Der
Comersee (ital. Lago di Como).
Der Comersee zählt zu den Alpenseen. Mit einer
Länge von 55 km und einer Tiefe von 410 m gehört
der See zu den tiefesten in Europa. Aufgrund des milden
Klimas herrscht hier eine üppige Vegetation.
Der See spaltet sich in der Mitte zu einem umgekehrten
Y, an deren beiden Enden die größten Städte
Lecco und Como liegen.
Aber nicht nur durch die traumhafte Landschaft ist
die Gegend um den Comersee bekannt, auch die Industrie
hat sich hier einen Namen vor allem durch die Seidenmanufakturen,
die einen Großteil der gesamten Weltproduktion
herstellen, gemacht.
Das Ostufer hat touristisch nicht viel zu bieten.
Eine Ausnahme bietet das Dörfchen Varenna, welches
durch sein malerisches Ortbild zu den schönsten
des Sees zählt.
Lage.
Der Comersee liegt in einem Zungenbecken des ehemaligen
Addagletschers, der sich vor der Alta Brianza in die Arme
von Como und Lecco teilte. Daher hat der See heute seine
charakteristische Form eines umgekehrten "Y".
Der nördliche Arm beginnt bei der Stadt Colico, während
die Städte Como und Lecco an den Enden des südwestlichen
bzw. südöstlichen Armes liegen.
Der Comersee wird von der Adda durchflossen. Die Adda mündet
bei Colico in den See ein und verlässt ihn bei Lecco,
während der Comer Arm keinen Abfluss besitzt.
Anfahrt
mit Auto. Von der Schweiz kommend am schnellsten über
St. Moritz und Chiavenna. Von Mailand Autobahnzubringer
nach Como und Lecco. Die autobahnähnlich ausgebaute
SS 36 läuft über das gesamte Ostufer entlang.
Anfahrt
mit der Bahn.
Von der Schweiz die viel befahrene Gotthard-Linie nach Como:
Basel-Luzern-Bellinzona-Lugano-Chiasso-Como.
Von Mailand nach Como entweder mit der staatlichen FS oder
mit der privaten Ferrovia Nord Mailand. Am Ostufer entlang
führt eine Strecke von Chiavenna nahe der ital./schweiz.
Grenze nach Lecco, von dort häufige Verbindungen nach
Mailand.
Anfahrt
mit dem Schiff.
Zwischen allen wichtigen Orten am See verkehren die Fähren
und Tragflügelboote der Navigazione Lago di Como. Zwischen
Varenna, Bellagio, Cadenabbia und Menaggio im Zentrum des
Sees pendeln Autofähren, eine Möglichkeit, den
See zu überqueren, ohne ihn ganz zu umfahren.