Venedig.
In unmittelbarer Nähe der Stadt Venedig führen idyllische Wege durch die grüne Natur und entlang der friedvollen Flüsse, vorbei an kleinen Städten, die reich an Geschichte und traumhaften Villen sind. Naturspektakel und historische Schätze bilden den reizvollen Höhepunk dieser märchenhaften Lagunenwelt.
Von Süd bis Nord: die Brenta-Villen, das Land der Tiepolo, der Küstenstrich Cavallino
Riviera del Brenta. Bezeichnend für dieses Gebiet, das sich entlang dem Flusslauf erstreckt, sind die luxuriösen, aristokratischen Villen, die zwischen 1500 und 1700 erbaut wurden. Diese Prachtbauten, Ausdruck des venezianischen Wohlstands der Zeit, standen in enger Verbindung mit der wichtigen Rolle, die der Brenta-Fluss als Haupthandelsweg inne hatte. Für den Bau der Villen wurden einige der damals besten Architekten und Maler verpflichtet, wie z.B. Palladio und Pellegrini. Zu den Naturschönheiten der Riviera zählen das Averto-Tal, eine riesengroße, vom WWF geschützte Grünflache, eine wahre Oase für zahlreiche Tierarten. Ein einmaliges Erlebnis bietet die jährlich stattfindende und auf alte Traditionen beruhende “Riviera Fiorita” (die blühende Riviera): Am zweiten Sonntag im September ziehen in den Gemeinden zwischen Stra und Malcontenta 1100 kostümierte Personen durch die Straßen und mit den Booten dem leuchtenden und stimmungsvollen Fluss entlang, vorbei an den herrlichen Villen und ihren Gärten.
Das Land der Tiepolo. Dieser Landstrich ist nach der gleichnamigen, berühmten Künstlerfamilie benannt, die dort im 18. Jh. lebte. Seit jeher wurde das Gebiet als eine Art Projektion des blühenden Venedigs angesehen, das dessen Gesellschaft und Sitten, sowie die Suche nach dem Schönen (die Kunst) und dem feinen Leben wiederspiegelte. Von den prächtigen Wohnsitzen der Adeligen sind neben der Villa Tiepolo vor allem die Villen Belvedere und XXV Aprile in Mirano zu bewundern. Zwischen diesen beiden Villen thront das Castellotto, ein romantischer Bau aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert sind zudem Villa Farsetti in Santa Maria di Sala, Torre dei Tempesta in Noale und Villa Romanin-Jacur in Salzano. Letztere gab der alten Seidenspinnerei, die vor kurzem wieder eröffnet wurde, ihren Namen. Zu den traditionellen Veranstaltungen des Gebiets zählen das bekannte Gioco dell’Oca in Mirano. Dieses „Gänsefest“ findet zwei Mal im Jahr statt, im November und am 25. April, zum Gedenktag des Stadtheiligen von Venedig, dem Hl. Markus. Andere wichtige Veranstaltungen sind der Palio dei Tempesta von Noale (im Juni), die Feste Cortesi und der Palio dei Sala in Santa Maria di Sala und das moderne Musik- und Kulturevent „Ubi Jazz“, mit Vorstellungen in den verschiedenen Gemeinden (den ganzen Sommer über).
Die Halbinsel Cavallino. Das Hauptmerkmal dieser Halbinsel sind ihre herrlichen Sandstrände, die je nach Licht in eine andere Farbe tauchen. Die Küste zeigt sich naturbelassen und abschnittsweise wild und unberührt; das Meerwasser ist sehr jodhaltig und wird daher gerne für therapeutische Zwecke verwendet. Der Sand, auch „Dolomit“ genant, eignet sich hervorragend für Sandbäder. Auf dieser Halbinsel, in die sich der Schriftsteller Herman Hesse verliebte, werden jedes Jahr die lokalen Naturprodukte „gefeiert“, wie der grüne Spargel, der im Sand heranwächst. Mit der “Sagra dea Sparesea” wird im Sommer der bunte Veranstaltungsreigen der gastronomischen und kulturellen Events und Volksfeste eröffnet.
