Der Iseosee (ital. Lago d'Iseo).
Ort der Begegnung und des Austauschen, wegen der
guten Verkehrsverbindungen, ist der Iseosee seit
Jahrhunderten, ein Bezugspunkt für die bergamasker
und brescianer Bevölkerung, die sich längs
seiner Ufer angesiedelt hat. Der See ist heute eine
wichtige Naturoase für die zahlreichen, angrenzenden
Ortschaften beider Provinzen. Ein Naturgut zu schützen
und zu schätzen, auch in Abend tracht der Wichtigkeit
die der Sebinosee bekommen hat für die Freizeit
und den Tourismus.
Der See, die Vielseitigkeit der Landschaft, die
Kunstwerke und die Kultur der Orte die am See und
im Innenland liegen, mit der Franciacorta reich
an geschichtlichen Erinnerungen, Patriziervillen
und Weinbergen, die ausgezeichnete und geschätzte
Weine hervorbringen, bilden ein Ganzes von großem
Wert, das verdient, noch bekannter und geschätzter
zu werden, als es heute schon der Fall ist.
Dieser See der tausend Gesichter ist wirklich anders
als die anderen: einfach und malerisch, sanft und
ungezähmt. Seiner romantischen Atmosphäre
verdankt er seine Beliebtheit bei Dichtern und Malern.
Umrahmt von einer herrlichen Gebirgskette und vom
Fluss Oglio gespeist, liegt er 185m über dem
Meeresspiegel, ist bis 251m tief, durchschnittlich
2,5Km breit und misst einen Umfang von rund 60Km.
Man nennt ihn auch Sebino ( der «Sebinus lacus»
der Römer).
Er ist der siebtgrößte Seen Italiens.
Nur wenige Kilometer trennen ihn von den Städten
Bergamo und Brescia und von den den Flughäfen
Orio al Serio und Milano-Linate.
In seiner Mitte erhebt sich Monteisola, die Größte
Insel der europäischen Seen, der als kleine
Täler die Inselchen Loreto im Norden und San
Paolo in Süden zur Seite stehen.
Der Iseosee zeichnet sich durch eine überraschende
Vielfalt an natürlichen Schönheiten und
eine Landschaft aus, die in den vorhandenen Licht-
und Farbspielen ständig neu erscheint. Das
Klima ist mild und im Sommer durch einen anhaltend
leichten Wind äußert angenehm; auch im
Herbst gibt es zahlreiche sonnige Tage. Es lohnt
sich, die schönen Ortschaften seiner Ufer zu
entdecken, da diese voller Erinnerungen an eine
glanzvolle Vergangenheit sind und tiefverwurzelte
Traditionen haben: das Antike liegt hier dem Auge
oft zurückhaltend, fast scheu verborgen, das
Neue bekommt nie die Oberhand.
Der ganzen Küste entlang findet man komfortable
Hotels, Pensionen, Campingplätze, moderne Badeanstalten
und Sportanlagen. Vom Sebino aus kann man innerhalb
kurzer Zeit interessante Ausflugsziele erreichen;
dazu gehören: Capodiponte, das mit seinen Felszeichnungen
aus der Jungsteinzeit Ziel von Wissenschaftlern
aus der ganzen Welt ist; Boario Terme und Angolo
Terme mit ihren Mineralquellen und Trinkkureinrichtungen;
die Franciacorta mit ihren Weinbergen und einer
Produktion von erstklassigen Qualitätsweinen;
Montecampione mit seinen modernen Wintersportanlagen.
Lage.
Der Iseosee ist der viertgrößte der oberitalienischen
Seen. Er liegt in den lombardischen Provinzen Brescia und
Bergamo.
Der See befindet sich ca. 50 km nordwestlich von Brescia.
Das Seebecken wurde von den Gletschern der Valcamonica ausgehöhlt.
Der 65,3 km² große See liegt auf einer Höhe
von 181 m ü. NN., ist 25 km lang und maximal 251 m
tief. Gespeist wird der See vom Fluss Oglio.
Anfahrt
mit Auto. Über die Autobahn A4 von Verona oder Mailand
nach Iseo am Südende des Sees.
Die SS42 ab Bozen führt das Val Camonica hinunter trifft
in Lóvere an Nordende des Sees; die Fahrt ist äußerst
langwierig.
Anfahrt
mit der Bahn.
Ab Brescia gemächtliche, privat betriebene Nebenlinie
FMN am Ostufer entlang und das Val Camonica hinauf bis Édolo.
Anfahrt
mit dem Schiff.
Die Fähren der Navigazione sul Lago d’Iseo laufen
etwa stündlich die meisten Orte am See an, außerdem
die Insel Monte Isola.
Lago
d'Entine.
Nordöstlich vom Iseosee liegt der lang gestreckte,
sehr idyllische Badesee Lago d'Entine. Hier herrscht eine
herrliche, üppige Vegetation. Das Gebiet ist vom Tourismus
weitgehend unberührt. Der netteste Ort ist das ruhige
Monasterolo del Castello am südlichen Ostufer, dort
liegt auch eine einladende Badewiese.