Mit dem Begriff Anthrotherapie werden verschiedene therapeutische
Anwendungen von Wasserdämpfen in natürlichen oder
vom Menschen angelegten Höhlen bezeichnet.
Die Höhlen werden in warme und kalte Höhlen unterteilt,
nur erstere können für Heilzwecke benutzt werden:
wir unterscheiden zwischen den typischen feucht-warmen Grotten
und trocken-warmen Grotten, den so genannten Schwitzbädern.
Hier kommt der Dampf aus den Öffnungen im Boden oder
in den Wänden der Höhlen.
Die therapeutische Wirkung der natürlichen Grotten
und Dampfbäder wird durch die warmen Thermalquellen
oder die Entwicklung von Dämpfen, bedingt durch aktive
vulkanische Phänomene, hervorgerufen. In den Grotten
und Dampfbädern werden die Patienten in einem besonderen
Mikroklima behandelt, das von verschiedenen Faktoren beeinflusst
wird (Wassertemperatur und chemische Zusammensetzung des
Wassers; Feuchtigkeit, Zusammensetzung eventuell vorhandener
Thermalgase, Zusammensetzung des Gesteins, Ionisierung der
Luft).
Eine Thermalbehandlung bezieht natürlich den Gesamtorganismus
des Patienten mit ein. Der Patient reagiert sozusagen auf
die Umwelteinflüsse, insbesondere auf die Wärmebeeinflussung,
mit denen er konfrontiert wird.
Die Anthrotherapie wird vor allem bei rheumatischen und
Gelenksleiden sowie u.a. bei Erkrankungen der Atemwege erfolgreich
eingesetzt.