Emilia
Romagna.
Vieles spricht für einen Urlaub in der Emilia Romagna. Die Adriaküste
mit ihren flachen Sandstränden sowie ein landschaftlich
ausgesprochen reizvolles Hinterland mit einem immensen
Kulturgut garantieren einen abwechslungsreichen
Urlaub.
Schützende und schattenspendende Arkaden in
der Altstadt von Bologna und unendlich lange Reihen
unzähliger bunter Sonnenschirme auf den sonnigen
Stränden der Romagna. Eine moderne, dynamische,
reiche, zugleich menschennahe Stadt und langgestreckte,
von Touristen überfüllte Küsten,
die ihren Gästen Sonne, Meer und Vergnügen
bieten. Ist das die Emilia Romagna? Ja, aber noch
vieles mehr, denn die Region verfügt über
eine Unzahl historischer, künstlerischer und
kultureller Schätze. In der Emilia Romagna,
eine der wohlhabendsten Regionen Italiens, befinden
sich bedeutende Denkmäler und Meisterwerke
der Kunst, alte und berühmte Universitäten,
moderne Kultur- und Bildungsstätten. In der
Hauptstadt Bologna, Sitz der ältesten italienischen
Universität (aus dem 11. Jahrhundert), können
heute noch herrliche Kunst- und Bauwerke bewundert
werden. Von großem Interesse sind die beiden
schiefen Türme Torre degli Asinelli und Torre
della Garisenda, Piazza Maggiore mit den großen,
mittelalterlichen Gebäuden und der gotische
Dom S. Petronio, in dem Karl V. im Jahre 1530 zum
Kaiser gekrönt wurde. Nicht zu versäumen
sind die byzantinischen Meisterwerke von Ravenna,
das mittelalterliche Baptisterium von Benedetto
Antelami in Parma, der Malatesta-Tempelvon Rimini,
die romanische Kirche S. Mercuriale in Forlì,
das alte Rathaus von Piacenza, die Wallfahrtskirche
Madonna della Ghiara aus dem 17. Jahrhundert in
Reggio Emilia, die herrliche Galleria Estense in
Modena, die gut erhaltene Altstadt von Ferrara.
Zum Abschluß noch einen guten Appetit. Sie
werden sich sicher fragen, was das wohl mit Kultur
zu tun hat? Gehen Sie einfach hin eines der Restaurants
dieser Region und Sie werden es verstehen.
Adriaküste.
Vor allem die Küste der Emilia Romagna präsentiert
sich mit ihren 110 Kilometer langen feinen Sandstränden
von Comacchio bis Cattolica als ideales Reiseziel
für Familien mit Kindern. Hier wird Sicherheit
groß geschrieben. Über 800 Bademeister
auf 340 Wachtürmen sorgen entlang der Adriaküste im Notfall blitzschnelle für Hilfe.
Familienfreundliche Unterkünfte in der Emilia Romagna.
Die Adriaküste der Emilia Romagna gilt als
eine der kinderfreundlichsten Destinationen Italiens.
Über 1.000 Hotels und Campingplätze haben
sich auf die Bedürfnisse der kleinen Gäste
eingestellt. Mit verschiedenen Services rund um
Baby und Kleinkind garantieren sie einen stressfreien
und erlebnisreichen Urlaub für die ganze Familie.
Auf dem Programm stehen zum Beispiel Kindermenüs,
Miniclubs im Hotel und auch am Strand, Bastelkurse
und Babysitter. Kinderbetten, Flaschenwärmer
und Babyphones gehören zu den Standardleistungen.
Wellnessbereiche und Leseecken der „Family
Hotels“ bieten darüber hinaus ideale
Entspannungsräume für die Eltern.
Unterkünfte in der Emilia Romagna.
In der Emilia Romagna findet jeder Urlauber die
passende Unterkunft. Mehr als 5.000 Hotels mit insgesamt
über 265.000 Betten bietet die Region. Davon
befinden sich 3.700 Hotels mit 190.000 Betten allein
an der Adriaküste. Alternativen zu Hotels bieten
Landgasthäuser und Ferienwohnungen sowie 107
Campingplätze und Feriendörfer, die jährlich
rund 600.000 Gäste und 5,5 Millionen Übernachtungen
aus dem In- und Ausland verzeichnen.
