Abriola.
Ursprünglich war die Ortschaft Hochburg der Araber,
dann wurde sie von den Schwaben und den Anjou erweitert.
Am Ende des IX Jh. wurde sie von den Langobarden
erobert. Später wurde sie Lehnsgut von Caimaro aus
Capaccio, dann folgten aufeinander in die Herrschaft
des Ortes die Filangeri der Fürst von Orange die
Fürsten aus Sangro die Caracciolo und zuletzt die
Federici, die es mit dem Baronstitel bis zur Aufhebung
des Feudalismus regierten. 1809 brannten die Briganten
das Dorf fast völlig ab, als Vergeltung gegen die
Einwohner die sich ihnen entgegengesetzt hatten.
ABRIOLA nahm auch an den Karbonar Unruhen teil.
Sehenswert ist die Mutterkirche (um 1400 erbaut),
in der man die schönen Fresken des mittleren Gewölbes,
eine hölzerne Statue des XV Jhs. die Madonna delle
Grazie darstellend, ein Gemälde des Malers Pietrafesa,
das die Heilige Jungfrau mit dem Christkind darstellt,
sowie ein silbernes Prozessional Kreuz der XV Jhs.
bewundern kann. Ein interessantes Bauwerk des Dorfes
ist auch die Annunziata Kirche. In ihrem Inneren
kann man einige Fresken betrachten: besonders wertvoll
ist eins, das die Madonna dell'Annunziata darstellt
und wahrscheinlich von dem lokalen Künstler Giovanni
Todisco bemalt wurde. In der Umgebung lohnt es sich
den Wallfahrtsort von Monteforte zu besuchen: in
der Kirche, die im XVI Jh. wiederaufgebaut wurde,
kann man sehr schöne Fresken des XII. XIII und XIV
Jhs. bewundern. Nicht weit vom Dorf entfernt, in
der Gegend vom "Bosco della Lama", befindet sich
die "Piana del Lago" eine sehr gute Schipiste, die
im Winter von vielen Touristen besucht wird. Zwischen
dem Maruggio Berg und dem Arioso Berg befindet sich
der "Rifugio della Maddalena" eine Berghütte die
von dichten Wäldern umgeben ist. Eine Legende erzählt
daß dort der Heilige Gianuario, Bischof von Chartago,
gemartert wurde. Abriola ist auch der Geburtsort
des Malers Giovanni Todisco der zwischen dem XVI
und XVII Jh. lebte. Dieses Bergdorf lebt hauptsächlich
von Viehzucht und Landwirtschaft.