Duschtherapien sind zwar noch nicht sehr verbreitet, jedoch
von sicherer therapeutischer Wirkung; diese Art der Behandlung
kann sowohl mit Leitungs- als auch mit Thermalwasser durchgeführt
werden. Der Vorteil von Thermalwasserduschen besteht in
der Kombination von Behandlungsmethode und Heilkräften
des Wassers.
Der Wasserstrahl, der auf die gesamte Körperoberfläche
ausgedehnt oder auf eng abgegrenzte Körperzonen beschränkt
werden kann (wie im Fall von fadenförmigen Duschen),
hat nicht nur eine direkte Wirkung auf die behandelte Körperzone
sondern eine generell stimulierende Wirkung auf den Gesamtorganismus,
vor allem auf Herz und Kreislauf und auf das Nervensystem.
Die vom Wasserstrahl stimulierten Körperzonen sind
durch Nervenenden nicht nur mit den äußeren Geweben
verbunden, sondern auch mit inneren Geweben und Organen,
auf die sich die wohltuende Wirkung ebenfalls überträgt.
Aus diesem Grund haben sich die Duschen als besonders nützliche
Unterstützun g bei der Behandlung von psychischen Leiden
und Gemütsschwankungen (Behandlung von Angstpatienten
und Depressionen) und bei ästhetisch-medizinischen
Problemen, vor allem bei Zellulitis und anderen kosmetischen
Problemen, erwiesen. Die Anwendung der Duschbehandlung unterscheidet
sich je nach Art des Wasserstrahls, der Wassertemperatur
(Warmduschen, Kaltduschen, schottische Duschen, Wechselduschen)
und dem Druck des Wasserstrahls.Je nach Art des Wasserstrahls
können wir eine breite Auswahl von Duschen unterscheiden
(Dusche mit Wassersäule, Regendusche, horizontaler
Wasserstrahl); besondere Erwähnung verdient der vertikale,
fadenförmige Wasserstrahl von ca. einem halben Millimeter
Durchmesser, der besonders bei der Behandlung von Hautkrankheiten
und wegen seiner abrasiven Wirkung vor allem bei Aknefällen
eingesetzt wird.
Die Duschen können auch nach den damit behandelten
Organen oder Körperteilen klassifiziert werden; wir
unterscheiden Haut-, Leber- und Leber-Magenduschen, sowie
perineale und Fußsoh lenduschen.