Magione.
Die Ortschaft Magione liegt in einer Huegellandschaft,
die den oestlichen Teil des "Lago Trasimeno"
(Trasimenischer See) umsaeumt.
Die Oekonomie der Kommune von Magione, die traditionell
an die Landwirtschaft und an den Fischfang gebunden
ist, ist durch die Ansiedelung verschiedener Unternehmen
(in den Bereichen Moebelindustrie, Bekleidungsindustrie,
Baustoffeindustrie usw.) bereichert. Des weiteren
ist die Kommune von Magione im Tourismusbereich erschlossen,
der staendig steigende Besucherzahlen aufzuweisen
hat.
Das Territorium der Ortschaft Magione, welches einen
wichtigen Kreuzungspunkt der damaligen Pilgerstrassen
darstellte, gehoerte ab dem XI. Jahrhundert zu den
Besitztuemern der Stadt Perugia, dessen historisches
Schicksal es getreu teilte.
Im XIV. Jahrhundert wurde der "Templerorden",
der sowohl von den Paepsten als auch von den damaligen
Kaisern wegen seiner starken Eigenstaendigkeit und
seiner grossen geistigen und wirtschaftlichen Macht
gefuerchtet war, aufgeloest und die einst primitive
"Pilgerherberge" wurde vorerst den "Rittern
des Johanniterordens" und spaeter den "Rittern
des Malteserordens" zugewiesen, die auch heute
noch die Eigentuemer der Burg von Magione sind.
Die Burg von Magione ist praktisch das Werk der "Ritter
des Malteserordens". Diese haben durch ihre Umbauarbeiten,
aus der einst primitiven Pilgerherberge, in eine der
wohl schoensten Burgen Umbiens umgewandelt.
Die historischen Niederschriften der Ortschaft Magione
berichten ueberwiegend von den historisch bedeutsamen
Ereignissen, die die Burg der "Ritter des Malteserordens"
betreffen.
Die Ortschaft Magione ist ebenfalls der Geburtsort
des Ordensbruders "Giovanni di Pian del Carpine",
der von grossen Reisen fasziniert war. Im Jahre
1245 brach dieser Ordensbruder gen Osten auf und
erreichte vierzehn Monate spaeter den Hof des "Grossen
Khan der Tartaren" in China. Nach seiner Rueckkehr
schrieb er das Buch "Historia Mongolorum"
(Die Geschichte der Mongolen).