Verona.
Prunkvolle Villen aus dem 18. Jh., Spaziergänge am Ufer des Gardasees, Türme und Schlösser aus vergangenen Zeiten, eine herrliche Atmosphäre entlang der Etsch und der einzigartige Geschmack der Veroneser Weine - all dies und noch viel mehr bietet die Provinz Verona.
Der Gardasee: zwischen Natur, Schlössern, Villen und Museen
Seit jeher ist der Gardasee ein beliebtes Ausflugsziel vieler Reisenden. In der Vergangenheit wurde er von bekannten Persönlichkeiten wie Goethe, Byron, Lawrence oder Ibsen besucht, die sich sogleich in seine einzigartige Landschaft verliebten. Heute ist der See nicht nur ein tolles Naturspektakel aus grünen Hügeln, sanften Anhöhen und kleinen und großen Stränden, sondern auch ein Hort kostbarer historischer, künstlerischer und kultureller Hinterlassenschaften. In seiner Nähe erstrecken sich zahlreiche, anziehende Ortschaften, die mit kleinen, bemalten Häusern und erhabenen Villen - Symbol des einstigen Wohlstands -geschmückt sind. Vor allem am Osthang des Sees können wahre Prachtbauten bewundert werden: Villa Alberini (obwohl man sie nur von Außen besichtigen kann, ist sie eines der prunkvollsten, mittelalterlichen Wohnhäuser, mit großer Parkanlage, Baumalleen, Wasserfällen, Brunnen und Grotten); Villa Carlotti-Canossa (18.-19. Jh.); Palazzo di Capitani in Garda (venezianischer Bau aus dem 14./15. Jh.); Palazzo Carlotti in Caprino Veronese (Gebäude aus dem 15. Jh., beherbergt das Museum mit bekannten Wandmalereien); zahlreiche andere Villen entlang der venetischen Küste des Sees, in Ortschaften wie Malcesine, Brenzone und Bardolino. Es gibt zudem viele Schlösser und Türme zu besichtigen, die z.T. bis in das 13. Jh. zurückreichen, wie jene in Peschiera, Castelnuovo, Torri del Benaco und Malcesine (dort in der Nähe befindet sich ein Archäologie- und Waffenmuseum). Historisch und künstlerisch interessant sind auch die vielen Museen (von denen einige den lokalen Produkten wie dem Olivenöl und dem Wein gewidmet sind), Einsiedeleien, Klöster, Gedenkstätten und alten Pfarreien, die sich über das ganze Gebiet ausbreiten.
Das Veroneser Gebirge: Lessinia und Monte Baldo
Das nördliche Gebiet der Provinz wird von dem Lessinia-Gebirge beherrscht, das den Übergang von der Poebene in alpines Gelände bestätigt. Gemeinsam mit dem nahegelegenen Monte Baldo bildet die Lessina mit ihrem Nationalpark einen zauberhaften Hintergrund für Trekkingausflüge und Wanderungen durch Buchenwälder, weite Wiesen, Olivenhaine, Weinhügel und Obstgärten (Kirsch- und Kastanienbäume). Der Berg, der sich aus altem Sediment- und Vulkangestein zusammensetzt, bewahrt auch heute noch uralte Traditionen, wie die Steinbearbeitung, den Kohleabbau und die Almwirtschaft mit ihrer Herstellung von hochwertigen Milchprodukten und Käsesorten.
Weinland Valpolicella
Das Valpolicella-Gebiet wird von seinen schönen und alten Villen und vor allem von seiner Weinproduktion bestimmt. Zu den künstlerisch und historisch wertvollsten Villen gehören Villa Serego (im 16. Jh. von dem bekannten Architekten Palladio entworfen); Villa Cazzola-Della Torre (einem römischen Stadthaus ähnlich); Villa del Bene (mit einem herrlichen Freskenzyklus im Inneren); Villa Mosconi; Villa Gioina Fagioli; Villa Pullè-Galtarossa. Die natürlichen und künstlerischen Juwelen werden jedoch deutlich von der Weinproduktion, dem wahren Kennzeichen des Gebiets, überragt. Zu den besten Weinen der Zone zählen der Valpolicella, der Recioto della Valpolicella und der Amarone della Valpolicella (die letzten zwei werden durch besondere und in Italien einzigartige Techniken verfeinert).
Natur im Basso Veronese
Das Gebiet im Basso Veronese wird von herrlichen Landschaften durchzogen, die den Besuchern eindrucksvolle Spaziergänge entlang der von der Etsch gekennzeichneten Naturpfade bieten. Zu den schönsten Landschaftsbildern zählen das Naturschutzgebiet Brusà, der Tartaro-Wald und die Sumpfgebiete von Busatello und Pellegrina. Diese vier Gebiete lassen sich mit Führung oder auch zu Pferd, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erforschen.
Enogastronomische Tradition und Feste
Neben den bereits erwähnten Valpolicella-Weinen, hebt sich die Provinz Verona auch durch die Produktion anderer hervorragender Weine hervor. Zu diesen gehören der Soave, der Bardolino Novello, der Valdadige Bianco und Rosso, der Bianco di Custoza, der Lessini Durello und der Tocai di San Martino della Battaglia. Diese Weine werden in die ganze Welt exportiert und jedes Jahr in den üblichen Weinfesten gefeiert. Ein bekanntes Fest ist der Palio del Recioto, der Ende März in Negrar stattfindet und bei dem die Bedeutung der enogastronomischen Tradition der Provinz voll zum Ausdruck kommt. Neben den Weinen bieten auch die zahlreichen, einheimischen Gerichte einen einmaligen Genuss. Zu den typischen Speisen zählen gekochtes Rindfleisch mit Pearà (Pfeffersoße aus Brot, Mark und Parmesankäse), Polenta, Gnocchi und Teigwaren mit Bohnen. Leckere Desserts sind der bekannte Pandoro, der vor allem zu Weihnachten in ganz Italien gegessen wird, und der Panettone. Zu den Spezialitäten der Provinz zählen das Olivenöl sowie die Oliven, mit eigenem Olivenfest in Torri del Benaco, die Spargel, Kastanien, Trüffel, verschiedene Käsesorten (im Oktober findet in Verona die Käseolympiade statt), Tortellini (bekannt sind vor allem jene aus Valeggio, wo zu ihren Ehren das große Tortellini-Fest stattfindet) und die zahlreichen Fischsorten (circa 30) aus dem Gardasee.