Sandbäder stellen eine besondere Art der Thermalanwendungen
dar. Dabei wird Meeressand mit seinem besonderen Salzgehalt
verwendet. Salze und organische Bestandteile im Sand, die
ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein können, sind
das Ergebnis eines durch die Wellenbewegung erzeugten Filterprozesses.
Die Psammatotherapie stellt oft eine Phase innerhalb eines
komplexeren therapeutischen Prozesses dar, und wird mit
Balneotherapie in Meerwasser und anderen Thermalbehandlungen
verbunden.
Im Allgemeinen werden Sandbäder in Zusammenhang mit
Thalassotherapie angeboten, wobei die Thermalbehandlungen
(Sand- und Meerbäder) durch die Vorteile des Klimas
und der Meerlage unterstützt werden.
Die klimatischen Bedingungen, unter denen die Behandlungen
durchgeführt werden, sind von großer Bedeutung
und das Mittelmeerklima erscheint aufgrund seiner geringen
Temperaturschwankungen, seiner mittleren Luftfeuchtigkeit
und seines Luftdruckes optimal. Die Orte am Meer biet en
zusätzlich noch eine natürliche Aerosol-Behandlung,
wenn der Wind Ione und Mineralsalze aus dem Meerwasser an
Land weht.
Sandbäder sind speziell für die Behandlung von
rheumatischen und Knochen- und Gelenksleiden indiziert,
während die Thalassotherapie mit ihrer Kombination
aus klimatischen Bedingungen und Thermalkuren für ein
breites Spektrum von Pathologien geeignet erscheint. Dazu
gehören Hautkrankheiten (auch Psoriase), Entzündungen
der Atemwege, Immunschwäche und Rachitis bei Kindern.