Anfahrt.
Über durchgehende Autobahnen ist die Emilia Romagna leicht erreichbar.
Bahnverbindungen bestehen von allen großen deutschen
Bahnhöfen aus über Bologna.
Mit dem Flugzeug erreicht man die Ferienregion mit Alitalia,
Lufthansa und Air Dolomiti über Bologna und Rimini sowie mit Ryanair über Bologna/Forlì. Seit
dem Winterflugplan 2004/05 verbindet Jet X Hamburg und
Berlin mit Bologna.
Gästen steht eine noch breitere Palette an Sport-
und Vergnügungsmöglichkeiten zur Auswahl. Sportlich
Aktive finden neue Plätze für Volley- und Basketball.
Auch für den aktuellen Trendsport Fußball-Tennis
werden Felder eingerichtet. In modernen Fitness-Räumen
üben Urlauber Sportarten wie Yoga, Fitbox, Kickboxing
oder Freeclimbing aus. Hobbyskippern stehen rund 5.000
Liegeplätze zur Verfügung.
Neben facettenreichen Wassersportmöglichkeiten aller
Kategorien bietet die Region darüber hinaus ein breites
Angebot an etablierten Sportarten wie Tennis u.a.m. Vor
allem Radler haben im letzten Jahr die Emilia Romagna für sich entdeckt. Mit 360.000 Ankünften und
1,2 Millionen Übernachtungen aus dem In- und Ausland
liegt hier ein Zuwachs im Vergleich zu 2003 um 20 Prozent
vor. Es sind die abwechslungsreichen Routen, die Radler
das ganze Jahr über immer mehr begeistern. 8.000
Kilometer für Radler geeignete Strecken hat dieser
Landstrich zu bieten, und entlang der 13 Wein- und Gourmetrouten
locken vor allem regionaltypische Köstlichkeiten
aus Küche und Keller.
Darüber hinaus stehen 35 Parks und Naturschutzgebiete
nicht nur für entspannende Touren durch herrliche
Naturlandschaften, sondern auch für ein großes
Umweltbewusstsein.
Golf in der Emilia Romagna.
Dass die Emilia Romagna ein ideales Ziel für Golfer
ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Von Januar
bis September 2002 ist die Nachfrage um 30 Prozent gegenüber
dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres gestiegen. Grund
genug, das Angebot stetig zu erweitern. So steht die Eröffnung
eines 9-Loch-Parcours in Cervia-Milano Marittima sowie
eines 18-Loch-Platzes in San Giovanni in Marignano bevor.
Mit zwölf 18-Loch-Plätzen und sieben 9-Loch-Plätzen
zwischen Piacenza und Cattolica zeigt sich die Emilia Romagna bestens für Golfer gerüstet und verspricht
ungetrübtes Golfvergnügen auf abwechslungsreichen
Parcours in herrlichen Landschaften. Näheres zum
Thema Golf in der Emilia Romagna liefert die Internetseite
des 2002 gegründeten regionalen Golfverbandes „Emilia
Romagna Golf“ unter: www.emiliaromagnagolf.com.
Freizeitaktivitäten
für Groß und Klein.
Von Entdeckungstouren in die Natur bis hin zu Vergnügungsparks
hat die Adriaküste für jedes Alter etwas zu
bieten. 18 verschiedene Themenparks, Delphinarien, Aquarien
und Minigolfanlagen laden zum Vergnügen ein.
Besonders beliebt bei Familien mit Kindern ist zum Beispiel
der Wasserpark Aquafan www.aquafan.it
in Riccione. Auch das Mirabilandia www.mirabilandia.it
in der Nähe von Ravenna gehört zu den führenden
Freizeitparks Italiens. Der neueste Freizeitpark Oltremare
hat im vergangenen Juni seine Pforten geöffnet. Wer
eine komplette Italientour an einem Tag erleben möchte,
ist in Italia in Miniatura in Viserba di Rimini genau
richtig: Der Park lädt zu einer Reise entlang der
berühmtesten Sehenswürdigkeiten Italien in Miniaturformat
ein.
