina d’Alessandria“ ist ein Antiquarium mit griechischen, römischen und byzantinischen Fundstücken aus vor-frühgeschichtlicher Zeit, untergebracht.
Malerische Gassen verbinden die Kirche mit dem darunter liegenden Hauptplatz von wo aus man einen wunderbaren Ausblick auf den Golf von Squillace hat. In der Nähe des Hauptbahnhofes der Stadt liegt Cropani Marina, ein gut besuchter Küstenort mit schönen Stränden.
Die Seide von Catanzaro
Die Seidenkunst wurde im 11. Jh. von Orient-Völkern in Catanzaro eingeführt und später von den Normannen übernommen.
Das Geschick der Künstler von Catanzaro war um 1470 über die Grenzen hinaus bekannt. Von vielen europäischen Ländern kamen Aufträge in die Stadt. Mit der Pestwelle von 1668 brach die Seidenindustrie zusammen. An die alte und blühende Tradition erinnert heute das „Museo dell’Arte della seta“ (Museum der Seidenkunst).
Feste
Am Karfreitag wird in Catanzaro die „Naca“ zelebriert, eine beeindruckende Prozession aus dem 17. Jh. „Naca“ bezeichnet die Bahre auf der die Statue des verstorbenen Christus liegt.
In Serra San Bruna, wird zu Ehren des Heiligen Biagio, der angeblich vor Halsschmerzen schützen soll, am 3. Februar eine romantische „sagra“ (Volksfest) für alle Verlobten veranstaltet. Nach alter Tradition muss der zukünftige Bräutigam einen „abbacolo“ (Keksart) in der Bäckerei des Dorfes kaufen, ihn vom Priester weihen lassen und der Verlobten als Zeichen ewiger Hingabe schenken.