Erwähnenswert ist auch Mestre, das, obwohl es sich auf dem Festland befindet, durch die Ponte della Libertà (Freiheitsbrücke) mit Venedig verbunden ist. Das wichtigste Monument in Mestre ist die Torre Civica, die von den alten Mauern, der Burg und den übrigen zehn Türmen, die die Stadt befestigten, zeugt. Rund um Mestre erzählen Kirchen, alte Festungen und typische Plätze von der noblen Vergangenheit der Republik Venedig bis zurück in die Römerzeit.
Bekannte Badeorte und Inseln von Nord bis Süd: Caorle, Jesolo und Chioggia
Caorle. Hier befindet sich der Touristenort Santa Margherita;die einstige Insel besteht aus einem kleinen Ort, in dem sich enge Gassen (“calli”) und kleine Plätze (“campielli”) kreuzen und von graziösen, pastellfarbenen Häusern geschmückt werden. Dieses vom Kanal durchzogene Städtchen strahlt eine ungemeine Ruhe aus. Gleichzeitig bietet es aber mit seinen Wasserpark, Golfplatz und Sportanlagen ein reichhaltiges Angebot an Freizeitgestaltungen. Die Stadt mit Wurzeln im 5. Jh. n.Chr. hat eine wunderschöne Kathedrale und die Kirche Madonna dell’Angelo, die zwei wertvolle Kunstwerke aufbewahrt: eine Holzstatue der Jungfrau Maria und ein Kreuz. Dem Schriftsteller Ernest Hemingway, der oft in Santa Margherita verweilte, diente der Ort als Inspiration.
Jesolo bietet ein Zusammenspiel von Natur und Unterhaltung. Neben seinen Stränden hat das lebendige Touristenzentrum ein reichhaltiges Unterhaltungsangebot für jede Altersgruppe und zu jeder Uhrzeit. Neben seiner riesigen Fußgängerzone (die längste in Europa), verfügt der Ort über tolle Einrichtungen, wie einen Wasserpark, Thermalanlagen, Golf- und Tennisplätze etc. Zudem ist er ein idealer Ausgangspunkt, um Ausflüge auf das umliegende Land zu machen, oder aber um an organisierten Exkursionen durch die Lagune und Umgebung teilzunehmen.
Chioggia ist ein vielbesuchter Badeort, der von Nord bis Süd von drei malerischen Kanälen durchzogen wird. Der wichtigste ist der Vena-Kanal, über den neun Brücken führen und an den sich links und rechts erhabene Paläste mit Laubengängen sowie der alte Fischmarkt reihen. Chioggia besitzt außerdem viele Gebäude im venezianischen Stil, darunter den Dom, die gotische Kirche S. Martino und einige Paläste aus dem 6. Jahrhundert.
Die Inseln: das Lido von Venedig ist eine Verlängerung des Hauptortes, die gemeinsam mit der Insel Pellestrina die Lagune umschließt. Von hier aus kann man mit dem Boot Erkundungsfahrten zu den anderen Inseln machen, u.a. zur Insel Pellestrina, ein schmaler, elf km langer Landstrich zwischen Lagune und Meer mit sandigen Dünen und hohen Schilfpflanzen, geschützt durch die bekannten Steindämme, die die Republik Venedig im 18. Jh. zur Verteidigung anlegen ließ. Torcello, das auf das 1. Jh. n. Chr. zurückgeht, sticht mit seinem herausragenden Kirchturm und der Kathedrale hervor; Burano verfügt neben seiner großen Piazza Galoppi über ein Museum (Museo Merletto), in dem handgefertigte Spitzen ausgestellt sind; Murano ist weltweit bekannt für die Glasbearbeitung. Einige kostbare Stücke können im wunderschönen Glasmuseum bewundert werden. Das Symbol von S. Erasmo ist seine alte Turmruine „Torre Massimiliana“, die den kleinen Strand, „Bacan“ genannt, überragt, einen für die Venezianer beliebten Treffpunkt zum Feiern.