Darüber hinaus sollten Familien die spannenden Ausflugsmöglichkeiten
in die reizvolle Natur der Emilia Romagna nicht verpassen.
So kommen Kinder im Nationalpark Foreste Casentinesi bei
Bagno di Romagna auf ihre Kosten: Auf dem Sentiero dei
gnomi, dem Zwergenpfad, entdecken Groß und Klein
Zwergenhäuschen und –dörfer im Wald.
Ein Ausflugstipp für Familien ist auch die Casa
delle Farfalle, das Schmetterlingshaus in Milano Marittima.
Auf 800 Quadratmetern erleben Besucher hautnah über
1.000 frei fliegende Schmetterlinge verschiedener Arten.
Hier ein Geheimtipp: Bei einem Besuch des Schmetterlingshauses
sollten Gäste rote oder blaue Kleidung tragen, da
diese Farben die Schmetterlinge besonders anlocken.
Kuren und Wellness in der Emilia Romagna.
Mit 21 Thermaleinrichtungen verfügt die Region über
ein vielschichtiges Kur- sowie Wellnessangebot und verspricht
Entspannung in einer ansprechenden Kulturlandschaft. Das
Angebot reicht von Aromabädern, Fango über Massagen
bis hin zu Trinkkuren.
Auch die 1.414 Strandbäder bieten vielfältige
Möglichkeiten, zu relaxen und sich ganz der Wellness
zu verschreiben. Die größte Neuheit sind die
„Wellness-Oasen“ direkt am Strand: Sessel,
Leseecken, Schwimmbäder, Unterwassermassagebecken
und Duschen mit Aromatherapie laden zum Entspannen ein.
Einen guten Start in einen neuen Urlaubstag garantiert
allein schon das Joggen am Strand bei wohltuender jodhaltiger
Luft.
Wer ganz Italien an einem Tag sehen will, kann in Viserba
di Rimini, im Zentrum der adriatischen Riviera, eine Miniaturausgabe
des Stiefels besuchen. Wie in einem Schmuckkästchen
finden sich hier 273 maßstabgetreue Reproduktionen
der wichtigsten Gebäude Italiens und Europas wieder.
Mit Siebenmeilenstiefeln geht es von der Arena in Verona
zum Tal der Tempel in Agrigent, und ein kleiner Abstecher
führt Sie zu Saint Paul's Cathedral in London. Sie
tauchen in eine andere (verkleinerte) Dimension ein, eine
Reise, die sich für große und kleine Besucher
lohnt; dasselbe gilt für das Delphinarium in Rimini,
das außer den freundlichen Delphinen auch viele
andere Fische beherbergt. Die Emilia Romagna bietet ihren
Gästen zudem eine Vielzahl maßgeschneiderter
Reiserouten, die an die jeweiligen Wünsche angepasst
sind. Wer gerne an das Meer möchte, kann sich direkt
an der Riviera zum Schwimmen und Sonnen niederlassen und
eventuell die Nächte in den Diskotheken von Rimini,
Riccione, Milano Marittima und Cesenatico durchtanzen.
Ferrari-Fans können sich in der Galerie des Autoherstellers
in Maranello (Modena) mit angeschlossenem Automuseum informieren,
wohingegen Naturliebhaber die Schönheit des Apennin
zu Pferd auf den Reitwegen zwischen Parma und Piacenza erkunden können. Kunst, Religion und Geschichte sind
in Bologna in der Basilica di San Petronio vereint, eine
der schönsten Kirchen Italiens, deren Fassade zur
Hälfte mit Marmor und Naturstein verkleidet ist.
498 Stufen führen hinauf in die Spitze des Torre
degli Asinelli, wo der mühsame Aufstieg mit einem
atemberaubenden Blick über die Stadt belohnt wird.
Ferrara, eine weitere Stadt der Künste, erfährt
man am besten in aller Ruhe auf dem Fahrrad und besichtigt
das Schloss der Este, bevor man sich nach Modena aufmacht,
um dort die Kathedrale und die Ghirlandina (Glockenturm)
zu besuchen.
Auch Feinschmecker kommen in der Emilia Romagna voll
auf ihre Kosten. Es ist eher die Qual der Wahl, die Urlaubern
angesichts all der köstlichen Verlockungen zusetzt.
