Fossato di Vico.
Die Ortschaft Fossato di Vico liegt im nord-oestlichen
Teil Umbriens, an der Grenze zu der italienischen
Region Marken und in der Naehe des Berges "Monte
Cucco".
Der antiker Ortskern von Fossato di Vico erhebt sich
auf einer Huegelkuppe, waehrend der neuere, modernere
Ortsteil sich in dem darunter liegenden, schmalen
Tal ausgeweitet hat.
Die Oekonomie der Kommune von Fossato di Vico ist
traditionell an die Landwirtschaft gebunden (an den
Anbau von Getreide und Futtermitteln und an die Rinder-
und Schweinezucht), aber seit einigen Jahren haben
sich hier auch Industrieunternehmen in den Produktbereichen
Elektrogeraete, Baustoffe und Schuhe angesiedelt.
Die in unmittelbarer Naehe der "Via
Flaminia" liegende Ortschaft Fossato di Vico,
war aufgrund seiner geographischen Lage von oekonomischer
und militaerstrategischer Wichtigkeit. Dies war urspruenglich
der Grund seiner ersten urbanen Entwicklung. Spaeter
aber, nach dem Niedergang des Roemischen Reiches,
war dies aber auch der Grund kriegerischer Auseinandersetzungen
zwischen den Goten und den Byzantinern (Im Jahre 552
v. Chr. besiegten die Byzantiner genau in dieser Gegend
definitiv die Goten unter ihrem Fuehrer Totila.);
und nachfolgend der Grund wechselnder Fremdherrschaften
und Streitigkeiten im gesamten Verlauf des Mittelalters.
Im X. Jahrhundert wurde die Kommune von Fossato di
Vico zum Lehensbesitz des "Grafen von Nocera".
Im XII. Jahrhundert ging sie an die „Grafen
von Marsciano" ueber, die sie erst der Stadt
Gubbio und dann der Stadt Perugia unterstellten und
spaeter dann definitiv an die Stadt Gubbio verkauften.
Im XIII. Jahrhundert, nachdem die Stadt Perugia das
Gebiet militaerisch zurueckerobert hatte, rief die
Ortschaft Fossato di Vico sich als freien Kommune
aus.
Im Jahre 1442 gelang es der Kommune von Fossato di
Vico sich siegreich gegen die Angriffe der Truppen
des Heeresfuehrers "Francesco Sforza" zu
wehren. Aber im Jahre 1500 zerstoerte und pluenderte
erst "Cesare Borgia", natuerlicher Sohn
des Papstes "Alexander der VI." und spaeter
im Jahre 1517, der Herzog von Urbino die Ortschaft.
Im Jahre 1540 wird die Kommune von Fossato di Vico
den Besitztuemern des Kirchenstaates angegliedert
und abgesehen von einem kurzen Zeitraum unter der
Fremdherrschaft durch Napoleon, blieb sie bis zur
Proklamation des "Italienischen Reichs"
durch den Koenig "Vittorio Emanuele der II."
im Jahre 1861 und der Gruendung der Italienischen
Nation, unter kirchlicher Regierungsgewalt.