Belluno.
Mitten im atemberaubenden Dolomitengebiet liegt Belluno, ein beliebtes Urlaubsziel, in dem Kunst, Geschichte, Kultur und Natur zu einem beeindruckenden Gesamtwerk verschmelzen. Die Provinz bietet ihren Besuchern eine märchenhafte Landschaft, geschmückt mit romantischen Orten, erhabenen Bergen, reizvollen Tälern und ruhigen Wäldern.
Die strahlende Stadt Belluno, aus dem Keltischen „belo donum“, das soviel wie „strahlende Stadt“ bedeutet, zählt zweifelsohne zu den schönsten Städten von Venetien. Auf einem Vorgebirge gelegen, das wie eine natürliche Aussichtsterrasse einen herrlichen Blick auf das Piavetal bietet, erstreckt sich Belluno in einem leuchtenden Becken. Im Norden wird es von den Dolomiten, dem schönsten und fesselndsten Gebirge der Welt, und im Süden von den Venetischen Voralpen umrandet. Dieser zauberhafte Gebirgszug bildet den Rahmen für die Belluneser Täler, in denen jede Gasse und jeder Platz an vergangene Zeiten erinnert.
Kunst inmitten der Berge
Belluno ist eine facettenreiche Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Es ist der ideale Ort für alle Natur-, Kletter- und Wanderbegeisterten. Aber auch für all jene, die sich für Kunst (die originellen Holzskulpturen), Kultur und Geschichte (die bekannte Nekropole von Mel und die Ausgrabungsstätte bei Lagole/Calalzo) interessieren, gibt es ein reichhaltiges Angebot. Die Provinz verspricht nicht nur erholsame Tage in der Natur, sondern präsentiert auch stolz ihr künstlerisches und historisches Erbe. Nach Belluno ist Feltre die zweitwichtigste Stadt im Belluner-Tal. Kunst und Kultur werden hier groß geschrieben. Die einzigartige Atmosphäre der Stadt kann man in einem Spaziergang durch das Zentrum genießen. Von der Porta Imperiale, dem Haupteingang, geht es weiter in die Via Mezzaterra, die links und rechts mit von herrlichen Fresken verzierten Palästen gesäumt ist. Die Piazza Maggiore ist Hauptplatz und historisches Innere der Stadt.
Besonders reizvoll sind die kleinen Ortschaften wie Tezze, mit ihren kunstvoll bemalten Häusern, die bezeichnend für das gesamte Gebiet sind. Pieve Cadore, Hauptort der Cadore-Täler, ist als Geburtsort von Titian, einem der berühmtesten Maler Italiens, weitum bekannt. In der Kirche Santa Maria Nascente können neben Titians herausragender Madonna mit Kind noch andere Werke wie ein letztes Abendmahl bewundert werden. In San Pietro di Cadore verdeutlicht das eindrucksvolle Rathaus (Palazzo Poli-de-Pol) wie der Landhausstil an die Bergwelt angepasst werden kann.
Die bezaubernden Ortschaften
Belluno wird von den Bergen dominiert, die einen großen Teil seines Gebiets einnehmen. Die Gipfel der Dolomiten, die über den von Wäldern und Weideland bedeckten Anhöhen emporragen, stehen im Kontrast zu den tiefen Tälern - alle von einzigartiger Schönheit. Ein Beispiel ist das Boite-Tal, in dem sich mehrere touristische Anziehungspunke befinden, wie z.B. Cibiana, das auch als das gemalte Dorf bekannt ist, wegen seiner prunkvollen Gemälde, die die Fassaden der alten Häuser zieren. San Vito di Cadore ist nach Cortina das zweitgrößte Touristenzentrum im Tal. Im Sommer kann man dort unvergessliche Wanderungen zu zauberhaften Schutzhütten im Antelaogebiet oder im Naturschutzgebiet um den Pelmo machen. Im Winter hingegen ist es mit seiner 15 km langen Abfahrtspiste und 5 km Langlaufstrecke ein idealer Ort für alle Skibegeisterten.
Die „Perle der Dolomiten“ ist jedoch Cortina d’Ampezzo, die größte Attraktion des Tales und berühmtester Skiort Italiens, ein buntes Gemisch aus Bergen, Schnee, Snowboard, Ausflügen, Highsociety und lebhaftem Nachtleben mit allerlei Abendveranstaltungen in den zahlreichen typischen Gaststätten.
Am Stadteingang, in einzigartiger und beneidenswerter Lage, befindet sich das Skigebiet Nevegal, ein wichtiges Touristenziel, ideal für jede Urlaubsart und im engen Kontakt mit der Natur. Auf einer Hochebene gelegen, ist es die am nächsten zu der Ebene und den großen Städten liegende Winterstation in Venetien. Den Nevegal kann man zu jeder Jahreszeit erkunden und erleben. Im Sommer kann man tolle Wanderungen durch grüne Wiesen und Wälder machen und viele sportliche Aktivitäten wie Reiten, Bogenschießen, Tennis und Fußball ausüben. Außerdem gibt es zahlreiche Mountainbikerouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Im Winter hüllt sich der Ort in einen weißen Mantel und erscheint dadurch noch viel magischer und aufregender. Zudem können dann 35 km Piste, sieben Liftanlagen und toller Pulverschnee genossen werden.
Der kleine und reizende Ort Alleghe liegt eingebettet zwischen der atemberaubenden Nordwand der Civetta und dem Ufer des Alleghe-Sees; wandert man entlang dem malerischen Westufer des Sees, kann man die leuchtende Bilderbuchlandschaft und den Grat der Civetta bewundern. Der Ort ist mit verschiedenen Liftanlagen ausgerüstet und ist Sommer wie Winter ein beliebtes Ausflugsziel. Alte Traditionen werden hier gepflegt und das Leben steht im perfekten Einklang mit der umgebenden Natur.
Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich einen Besuch des Nationalparks der Belluneser Dolomiten. Dort kann man die unberührte und einzigartige Natur genießen, die sich wenige Kilometer hinter der venetischen Ebene erstreckt. Felsige Gipfel wechseln sich mit zauberhaften Tälern ab. Vielfältige Landschaftstypen bieten sich zur Erkundung an: folgt man den malerischen Naturpfaden in der hügeligen Landschaft, kommt man in das westliche Gebiet des Nationalparks, das von hohen Gipfeln (der bekannteste ist der Monte Pavione), Karstmulden und weitem Kar bestimmt wird. Um die einmalige Atmosphäre des Nationalparks voll auszukosten, muss man die weiten Berggebiete zwischen den Feltriner Gipfeln und den Monti del Sole, das unberührte Herz des Parks, durchlaufen. Wunderschöne Ausflugsziele sind auch die Wälder im Cajada-Becken und das Talvena-Gebiet.
Die traditionelle Küche
Teil der einheimischen Küche sind die für die Bergwelt typischen Gerichte, die durch ihre Einfachheit und Natürlichkeit bestechen. Unbedingt probieren sollte man die Polenta, die mit Kartoffeln, Käse oder Wurstwaren serviert wird; die Gerstensuppe; das Wild aus den Bergen; die Ossocolli di Casada (lokale, von Hand gemachte Wurstsorten); die Gnocchi alla „cadorina“ und den gekochten Speck mit Brot.