Es ist vor allem die Pasta in all ihren Variationen, die
hier zu den kulinarischen Hauptdarstellern zählt.
Die Heimat des weltbekannten Parmaschinkens, des viel
gerühmten Parmesankäses und des Aceto Balsamico
aus Modena verspricht jedoch auch jenseits der Pasta kulinarische
Freuden erster Güte. Urlauber lernen diese am besten
entlang der 13 kulinarischen Weinstraßen, der „Strade
dei vini e dei sapori“, kennen.
Einfache, geschmackvolle Gerichte. So lässt sich
die Küche der Emilia Romagna beschreiben, die Stars
wie den Parmesankäse - Parmigiano Reggiano - und
den Parmaschinken vorzuweisen hat. Es ist eine Region
für Feinschmecker, und neben der herkömmlichen
historisch-künstlerischen Rundreise bietet sich eine
Schlemmerreise mit Aufenthalten "nach Gusto"
an. Erster Aufenthalt könnte Bologna sein, wo Sie
Mortadella in Stückchen oder in dünne Scheiben
geschnitten, Tagliatelle mit Ragout und Tortellini probieren
können. Weiter führt die Reise in Richtung Reggio
Emilia, wo der typische Erbazzone (pikanter Spinatkuchen)
serviert wird, in Piacenza probieren Sie Tortelloni und
in Modena den Zampone (gefüllter Schweinefuß),
Aceto Balsamico (Essig aus Traubenmost), die "Bomba
di Riso" ("Reisbombe" zu im Sud gegartem
Täubchen) und Tortelli mit Kürbis. In Parma gilt es, den Culatello di Zibello (luftgetrockneter, geschnürter
Schinken), Tortelli mit Kräutern und natürlich
rohen Schinken zu probieren. Gefolgt von Piacenza mit
seinen Pisarei e Faso (kleine Kartoffelklößchen
mit Bohnen) und Ferrara mit den Burricche (einer besonderen
Lammart). In der ganzen Region isst man die Piadina (vorzügliches,
dünnes Fladenbrot aus Wasser, Mehl und Salz) einfach
ohne alles oder mit Aufschnitt, Käsesorten oder verschiedenen
Füllungen. Ein weiterer Schatz der Region ist der
Wein. Berühmte Sorten wie der Gutturnio, der auf
den Hügeln um Piacenza angebaut wird, der Trebbiano
sowie Lambrusco, Barbera, Sauvignon und Sangiovese stammen
aus dieser Region. Der Nachtisch, der die Schlemmerreise
beendet, sollte aus Amaretti aus San Geminiano, Torta
Nera (Kuchen aus Schokolade und bitteren Mandeln) und
Lupini (süße Teigkügelchen) bestehen.
Parmigiano Reggiano.
Den „formaggio parmigiano gratuggiato“ (geriebener Parmesankäse) kannte man schon zur Zeit des berühmten italienischen Schriftstellers und Dichters, Giovanni Boccaccio (1313 – 1375). In seinem berühmtesten Werk „Decameron“ wird der Käse bereits erwähnt, woraus man schließen kann, dass die Tradition der Parmesan-Herstellung noch älter ist. Nach wie vor ist der Parmigiano-Reggiano ein Produkt von höchster Qualität, das seit 1996 auch durch die Ursprungsbezeichnung DOP geschützt ist.
Um ein Kilo des Hartkäses herzustellen benötigt man 16 Liter an hochwertiger Milch. Jeder Käselaib ist mit Produktionsmonat und –jahr, einer progressiven Nummer sowie der Nummer der Käserei versehen. Die Konservierung ist nur auf die hohe Qualität der Zutaten und auf die sorgfältige Herstellung zurückzuführen: der Parmigiano-Reggiano enthält weder Konservierungsstoffe noch Farbstoffe. Nach der Reifezeit, die zwischen 12 und 36 Monate beträgt, wird der Käse einer Endkontrolle unterzogen und vom Herstellerverband „Consorzio del Parmigiano Reggiano“ gebrandmarkt; nun kann der Käse in den Handel kommen.
Produziert wird der Käse in den Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena und teilweise auch in Mantua und Bologna.