Collazzone.
Der historische Ortskern der Ortschaft Collazzone
liegt auf einer waldigen Huegelkuppe, am linken Flussufer
des Tiber, genau auf halbem Wege zwischen den Staedten
Perugia und Todi.
Die Oekonomie der Kommune von Collazzone ist traditionell
und an die Landwirtschaft gebunden, in die heute aber
zahlreiche kleinere und mittlere Handwerks- und Industrieunternehmen
als Erwerbsquellen integriert sind.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Kommune von Collazzone
ist durch die Naehe der Schnellstrasse E45 und seiner
geographischen Lage inmitten einer Talebene beguenstigt,
die des weiteren die Ortschaften Todi, Marsciano,
Deruta und weitere Kommunen in sich einschliesst,
mit einer gesamten Einwohnerzahl von zirka 50.000
Einwohnern.
Das touristische Angebot wird durch zwei angesehene
Hotels und kleinere Pensionen unterstuetzt.
Das Territorium der Kommune von Collazzone war bereits
in fruehester Zeit von Umbrern bewohnt. Danach erschienen
die Etrusker und im III. Jahrhundert v. Chr. schliesslich
die Roemer.
Nach dem Niedergang des Roemischen Reiches war das
Gebiet fuer eine gewisse Zeit der Streitapfel zwischen
dem Herzogtum von Rom und dem Herzogtum von Spoleto,
bis im VIII. Jahrhundert schliesslich die Grenzen
neu gezogen wurden und die Ortschaft Collazzone dem
Herrschaftsgebiet der Stadt Todi unterstellt wurde.
Im XIII. und XIV. Jahrhundert folgten aehnliche historische
Ereignisse, wie in vielen anderen italienischen
Kommunen auch, ein kurzer Zeitraum der lokalen Autonomie,
kaempferische Auseinandersetzungen zwischen den
papsttreuen Welfen und den kaisertreuen Gibellinen,
eine Zeitspanne der Herrschaft durch einen, vom
Papst eingesetzten adeligen Lehnsherrn (wie in diesem
Falle die Familie Baglioni aus Perugia) und die
Einfuegung des Territorium als einen Teil des Kirchenstaates
bis zur Proklamation des "Italienischen Reichs"
durch den Koenig "Vittorio Emanuele II."
im Jahre 1861 und der Gruendung der Italienischen
Nation.