Stroncone.
Die im suedlichen Teil Umbiens, an der Grenze zur
italienischen Region Lazio (Latium) liegende Ortschaft
Stroncone, liegt auf einem Huegel und dominiert von
dieser Anhoehe aus den suedlichen Teil der Ebene der
Stadt Terni.
In die Oekonomie der Kommune von Stroncone, die traditionell
mit dem Handwerk und der Landwirtschaft verknuepft
ist, sind heute als weitere Erwerbsquellen neuere
Industrieunternehmen integriert, die durch das nahe
Zentrum der Chemie-und Eisenhuetten-Industrie der
Staedte Narni und Terni beguenstigt werden.
Die fruehesten historischen Niederschriften,
die die heutige Ortschaft Stroncone zitieren, gehen
auf das X. Jahrhundert n. Chr. zurueck und berichten
davon, dass das Territorium von Stroncone an die
Besitztuemer der "Abtei von Farfa" ueberging.
Die Angliederung der Kommune von Stroncone an die
Besitztuemer der Kirche wurde von den damaligen
Bewohnern gerne akzeptiert, da sie in den kaempferischen
Auseinandersetzungen zwischen den Anhaengern des
Papstes (den Welfen) und den Anhaengern des Kaisers
(den Gibellinen) immer die Partei der Welfen eingenommen
hatten.
Am Ende der verwirrenden Zustaende, die bezeichnend
waren fuer das Ende des Mittelalters und dem Anfang
der Renaissance wurde die heutige Kommune von Stroncone dem Herrschaftsgebiet des Kirchenstaates angegliedert
und blieb bis zur Proklamation des "Italienischen
Reichs" durch den Koenig "Vittorio Emanuele
II." (im Jahre 1861) und der Gruendung der
Italienischen Nation, unter kirchlicher Regierungsgewalt.
Nachdem die Ortschaft Stroncone zwanzig Jahre lang
(von 1927-1947) eine Eingemeindung der Kommune von
Terni war, erhielt Stroncone im Jahre 1947 schliesslich
seine kommunale Eigenstaendigkeit.